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Ein seltsames Spektakel

26 Nov

Nach zweimaliger Führung und ein Mal Rückstand in einem turbulenten Spiel können unsere Jungs am Ende nur einen Punkt zu Hause behalten.

„Jaaaaaaa! Wie geeeeeil!“ – „Oooch näääääää!“ – „Alter, Neeeeeeein“ – „Jawooooohl!“ – „Jaahahahahaa!“ – „Oh Maaaaann!“. So lässt sich die Torabfolge in einem doch recht wahnsinnigen Spiel zusammenfassen. Wir hatten es mit einer beeindruckend starken Fürther Mannschaft zu tun, die phasenweise so spielte, wie in ihrem Aufstiegsjahr, als sie fernab der Konkurrenz die Tabellenführung verteidigte. Und unsere Jungs hatten mächtig Probleme, wirkten bisweilen sogar überfordert, fingen sich dann aber wieder.

Dabei war der große Wurf drin – ein deutlicher Sieg mit mindestens zwei Toren Abstand und wir hätten erstmalig von ganz oben gewunken. Doch bereits die Startaufstellung hat uns etwas stutzig gemacht – denn die sah nicht aus, als wenn man hier mit voller Kraft voraus auf Sieg und Tabellenführung setzt.

Aufstellung & taktische Ausrichtung

Unser Trainer war vor der Partie mit der Frage konfrontiert, wer denn nun in der Innenverteidigung beginnen sollte, da Kapitän Bodzek nach auskurierter Verletzung wieder fit für den Einsatz war. Allerdings hatte das Duo Tah / Soares in den letzten beiden Partien hervorragend harmoniert – was also tun? Da unser „aggressive Leader“ Pinto jedoch noch länger ausfällt, beorderte Olli seinen Kapitän in die zentrale Mittelfeldreihe neben Avevor und Lumpi um dort für Schwung und Stabilität zu sorgen. Dieser Wechsel bedingte dann auch den Platz auf der Bank für Gartner. Michael Rensing konnte nicht mal dort Platz nehmen, da ihm beim Aufwärmen vor dem Spiel seine Verletzung aus der Woche einen Strich durch die Rechnung machte und er somit verletzt für Lars Unnerstall das Feld, bzw. Tor räumen musste. Ansonsten begannen die gleichen Mannen wie beim Auswärtserfolg in München vor der Länderspielpause. Die taktische Grundordnung in einem 4-3-2-1 wurde ebenfalls genauso gewählt, wie gegen die Löwen.

HZ1: Bodycheck und Eumel-Tor

In der üblichen Abtastphase zu Beginn des Spiels wird direkt deutlich, dass Fürth was reißen will. Das wirkte direkt flüssig und ballsicher. Wir brauchen anfangs wesentlich länger, um ins Spiel zu finden, suchen aber ebenfalls den Weg nach vorne und zeigen das für Heimspiele übliche frühe Pressing. Das führt dann in der 10. Minute zum ersten Torjubler des Abends: Benschop setzt Caligiuri und Gästetorhüter Hesl im Spielaufbau so unter Druck, dass der Außenverteidiger seinen Keeper mit einem katastrophalen Querpass im eigenen 16er in arge Not bringt. Joel Pohjanpalo presst mit und prallt recht rustikal mit Hesl zusammen, der verzweifelt versucht noch an den Ball zu kommen. Schiedsrichter Drees läßt nach dem Zusammenprall weiterlaufen, Charlie kommt an die Kirsche und netzt vollkommen ungehindert zur 1:0 Führung ein. Da Hesl erstmal angeschlagen liegen bleibt, ist die Stimmung irgendwie verhalten und alle wundern sich, dass der Treffer gegeben wird. Da es aber von Pohjanpalo kein Foulspiel war, ist der Treffer wohl regelkonform… aber seien wir mal ehrlich, wäre das so auf der anderen Seite passiert, hätte der Baum gebrannt und „Schieber“ wäre wohl der harmloseste Kosename für Drees an diesem Abend gewesen… aber sei es drum – Führung im Sack, der Rest ist Wurscht!

Den Gedanken können wir genau für 2 1/2 Minuten genießen, denn Fürth bekommt nach unnötigem Soares-Foul einen Freistoß; das Spielgerät kommt in unseren Strafraum, Axel steht nicht bei Gegenspieler Gießelmann und der kann ungehindert zum Ausgleich einköpfen! Irgendwie ein Eumel-Tor und zu dem Zeitpunkt völlig unnötig! Unsere Jungs setzen das frühe Pressing aber weiter fort, aber Fürth macht das Spiel und verlagert gekonnt das eigene Angriffsspiel auf Konter. Richtig zwingende Chancen sind totzdem Mangelware, lediglich in der 31. Minute wird es mal kurz gefährlich, als Liendl Pohjanpalo hervorragend in Szene setzt, der aber leider seinen Schuss knapp neben das Tor der Gäste setzt. Ansonsten fällt leider nur auf, dass Lumpi und Axel an diesem Tag zusammen auf der linken Seite nicht das beste Pärchen bilden. Zahlreiche Ballverluste, verlorene Zweikämpfe und missglückte Zuspiele in Kombination mit der ausbaufähigen filigranen Finesse der Zwei, lassen die linke Seite zur schwächeren Fortuna Seite an diesem Abend werden. Das spürt Fürth natürlich. Trotzdem geht es dann erstmal mit dem Unentschieden in die Pause.

Eine kurze Anmerkung noch zum Halbzeitspiel im Stadion – also, mal abgesehen davon, dass diese Spiele seit jeher gähnend langweilig sind, werden jetzt auch noch einfach Spielregeln über Bord geworfen. Der Kandidat ignoriert einfach die vorgegebene Schussbahn und jagt die Pille quer über das mühevoll absteckte Spielfeld… Und unser André muss die Regularien wegen der Unsitten der Teilnehmer verbiegen und erlaubt den Schabernack… Wo kommen wir denn da hin?? Naja gut – das Beste am Halbzeitspiel ist, dass es schnell vorübergeht.

HZ2: Kein Zugriff, volle Möhre und der Stimmungsdämpfer

Die zweite Hälfte beginnt mit dem Wechsel Gartner für Soares (hatte bereits Gelb gesehen), dadurch rückt Bodzek in die Innenverteidigung und der junge Österreicher übernimmt den Platz im Mittelfeld. Das Match ist aber irgendwie seltsam; Spiel und  Stimmung sind recht emotionslos und die Fortunen haben auf dem Platz keinen richtigen Zugriff auf Ball und Gegner. Das nutzen die Gäste dann auch recht kühl zur eigenen Führung. In der 54.Minute bekommt Fürth die zweite Ecke in Folge, die aber an Freund und Feind vorbei zieht, Lumpi geht dem Leder nach und wir denken, hier ist der Drops gelutscht…. aber da haben wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht! Der Fürther mit dem schönen Namen „Przybylko“ setzt nach und drückt Lumpi im fairen Zweikampf weg, als wäre er ein 90-jähriger Opi mit Gehhilfe; Flanke in den Strafraum, Kopfball Zulj und die Gäste führen durch das nächste Dödel-Tor! Fürth kommt nun immer besser ins Spiel und die Fortunen sind etwas von der Rolle. Ein wenig erheiternd ist zu diesem Zeitpunkt lediglich Pele Wollitz, der auf Sport1 als Co-Kommentator einen philosophischen Classic nach dem anderen raushaut. Sätze wie „Boah, dat kann man aber besser ausspielen, ne?“ kommen wie aus der Pistole geschossen und beinahe durchgehend während der gesamten Übertragung. In der 60.Minute kommt Bolly für den leider wirklich schwachen Lumpi.

Um die 70. Minute gibt es dann endlich mal wieder eine Chance für uns zu sehen, aber Pohjanpalo kann (noch) nicht zum Ausgleich einnetzen, trotzdem beginnt durch diese Aktion das Feuer zu lodern, der Emotionsfunke ist entfacht. In der 77. Minute ist es dann der Schwung bringende Bolly, der nach einer schönen Balleroberung von Schauerte, die Kirsche flach in den Strafraum flankt und Pohjanpalo findet, der seinem 8. Saisontreffer und den Ausgleich erzielt. Nun ist Feuer unterm Dach und die Fortuna endlich im Spiel. Zwei Minuten später folgt dann ein perfekter Pass von Pohjanpalo in den gegnerischen Strafraum auf Charlie. Der legt den Ball an Keeper Hesl vorbei und dieser räumt den karibischen Holländer einfach mal ab – Pfiff – Elfmeter! Benschop nimmt sich selbstbewusst das Spielgerät, obwohl eigentlich Liendl wollte, und tritt zum Strafstoß an. Was folgt, ist ein „Voll-auf’s-Maul-Elfer“ par excellance! Anlauf, Vollspann und volle Möhre in den Winkel!  …wäre das eine Szene aus einem Comic gewesen, hätte daneben ein fettes „Boom“ gestanden! Aber genug geschwelgt, denn in der euphorisierten Stimmung der letzten Minuten, müssen wir dann doch noch den Stimmungsdämpfer „Ausgleich“ erleben. Wieder kriegen wir hinten die spielstarken Fürhter nicht in  den Griff und werden überrannt. Aber nun gut – so geht dieses seltsame Spiel dann auch leider irgendwie verdient, mit 3:3 Unentschieden zu Ende.

PERSONELLES

Unnerstall hat uns kurz vor Schluss den Punkt gerettet. Ansonsten war er bei den Toren zwar weitestgehend fehlerfrei, sah aber besonders beim 1-2 etwas unglücklich aus. Auf seine Kappe muss er aber sicher nichts nehmen. Das sieht bereits bei Linksverteidiger Axel anders aus. Beim 1-1 lässt er seinen im 16er einfach machen und beim 1-2 weiß er nicht, wo rechts oder links ist. Insgesamt ein Spiel zum Vergessen. ABER: Dafür hat er bisher auch mit großen Leistungen brilliert. Insofern: Schwamm drüber. Soares stand eigentlich stets ganz gut, foult aber einfach zu häufig und ungeschickt. Er kriegte deshalb früh Gelb und wurde deswegen zur Halbzeit ausgewechselt und Bodzek rückte nach schwachem Auftritt im Mittelfeld zurück in die Innenverteidigung. Da gehört er auch hin. Mittelfeld kann er nicht (mehr). Tah war wieder brilliant. Neben seiner aberwitzigen Zweikampfsstärke ließ er unter großen Jubel auch noch zwei Fürther bei einem Minidribbling alt aussehen. Immer wieder groß der Bursche.

Schauerte war nach hinten stabil, aber nach vorne harmlos. Sowohl bei ihm als auch bei Axel lag das aber daran, dass die beiden keine offensiven Flügelleute im Mittelfeld hatten. Lumpi war leider Gottes eine Vollkatastrophe. So fies es klingt: Ihn hat seine Presse-Lobby in Express, RP und B*** in die Startelf geschrieben – doch da hat er sich auch ganz schnell wieder rausgespielt. Kaum Zweikämpfe gewonnen und viele Fehlpässe. Schade. Es gab Applaus, als er gegen Bolly ausgewechselt wurde. Der wiederum hat richtig Alarm gemacht – wenn der nur eine engere Ballführung drauf hätte… Aber sein Assist könnte ein gutes Argument für einen Startelfeinsatz am Samstag sein.

Avevor war solide und störte mehrmals sehr effektiv das schnelle Fürther Aufbauspiel. Gartner war in der zweiten Halbzeit, als er für Soares kam, eine echte Bereicherung. Der Junge hat Übersicht und kann spieleröffnende Pässe spielen. Das konnten vorher Avevor-Bodzek-Lumpi absolut nicht. Liendl hat fast immer nur die verrückten Pässe versucht. Es hätte auch mal der einfache, sichere Ball etwas gebracht. Doch er lebt nun mal für den Überraschungsmoment – und sein unfassbar geiler Pass auf Pohjanpalo in der ersten Halbzeit verzeiht ihm manchen Fehler. Benschop war wieder ein absoluter Aktivposten. Die beiden Tore werden ihm sehr gut tun. Pohjanpalo war ebenfalls einer der stärkeren. Trotz seiner schlanken Statur zweikampfstark und mit genialen Torriecher ausgestattet. Startelfplatz verteidigt.

AUSBLICK

Wir sind jetzt nur noch zwei Punkte hinter Rang #2 – aaaaber auch nur noch drei Punkte vor Platz #8. Das ist mal wieder eine enge Kiste in der zweiten Liga. Als beste Auswärtsmannschaft und weiterhin seit 11 Spielen ungeschlagen reisen wir Samstag nach Aalen – zum Tabellenletzten. Da dürfte er Reck ruhig dann mal wieder etwas offensiver aufstellen – denn wir hatten in der Startformation von Montag lediglich drei Offensivkräfte in der Startelf.

Bolly und Gartner haben sich beide empfohlen. Besonders Gartner dürfte dabei helfen, ein etwas überzeugenderes Offensivspiel zu gestalten. Vermutlich bedeutet das aber wieder die Bank für Soares. Denn auch wenn er zuletzt stark spielte, führt wohl kein Weg an Kapitän Bodzek vorbei – zumindest derzeit. Samstag, 13.00, wissen wir mehr.

Aber hierzu würden wir auch gerne Eure Meinung wissen in unserer Frage der Woche zu Innenverteidigung und defensivem Mittelfeld. Wer sind die „passenden Pärchen“?

 

In diesem Sinne, 95 OLÉ

Adnan & Ingo

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Souverän die Löwen gebändigt!

17 Nov

Unsere Jungs bleiben im Aufwärtstrend. Ein souveräner, wenn auch minimalistischer Sieg bei 1860 führt uns noch ein wenig näher an die Tabellenspitze.

Ist es nicht herrlich, sich wirklich Woche für Woche auf ein Fortuna-Spiel freuen zu können? Ist es nicht herrlich, dass unser Team derzeit imstande ist, höchst flexibel zu agieren und auf verschiedenen Wegen erfolgreichen Fußball spielt? Ist es nicht richtig herrlich, wenn das eigene Team das völlig berechtigte – wenn auch temporäre – Image der Unbesiegbarkeit mit sich trägt? Ist es nicht herrlich, dass unser Coach nicht einfach nur stumpf mit einer Formation agiert, sondern je nach Personallage taktisch umkrempeln kann und TROTZDEM gewinnt? So, genug gefragt – hier kütt die Antwocht: Ja, es ist herrlich!

Die Verletzungen von Lukas Schmitz und da Silva Pinto, so war zu vermuten, würden schwer wiegen. Immerhin gehören die beiden zu den fast schon erschreckend großartig etablierten Neuzugängen dieser Saison. Dazu noch das Verletzungselend von Heinrich Schmidtgal und die aberwitzige Formschwäche von Ben Halloran; also damit der fast Komplettausfall des gesamten für die linke Seite vorgesehenen Personals. Watt würde Reck nun machen, war die Frage. Mit seiner Lösung hatten selbst die Kabinenschnüffler der RP nicht gerechnet…

Aufstellung & taktische Ausrichtung

Hatten wir nach dem Kick gegen Ingolstadt noch gemutmaßt, wen unser Trainer denn anstelle von Schmitz und da Silva Pinto bringen würde, zauberte Olli Reck doch tatsächlich Fortuna-Ikone Lumpi Lambertz aus dem Hut und stellte gleichzeitig auch noch die taktische Grundordnung um. Axel rückte neben Schauerte, Soares und Tah in die Viererkette; Avevor, Lumpi und Gartner, der „Kampfschwein“ Pinto ersetzte, bildeten einen zentralen Dreifach-Mittelfeldblock, der die Zentrale mit Kampfkraft gegen die Löwen dicht machen sollte. Davor spielten Liendl und Benschop auf offensiveren Halb-Positionen und in der Spitze begann mal wieder Finnen-Knipser Pohjanpalo aka Torjanpalo aka Iceman aka Palimpalim für Jimmy Hoffer. Auf dem Tableau also ein 4-3-2-1. Der SKY-Kommentator nannte es „Tannenbaum“ – kann man machen…

HZ1: Mörder-Start und dann zwei Gänge zurück 

Olli Reck’s Griff in die taktische Trickkiste scheint die Hausherren ab dem Anpfiff  komplett zu überfordern, denn die Fortuna legt los, wie von der Tarantel gestochen! Die 60er werden erstmal gnadenlos überrannt und wissen nicht wo oben und unten ist. Unsere drei 6er blocken die Mitte komplett und machen dazu noch das Spiel schnell. So bekommen wir in der 4.Minute eine Ecke; naja, denken wir… Ecke… Hauptsache jetzt kein Konter-Gegentor… Mancher nutzt die Zeit, um datt „Kloser“ aufzusuchen, andere bestellen sich einen Drink oder suchen nach dem Selfie, den sie den Buddies noch unbedingt zeigen wollten.

Aber dann? Fortuna-Eckball-Totengräber? Weit gefehlt! Der junge Gartner schnappt sich die Murmel und tritt zur Standardsituation an; er bringt den Ball zwar etwas zu flach in den Strafraum, aber sein Landsmann Okotie kommt zu Hilfe und verlängert das Spielgerät unfreiwillig auf den langen Pfosten, dort steigt Soares höher als sein Gegenspieler und nickt aus nächster Nähe zur 1:0 Führung ein. Er markiert seinen ersten Treffer für die Fortuna! Watt für’n Start!

Die F95-Maschinerie läuft nun wie geschmiert und unsere Jungs spielen kampf- und spielstark auf den 2. Treffer hin – 1860 hat echt mal keine Schnitte und rennt hilflos hinterher. In Minute 9 ist Schauerte sichtlich überrascht, als er auf einmal (fast) allein mit Pohjanpalo im gegnerischen Strafraum steht; unser RV schaut sich erstmal um, ob es nicht doch Abseits ist und verpasst so das winzige Zeitfenster, um die Kirsche ideal auf Pohjanpalo abzulegen. Er hätte eigentlich auch selber draumzimmern können – doch so bleibt es bei der 1:0 Führung.

Fünf Minuten später hat Lumpi dann die Möglichkeit seine Rückkehr in die Startelf mit einem Traumtor zu krönen. Nach einem wahrhaftigen Traumpass von Liendl in den Strafraum, fliegt Lambertz in den Fünfmeterraum, nimmt den Ball direkt und knallt ihn an die Unterkante der Latte! Riesengeschepper, aber leider keine Bude. Mit der totalen Dominanz geht es dann noch ein paar Minuten weiter, danach ziehen sich die Fortunen aber weiter zurück und lassen die bisher absolut zahnlosen Löwen erstmal kommen. Die Hausherren (oder besser Hauskätzchen?) stellen sich auch besser auf Fortunas Taktik ein und bekommen mehr Spielanteile. Damit können die Gastgber aber nicht viel anfangen, denn unsere Abwehr steht sattelfest.

Das Spiel beginnt nun etwas zu dümpeln, denn die Blauen schaffen es nicht wirklich, gefährlich zu werden und bei unseren Jungs kommt es immer häufiger zu Konzentrationsmängeln, so dass die Konter meist schon im Aufbau scheitern. Das Einzige, was erwähnenswert ist, ist die wieder mal beeindruckende Souveränität im Spiel von Jonathan Tah. Die Coolnes in Person. Ach ja, und der Schiri hat wieder genervt! Lässt ein klares Foul an Liendl laufen, um Sekunden später, Soares‘ Grätsche, bei der er den Ball spielt, zu pfeiffen. Aber egal – die vielen Fouls in durchaus gefährlichen Positionen sollten für uns nicht gefährlich werden.

HZ2: Gezähmte Löwen ohne Schnitte

Wie so oft nutzt der Gegner die Zeit in der Kabine, um mit frischem Mut wieder auf’s Spielfeld zu kommen. Die Blauen versuchen mit all ihren Mitteln unsere Jungs in die Bredouille zu bringen. So in etwa gestaltet sich die gesamte zweite Halbzeit. Die Löwen kommen aber nur ein einziges Mal in der 50.Minute gefährlich voran, als Okotie im Strafraum Rensing prüft. Unsere Nummer #1 ist aber zur Stelle. Kurz darauf stellt unser Trainer personell um und nimmt Benschop vom Platz, der wirklich nicht sein bestes Spiel im Fortuna-Dress gezeigt hatte. Erat nimmt seinen Platz auf dem Spielfeld ein. Unsere Jungs rühren weiter den Abwehr-Beton an, der für ideenlose Hausherren undurchdringlich ist. Nicht wirklich schön anzusehen, aber was den Kräfteverzehr betrifft, durchaus effizient. Immer wieder stoßen die Blauen an ihre spielerischen Grenzen. Selbst aus den zahlreichen Standardsituationen können sie kein Kapital schlagen. Die Fortuna hat mittlerweile ihre Passsicherheit wiedergefunden und lässt den Ball recht souverän in den eigenen Reihen kreisen oder raubt den Münchnern mit geballter Zweikampstärke den letzten Nerv. Ein zweites Tor wäre natürlich schön gewesen, war aber irgendwie bei diesem Spiel nicht nötig, denn die Forteng bringt den Sieg ziemlich abgeklärt über die Zeit und nimmt als verdienter Sieger gerechterweise die drei Punkte mit an den Rhein.

Personelles & Ausblick

Rensing musste nicht viel tun – war aber, wenn man ihn brauchte. Er hatte lediglich bei einer Flanke von der linken Seite Probleme, wurde hierbei aber auch von Okotie im Fünfmeter-Raum angegangen und bekam daher Schiri-Rückendeckung. Axel links und Schauerte rechts erfüllten ihre Außenverteidiger-Rolle glänzend. Unbezahlbar sind die Nahaufnahmen der verbalen Scharmützel, die Axel gern mit seinen Gegnern führt. Soares und Tah harmonieren richtig gut. Für Soares ist es nach der so schwierigen Zeit unendlich wichtig, mit einem Tor seine Bedeutung für’s Team aufzuzeigen. Zu Tah fällt einem nicht mehr viel ein, außer, dass man immer wieder erwähnen muss, dass der Junge 18 ist! Natural Born Defender, der nach Worten Olli Recks nach dem Spiel gegneüber SKY eigentlich in der 2. BL nix verloren hat. Avevor war wieder grundsolige, schnell, agil und zweikampfstark. Gartner zeigte eindrucksvoll, dass er nur auf er Bank sitzt, weil Avevor und Pinto einfach noch einen Tick stärker sind. Aber gerade defensiv wusste der 20-Jährige absolut zu überzeugen. Tja, und Lumpi? Auch er zeigte, dass er da ist, wenn man ihn braucht. Er foulte zwar einige Male zu häufig und passte dann und wann ins Leere, aber insgesamt reihte auch er sich ein in das unüberwindbare Defensiv-Bollwerk. Es wurde aber auch klar, dass er wieder als Erster auf der Bank Platz nimmt, sobald Schmitz oder „Pinte“ wieder fit sind. Benschop sollte das Spiel einfach abhaken. Ihm gelang gar nix. Punkt. Liendl leitete Passstaffetten ein und zeigte den ein oder anderen von Reck verlangten Risikopass, der ihm natürlich nicht immer gelang. Dennoch starke Partie. Pohjanpalo war immer anspielbar und sorgt für mächtig Unruhe. Richtige Torgefahr strahlte aber auch er nicht aus.

Nach dem Montagsspiel ist vor dem Montagsspiel… So werden wir nach der elend langen Länderspielpause erneut zu Flutlichtzeiten antreten und diesmal Kräuter Furz empfangen. Wie schon eingangs erwähnt: Man kann sich einfach nur freuen, denn auch dieses Spiel wird uns mit sehr großer Wahrscheinlich  Freude bereiten. So ist unsere Forteng nämlich derzeit drauf.

In diesem Sinne – 95OLÉ

Ingo & Adnan

Punktlandung auf’m Betze

28 Okt

Unsere Jungs nehmen nach einem intensiven Spiel gegen druckvolle Belzebuben einen wichtigen Auswärtspunkt mit. 

Ungefähr 17.18h oder 17.19h wird es gewesen sein, als Schiri Stark das Spiel abfiff. Und noch hatten wir uns alle nicht davon erholt, dass unsere in Gelb auflaufende Forteng kurz vor Schluss noch einen Treffer hinnehmen musste. Ausgerechnet Ex-Fortune Marcel Gaus egalisierte in der Nachspielzeit unsere hoooooch schmeichelhafte Führung. Aber egal, wie schmeichelhaft eine Führung auch sein mag, sollte man sie natürlich nicht wieder hergeben. Doch, hey, wir haben bei einer Mannschaft gepunktet, die ihre Gäste bis dato in fünf Spielen fünf Mal „ohne alles“ nach Hause geschickt hatte.

Vor der Partie bangten wir um einige angeschlagene Spieler. Die umkämpfte Nummer zu Hause gegen Pauli ist auf die Knochen gegangen. Drum waren wir gespannt, welches Team denn nun Olli Reck würde aufbieten können – Wechsel gab es aber nicht nur verletzungs- oder leistungsbedingt. Lars Unnerstall bekam gemäß Recks Aussage zu Beginn der Saison, er habe keine wirkliche Nummer 1, den Vorzug vor Rensing. Was die ätzende B!LD-Zeitung (nein, wird nicht verlinkt!) zum Eklat aufbauschen wollte, war so abgesprochen und lief ganz fair und sportlich-professionell ab.

AUFSTELLUNG & TAKTISCHE AUSRICHTUNG

Also, Unnerstall für Rensing. Ein gewagtes Unterfangen – schließlich wirkt sich das auch auf die Organisation in der Abwehr aus und besonders auf die Abwehrspieler. Aber: Dieses Risiko wollte Reck eingehen. Die Abwehrreihe blieb mit Schmitz, Soares, Bodzek und Schauerte ebenso unverändert wie das defensive Mittelfeld mit Pinto und Avevor. Da Charlie Benschop angeschlagen war, probierte Reck es mal wieder mit Liendl auf der #10 und schickte Erat auf die rechte Seite. Vorne gab Reck Jimmy wieder eine Chance – immerhin hatte er bei der letzten Partie gegen die „Toifel“ ja noch getroffen. Links peste wieder Axel, der seine angeschlagenen Knochen nach dem Pauli-Spiel zum Glück wieder fit kriegte. Mit nur einer echten Spitze stellte sich die Formation also als 4-2-3-1 dar. Es war klar, dass man gegen die heimstarken Lauterer erst mal dicht machen würde – so sah das Ganze auch eher nach einem tief gestaffelten 4-5-1 aus.

1. HZ: Hühnerhaufen und Dusel deluxe!

Kaum war angepfiffen, ging’s direkt rund. Freund Soares unterläuft/unterschätzt einen hohen Ball, sodass Marcel Gaus plötzlich allein vor Lars Unnerstall steht. Dieser macht sich aber so unendlich groß, dass Marcel Gaus gar ein wenig Angst bekommt und überhastet abschließen will. Kriegt er nicht hin und Unnerstall pariert grandios. Watt’n Beginn!! Man wusste nicht so recht, ob man sich jetzt über Soares ärgern, oder über Unnerstall freuen soll. Wir entschieden uns für Letzteres.

Doch diese Anfangsminute stärkte die Lauterer, während unsere Jungs total verunsichert wirkten. Nach vorne sollte nicht ein vernünftiger Pass gelingen. In den Zweikämpfen waren wir jedes Mal entweder zu langsam oder zu zaghaft. Und so spielten die Betzenberger munter auf. Deren „Alpen-Maradona“ Stöger auf links sollte unsere Truppe echte Probleme bereiten. Immer anspielbar und immer mit gefährlicher Idee. Entweder bediente er seine Mannschaftskollegen im 16er oder hielt selber aus der Distanz drauf. Zu stoppen war er nicht – außer von Unnerstall. Der parierte später einen super ausgeführten, flachen Freistoß von Demirbay und stieß sich dabei – im wahrsten Sinne des Wortes – um ein Haar den Kopp am Pfosten. Aber: nix passiert. Kein Gegentor, keine Beule.

Unsere Mannschaft stand super tief und ließ den technisch starken Lauterern viel zu viel Platz. Zum Glück hat der FCK keinen Knipser da vorne. Sie spielten gefährlich auf unser Tor, konnten aber unsere Unzulänglichkeiten hinten nicht ausnutzen. Naja, uns soll’s recht sein. Auffallend schwach waren… öhm… Alle außer Axel und Lars Unnerstall!

2. HZ: Erst Torjanpalo, dann der kollektive Sekundenschlaf

Wir hatten eigentlich mit einem Wechsel gerechnet. Aber wahrscheinlich waren zu viele zu schwach, als dass man da als Trainer hätte einen sinnvollen Wechsel tätigen können. Also hieß es an alle: Aufwachen, besser machen. Und eigentlich wurde es auch besser. Nicht unbedingt spielerisch, aber unsere Mannschaft ließ nicht mehr so viel zu. Das Rote-Teufel-Tempo war natürlich auch sehr hoch im ersten Durchgang, sodass da auch weniger Bissigkeit, Schnelligkeit und Frische zu sehen waren. Wir gewannen mehr Zweikämpfe und konnten den Lauterer Spielaufbau effektiver bremsen. Was unsere Jungs aber nach vorne spielten, war fürchterlich. Keinem wollte ein guter Pass gelingen.

Reck wechselte: Gartner für Pinto. Das sollte etwas mehr Ballsicherheit bringen, aber richtige Gefahr kriegten wir trotz mehr Ballbesitz nicht hin. Währenddessen verletzte sich nach Demirbay (Ende der 1. HZ) auch Ring beim FCK – sah böse aus; auch wenn uns ein geschwächter Mitkonkurrent zugute kommt: Beste Besserung! Die Partie blieb intensiv, aber ohne Höhepunkte. Tja, und dann kam er: Pohjanpalo aka Palimpalim aka Iceman aka Torjanpalo.

Sieben Minuten nach seiner Einwechslung fuhren die Lauterer einen schnellen Angriff; Überzahlsituation mit Tempo und einer wackeligen Fortuna-Hintermannschaft. Doch der spielführende Lauterer (keine Ahnung, wer es war) hätte links seinen mitgelaufenen Kollegen (auch keine Ahnung, wer es war) perfekt einsetzen können, spielte aber rechts rüber zu dem im Abseits düsenden „Toifel“ (guess what? keine Ahnung, wer es war) – da hammse eine echte Konterchance vergeigt. Und genau das ist die Vorgeschichte unseres Führungstores: Unnerstall jagt die Kirsche in des Gegners Hälfte, Liendl verlängert als Erster, Erat als Zweiter und plötzlich startet Pohjanpalo in den Sechszehner und schießt mit beeindruckender Entschlossenheit im Fall mit leichtem Vorsprung vor dem Verteidiger flach und präzise ins lange Eck: Ausrasten angesagt! Watt’n Typ!!!

Sollte dies der zweite d(RECK)ige Sieg in Folge werden? Leeeeider nein. Lautern gibt Gas und will es wissen. Und wir kriegen es nicht hin, das Ding zu sichern. In den Worten unseres Super-Buddies, Oliver, passierte das Gegentor wiefolgt: Unser Iceman traut sich nicht den Konter zu gehen und verliert den Ball unnötig an der Seitenlinie. Anschließend schafft es unser „Fußballgott“ Soares, den Ball per Querschläger ins Seitenaus statt nach vorne zu hauen. Und dann können sich Schauerte und Tugrul nicht einigen – obwohl das eher Tugruls Mann war – und greifen nicht rechtzeitig an. Das war eine geschlossene ‚Mannschaftsleistung‘. Wir fügen hinzu, dass auch Captain Bodzek mal wieder den entscheidenen Schritt zu spät kam und sich in diesen Reigen einfand.

Naaaaaja. Der Punkt geht schon in Ordnung, aber ärgerlich war es trotzdem.

PERSONELLES & AUSBLICK

Da die Truppe geschlossen keinen sonderlich guten Tag erwischte, nur einige positive Punkte: Unnerstall nutzte seine Chance. Super zu wissen, dass wir zwei richtig gute Keeper haben. Das tut dem Konkurrenzkampf gut und Reck zeigt, dass er solche Situationen auf gute Weise nutzen kann und beiden Keepern eine Chance gibt. Top! Pohjanpalo ist einfach beeindruckend. Das Tor war mit Leidenschaft erzielt – die Bude wollte er unbedingt. Axel ist endlich der verlässliche Leistungsträger, der selbst in einem Spiel, in dem alle schwächeln, seine Leistung bringt.

Und eines wurde besonders deutlich: Wie sehr BENSCHOP fehlt. Der Junge ist so viel unterwegs, dass er a) immer anspielbar ist und b) Räume öffnet, indem er Verteidiger auf sich zieht. Zudem gehört er zu den aktivsten Spielern im frühen Pressing. Bei unserer #35 ist es so ein wenig wie mit dem Bass in der Musik: den wahren Wert merkt man erst dann, wenn er fehlt. Darum ist es super zu lesen, dass sowohl er als auch Tah wieder mit der Mannschaft trainieren. Am Freitag gegen den in dieser Saison noch komplett ungeschlagenen Tabellenführer aus der Audi-Stadt werden wir aus dem Vollen schöpfen müssen.

Mit Reck als Trainer dürfte klar sein, dass die Fortuna in diesem Heimspiel auf Sieg setzen wird. Wir scheinen gut darin zu sein, Serien anderer Teams zu beenden. Dann machen wir doch einfach jetzt weiter damit und beißen uns oben weiter fest. Jemand was dagegen? Na also 🙂

In diesem Sinne – 95 OLÉ und bis Freitag.

Ingo & Adnan

Es geht endlich los!!!

30 Jul

Unsere Jungs starten Freitag in die neue Saison. Vieles spricht dafür, dass der Schwung aus dem Saisonfinale 2013/14 in die neue Serie mitgenommen wird. So ist die Vorfreude riesig!

Wisst Ihr noch, wie das vor Beginn der letzten Saison war? Der vor Inkompetenz und Dämlichkeit kaum zu überbietende Bundesligaabstieg war noch nicht recht verdaut, da waren wir bereits wieder guter Dinge ob der nächsten Zweitliga-Saison. Die „Ära Meier“ war vorbei und mit Büskens kam ’ne eschte Düsseldofer Jong. Der Kader sah auf dem Papier richtig gut aus und so dachten und hofften wir, dass unsere Fortönn gleich wieder oben angreifen würde…

Doch es folgte die fürchterliche Fortsetzung eines absolut beschissenen Jahres für F95. Es ist wohl keine Übertreibung, zu behaupten, dass 2013 ein neuerlicher Tiefpunkt für die geschundene Fortuna-Seele bedeutete. Seelenlose Auftritte, Angsthasenfußball, peinliche Böcke von Routiniers, fehlender Mannschaftsgeist und eine bittere Trainerlethargie paarten sich mit zerstrittenen Fangruppierungen, Supportboykott und seltsamen Machtverschiebungen auf der Geschäftsebene der Fortuna. Unser Verein wirkte ein wenig wie ein gigantischer, einfach nicht verschwinden wollender Eiterpickel. Zwischenzeitlich kam sogar Abstiegsangst auf. Während einige glaubten, es liege am zu schwachen Kader, argumentierten andere, dass es das Fehlen eines Spielkonzeptes ist. Die augenscheinliche Vorgabe „Einfach nur nicht verlieren!“ hemmte viele Spieler, schien es auch uns FUPPES95ern.

Jeden Spieltag überkam einem ein höchst ungutes Gefühl. Man wusste, es würde weh tun. Nicht wenige wünschten sich nur noch, dass diese Grottensaison einfach vorübergeht. Routiniers und Neuverpflichtungen gleichermaßen sahen nur bedröppelt durch die Gegend, da sie nicht so recht wussten, warum und wie und überhaupt. Lest mal einfach unsere immer frustrierter klingenden Spielberichte in unserem Archiv und Ihr werden wieder leiden…

Unsere Klagelaute wurden erhöhrt – es gab die späte Wende

Doch dann kam recht unverhofft ein Saisonfinale, das wahrlich seinesgleich sucht. Bedingt durch die Erkrankung von Lorenz Günter Köstner trat Olli Reck wieder an die Seitenlinie. Und als wäre der oben beschriebene, schmerzhafte Eiterpickel dann doch mal geplatzt, gelang unserer Mannschaft ein echter Befreiungsschlag: Fulminante Siege, super engagierte Mannschaftsleistungen, Spaßfußball von unseren feinen Technikern Gartner, Liendl, Halloran. Ja, Halloran hat die letzten fünf, sechs Spiele einfach mal jedes Spiel getroffen – und zack, er wurde in die Socceroo-Elf für die WM berufen. Ach ja, und der Bolly… Nach seiner Roten Karte und jede Menge Verletzungen kam er unter Reck wieder zu einem Einsatz und erzielte ein gigantisches Tor nach Maradonaeskem Solo. Tja, und auch er fuhr mit der Elfenbeinküste zur WM.

Michael Liendl erwies sich als absoluter Königstransfer von Sportdirektor Schulte. Sollte unser neuer #10er in der neuen Saison auch nur annähernd so spielen wie die letzten Spieltage, wird er ohne jeden Zweifel die darauffolgende Saison Bundesliga spielen – ob nun mit Fortuna oder anderswo, sehen wir dann 🙂

Schwung mitnehmen, nach vorne blicken

Die Vorbereitung gibt den Eindruck, dass Fortuna 2014 ein sehr gut funktionierendes Mannschaftsgefüge aufweist. Denn es sind nicht nur sehr gute Ergebnisse in den Testspielen, die zuversichtlich stimmen, sondern auch so ziemlich alles, was man aus dem Umfeld der Mannschaft hört und in Videos und Fotos sieht. Wichtig ist etwa der Mut der Mannschaft, in Adam Bodzek einen neuen Kapitän zu ernennen. Lumpi bleibt ebenso im Mannschaftsrat wie Monsieur Fink, der nach seinem Kreuzbandriss wieder vorsichtig in den Trainingsbetrieb eingestiegen ist.

Wichtig ist diese Entscheidung deshalb, weil man sich von Ketten des Kultgedanken und der Tradition gelöst hat. Spielerisch kommt Lumpi seit dem erfrischenden, technisch deutlich erstarkten Fußball unter Reck einfach nicht mit und wird – wenn man den Pressemeldungen, die sonst immer stark pro Lumpi sind, glauben darf – häufig auf der Bank oder sogar auf der Tribüne Platz nehmen. Da kann er auch nicht Spielführer sein…

Mit Pinto ist zudem Schulte ein Transfer gelungen, der wahrscheinlich genau die klaffende Lücke schließen wird, die unsere Lieblingsbestie, Sascha Rösler, hinterlassen hatte. Pinto als „aggressive leader“ zusammen mit dem technisch höchst versierten Christian Gartner im zentral-defensiven Mittelfeld kann man sich bestens vorstellen.

Im offensiven Mittelfeld wird Liendl passend zu seiner neuen Rückennummer auf der #10 spielen, während Halloran, Erat, Schmitz, Bolly und Bellinghausen wohl um die Position auf den Außen kämpfen werden. Schmitz macht derzeit so einen guten Eindruck hinten links, dass er vielleicht auch die Linksverteidigerposition einnimmt, sodass Halloran erste Wahl und Bellinghausen dessen Ersatz sein dürfte. Zwischen Erat und Bolly hat wohl letzterer derzeit bessere Chancen.Ganz vorne ist unser „Jimmy“ gerade nicht zu stoppen. Er und Liendl verstanden sich ja auch schon zum Saisonfinale der vergangenen Saison bestens auf dem Platz. Unsere österreichische Mittel-Achse (Gartner > Liendl > Hoffer) beeindruckte uns ja bereits. Auch abseits des Platzes scheinen sich die Drei sehr gut zu verstehen – man munkelt, das sei keine schlechte Voraussetzung für guten Fußball auf dem Platz.

Charlie Benschop muss wohl erst noch mal beweisen, dass auch er ein Knipser sein kann. Zusammen mit Neuzugang Pohjanpalo und Youngster Bebou werden sie Freund „Jimmy“ aber gehörig unter Druck setzen.

Bleiben die Abwehrreihe und die Frage nach der Nummer #1. Fangen wir mit der #1 an. Michael Rensing scheint derzeit der Gewinner des Duells mit unserem neuen Keeper, Lars Unnerstall, zu sein. Es ist aber sehr gut zu wissen, dass Unnerstall ebenfalls einen guten Eindruck macht und Rensing sich jedes Spiel aufs Neue wird beweisen müssen. Wir haben eigentlich keine Sorgen, dass er ein guter Rückhalt sein wird und zudem in der Lage ist, die Abwehr zu dirigieren.

Tja, und die Viererkette? Gesetzt sind wohl Bodzek (IV) und Schauerte (RV). Als zweiter Innenverteidiger kommen Soares und Bomheuer wohl noch vor Neuzugang Avevor in Anbetracht. Hier müssen wir hoffen, dass durch Latka und Malezas nicht zu viel Qualität verloren gegangen ist – auch wenn beide im Saisonfinale keine Rolle mehr spielten. Und auf der linken Abwehrseite wird das Duell zwischen Schmitz und Schmidtgal wohl noch bis kurz vor finaler Mannschaftssitzung intensiv weitergeführt.

Gerade unsere Außenverteidigerpositionen waren ein großes Manko – auch während des grandiosen Saisonfinals. Wir haben seit dem Weggang von van den Bergh keinen offensiv eingestellten Außenverteidiger mehr erleben dürfen. Beobachter der Testspiele halten aber genau aus dieser Sicht viel von Schauerte und Schmitz. Also, lassen wir uns überraschen.

Wir können wirklich nicht erwarten, dass es endlich losgeht. Und gleich mal gegen den Bundesligaabsteiger Braunschweig, der sicherlich ordentlich Anhang mitbringen wird. So wird unsere Bude sicher nicht nur sehr gut gefüllt (schon über 40.000 Tickets weg), sondern auch ordentlich laut. Für uns wirkt die Mannschaft samt Umfeld so, als nähme man allseits den Schwung aus den starken Abschlussspieltagen der vergangenen Spieltage mit. Zudem sind sehr viele „Altlasten“ abgelegt – personell und strukturell. Die Handbremse kann also gelöst werden.

Wir sind unendlich gespannt und sind uns sicher, dass Ihr es auch seid. Hier werdet Ihr auch wieder Woche für Woche unsere Sicht auf die Fortuna-Spiele verfolgen können. Schaut also regelmäßig rein und bringt Leben in diesen Blog 🙂

In diesem Sinne – 95OLÉ und bis Freitag.

Ingo & Adnan

Punktgewinn beim Graupenkick in Sachsen

10 Mrz

Die Fortuna wird in weiten Teilen des Spiels bei Dynamo Dresden in die eigene Hälfte gedrängt und findet offensiv so gut wie gar nicht statt. Erst als in der Nachspielzeit die Brechstange (namentlich Giefer und Latka) rausgeholt wird, ergattern unsere Jungs mit viel Fortüne noch einen Punkt in der sächsischen Landeshauptstadt. Puhh!

Nach den Karnevalstagen und dem Dreier gegen Bielefeld war die Stimmung im Fortuna-Lager auf dem aufsteigenden Ast, zwar gab es unter der Woche noch die ein- oder andere Hiobsbotschaft aufgrund von neuen Verletzungen, aber bis auf Leon Balogun und den Langzeitverletzten standen Lorenz-Günther Köstner die meisten Jungs trotzdem zur Verfügung. Vom Trainer war unter der Woche auch in diversen Gazetten zu lesen, was er denn der Mannschaft mitgegeben hatte, nämlich in jedem Spiel an die Grenzen zu gehen. Ein guter Tipp, nur sollte dies, wenn man denn schon das Privileg genießt Fußballprofi zu sein und mittelfristig wieder in die Bundesliga will, eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Aber die Jungs sind halt auch nur Menschen und haben schließlich in jedem Spiel Gegner vor sich, die sich ähnliches vornehmen. Nun stand also das Gastspiel bei Dünamöh Dresden auf dem Programm und da die Gastgeber, wie unser Gegner der letzten Woche,  in den Niederungen der Liga rumkrebsen, war es zu erwarten, dass es ein kampfbetontes Spiel zu sehen gibt.

Aufstellung und taktische Ausrichtung

Da Latka nach seiner abgesessenen Gelbsperre wieder zur Verfügung stand, nahm er auch direkt wieder den Platz neben Bodzek in der Innenverteidigung ein; somit nahm Soares nach ansprechender Leistung gegen die Arminia wieder auf der Bank Platz. Ansonsten stellte der Trainer das gleiche Personal auf den Rasen wie in der Vorwoche; nur das Liendl diesmal von Beginn an über die Flügel kam und Lumpi eher versuchte die Mitte dicht zu machen.

HZ1: Hallo Offensive? …jemand zu Hause?

Zu den Klängen von Metallica´s „Enter Sandman“ kommen die Mannschaften auf das Spielfeld und irgendwie sollte der Song aus Sicht der Fortuna zum Programm der ersten 88(!) Minuten werden: der Song ist inhaltlich nämlich ein Schlaflied! In den ersten fünf Minuten sind wir noch guter Dinge, Benschop und Weber haben „Halbchancen“, die uns Hoffnung auf ein interessantes Spiel machen, denn Dresden versucht ebenfalls sofort nach vorne zu spielen und unsere Abwehr und Giefer sind früh zum Einschreiten gezwungen. Nach zehn Minuten schwenkt Dresden aber irgendwie alleine das Zepter; die Sachsen stehen tief und gut geordnet, sind aggressiv  und nehmen unsere Offensive komplett aus dem Spiel. Dynamo Stürmer Poté fordert unsere Innenverteidigung gehörig, da er rennt und ackert wie ein Blöder – und er teilt auch aus! Bodzek, normalerweise eigentlich eher derjenige, der dem Gegenspieler gerne mal Einen mitgibt, bekommt vom sächsischen Stürmer beim Kopfballduell in der 15.Minute erstmal schön einen von hinten an die Omme gedonnert, so dass er kurz behandelt werden muss. Die Dresdner lassen die Fortuna aber zwischendurch auch mal kommen, bloß sie kommt einfach nicht!!  Keine Dynamik; alles ist viel zu statisch und uninspiriert dazu kommen noch die (schon viel zu oft erwähnten) Mängel beim präzisen Passspiel.  In Null-Komma-Nix ist die Murmel wieder beim Gegner; sei es durch abgefangene Kurzpässe oder die  wahllos nach Vorne gedroschenen langen Bälle. Die Sachsen machen das irgendwie cleverer und kommen immer wieder gefährlich nah an unseren 16er, aber Giefer und die Innenverteidigung erledigen ihren Job ziemlich zuverlässig, so dass die Dresdner auch nicht wirklich gefährlich werden. In der 33. Minute gibt es dann endlich mal wieder eine Offensiv-Aktion von F95: Lumpi treibt den Ball in die Spitze und wird gefoult, leider pfeift Schiri Brych aber den Vorteil ab (Hoffer war im gegnerischen Strafraum gerade an den Ball gekommen) und entscheidet auf Freistoß, der dann aber gänzlich ungefährlich über´s  Quergebälk geschossen wird. Vor der Pause kommen die Sachsen noch zu zwei Chancen, lassen es aber (zum Glück) ebenso an Präzision vermissen. Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass Poté Bodzek ein zweites mal mit dem Ellenbogen niederstreckt. Ansonsten ist das Spiel und unsere Laune zur Halbzeit „ausbaufähig“.

HZ2: Das war knapp!

Tja, wir hatten das in dieser Saison schon öfter, die Fortuna spielt eine schwache Halbzeit und mit etwas Glück dann eine halbwegs starke. Aber Pustekuchen, die 1200 mitgereisten Fans und die zig Milliarden Fortuna-Anhänger vor den Bildschirmen werden  enttäuscht. Direkt in der 47. Minute ist eine typische Szene zu beobachten, wie sie in diesem Spiel (und eigentlich der ganzen Saison schon) viel zu oft vorgekommen ist: Weber setzt den Gegner auf Links gut unter Druck und erobert die Kirsche, es folgt ein unpräzises Zuspiel auf Hoffer inklusive schlechter Ballannahme und der Ball ist futsch! Wenigstens steht unsere Abwehr sicher und gerade Latka mausert sich wieder zum personifizierten Bollwerk. Dresden kommt hingegen mit viel mehr Schwung aus der Kabine und bringt mit Dedic noch einen weiteren Stürmer. Wurden die sächsischen Angriffe in HZ1 zumeist über unsere linke Seite vorgetragen, so kommt in der 2.Halbzeit auch die linke Seite des Gegners in Fahrt und Levels kommt mit dem quirligen Ouali (wie auch schon im Hinspiel) ärgste Probleme. Dies wird dann auch direkt in der 55. offenkundig, da Ouali nach einer Flanke vollkommen allein gelassen in unserem Strafraum an den Ball kommt und seelenruhig zur Führung für die Gastgeber einnetzen kann. Die Dresdner wollen nun den Sack zumachen und spielen auf das 2:0. Wir, als unverbesserliche Optimisten, hatten gedacht unsere Jungs würden das Gegentor als Weckruf verstehen und endlich mal anfangen Fußball zu spielen, aber weit gefehlt: von annehmbaren Offensivaktionen ist die Fortuna so weit entfernt, wie Düsseldorf vom Himalaya! Statt dessen muss Bodzek gegen Poté auf der Linie klären und Giefer einen Ball nach dem anderen pflücken.  In der 65. Minute kommt dann das Zeichen von der Bank und es wird bei Rückstand mit Hoffer (der zugegeben ziemlich in der Luft hing) erstmal ein Stürmer ausgewechselt und dafür mit Halloran ein Flügelspieler gebracht. Sinn und Zweck sind hier darin zu sehen, dass Liendl in die Mitte hinter Benschop zieht und die Außen auch von wirklichen Flügelflitzern bearbeitet werden. Effekt? Erstmal gleich Null!

Zehn Minuten später kommt dann mit Golley doch wieder ein zweiter Stürmer auf´s Feld und ersetzt Lumpi, der sich in diesem Spiel die 5. Gelbe abgeholt hat und somit in der nächsten Partie pausieren muss. An der Darbietung ändert sich erstmal trotzdem Nix, Dresden drückt auf´s 2:0 und die Fortunen bekommen Nüscht gebacken. Wir sind bereits in der 80. Minute angekommen, als unsere Jungs endlich aufwachen und anfangen die Dresdner (die langsam müde werden) unter Druck zu setzen. Nach einem Eckball für uns startet der Gegner einen rasanten Konter und der eingewechselte Schmidgal zieht im Strafraum einem Gegner die Beine weg… dies hätte durchaus zum Elfmeterpfiff gereicht, der aber zum Glück ausgeblieben ist. Zu diesem Zeitpunkt steht das Chancenverhältnis bei 11:1 für Dresden… wir wiederholen: Dresden, nicht FCB oder eine andere Übermannschaft! Wir schreiben bereits die 90.Minute, als F95 den eigenen Mut entdeckt und die Brechstange zückt, Latka bleibt nun in der Spitze und bei Standards kommt auch „Latte“ Giefer mit in den gegnerischen Strafraum. Was wäre das für Ding gewesen, wenn Giefer mit seinem Kopfball in eben dieser 90.Minute nicht die Latte, sondern in den Torwinkel getroffen hätte? Wir denken mal: ein ganz Großes! So wird aber noch unser tschechischer Abwehrschrank zum Helden der Nachspielzeit. Liendl schießt eine Freistoßflanke in den Strafraum, Giefer zieht zwei Gegenspieler auf sich, so dass Latka vollkommen frei steht und sogar den Ball bekommt, sein Schuss wird von irgendeinem Spieler in Gelb abgefälscht und landet im Tor! Ausgleich! Was für ein Glück in letzter Sekunde!

Fazit & Ausblick

Heidewitzka, das war knapp!  Aber wir dürfen auch mal Glück haben! Schade ist hierbei nur, dass die Fortuna in der Rückrunde spielerisch doch leider sehr enttäuschend agiert. Selbst beim Heimsieg gegen Bielefeld war das Ergebnis doch eher einlullend, als ein wirklicher Beleg für überzeugenden Offensivfussball, da unsere Stürmer die beiden einzigen Chancen im Spiel eiskalt genutzt hatten. Die beste Chance für die Fortuna in Sachsen, hatte unser Torwart mit seinem Kopfball in der 90.Minute – ein Armutszeugnis für Sturm und Mittelfeld.

Andererseits hat die Fortuna nur eines der letzten acht Spiele verloren und dieses auch nur knapp beim Tabellenführer. Die Abwehr steht gut und unser Keeper gehört zu den Besten der Liga; ebenso stimmen Einsatz und Kampf. Aber um den Anhängern ein wenig Spaß zu bereiten, wäre eine kontinuierliche Entwicklung der Offensive wünschenswert. Am Sonntag gegen St.Pauli sollte sich unsere Truppe anders präsentieren, denn wenn wir wieder so auftreten wie im Sachsenland und der Gegner diesmal das Glück auf seiner Seite hat, kann es bei so einer Leistung auch leicht mal eine 0:4-Klatsche geben und dann ist das Theater wieder groß. Aber wie gesagt, wir sind unverbesserliche Optimisten und hoffen auf Besserung!

95 Olé,

Adnan & Ingo

Diesmal gibt es auch wieder eine Frage der Woche, macht mit und hinterlasst gerne einen Kommentar!

Mit drei Punkten zum Zoch!

7 Mrz

Unsere Jungs schlagen in recht „biederer“ Manier hochgradig blasse Westfalen und setzen sich von der Gefahrenzone der Tabelle etwas ab. Benschop und Hoffer treffen wieder im Doppelpack und hinten steht die Null. Na, immerhin.

Nee, nee, nee… Das Spiel in Bochum hatte uns alle doch arg genervt. Der uninspirierte „Auf-Nummer-sicher-Fußball“ hatte für einigen Unmut in den Fanforen und Facebook-Seiten gesorgt. Gleichzeitig raubte das Spiel wohl noch dem letzten Enthusiasten die Hoffnung, dass unsere Forteng diese Saison noch irgendwie oben mitspielen könnte. Das dürfte also die Erwartungen etwas senken. Doch eines war vor dem Spiel gegen Arminia Bielefeld klar: Gegner wie Bochum, Bielefeld und nun auch Dresden müssen besiegt werden, um sich ein ausreichendes Polster auf die Gefahrenzone zu sichern. Es würde also die Frage aufkommen, ob unser Chefcoach denn wenigstens gegen diese Gegner etwas offensiver spielen würde.

Aufstellung und taktische Ausrichtung

Altmeister Köstner entschied sich nach dem Schnarch-Kick gegen Bochum für eine offensivere Aufstellung für das Heimspiel gegen die Arminia. Anstelle des bisher gespielten 4-2-3-1 stellte unser neuer Trainer auf 4-4-2 mit Raute um. Für Latka (5.Gelbe) rückte Soares in die Innenverteidigung – Malezas? Nichtmal auf der Bank! Levels und Weber verteidigten außen; Fink gab diesmal den einzigen 6er, denn Lumpi  beackerte zusammen mit Erat die Außenbahnen. Liendl spielte hinter den beiden Spitzen Benschop und Hoffer, der es mal wieder in die Startaufstellung geschafft hatte – er sollte uns allen (und besonders seinem Trainer) zeigen, dass dies die absolut richtige Entscheidung war.

HZ1: The „Schnarch“ continues

Beim Einlauf in die Arena wird Neu-Gäste-Trainer Norbert Meier (völlig zu recht) herzlich von den Fortunen empfangen, aber ab Anstoß gibt es nichts mehr geschenkt. Irgendwie bekommen wir dann auch erstmal genau das geboten, was wir erwartet hatten. Unter Norbert Meier überzeugte F95 meist durch eine gute Defensive und spritzige Konter; in den ersten Spielen unter LGK war das gleiche Spielprinzip zu beobachten und da unser „Ex“ vorhat, ein Team im Abstiegsstrudel zu stabilisieren, wurde hier in guter Tradition auch erstmal auf „Hinten sichern“ gesetzt. Demnach waren die ersten 20 Minuten nicht gerade mit vielen Höhepunkten gespickt. Taktisch disziplinierter Defensivfussball auf beiden Seiten – nicht gerade ein Augenschmaus für den Spektakel-Liebhaber! Obwohl die erste halbwegs nennenswerte Chance von Christian Weber vorgetragen wird, nimmt danach doch eher Bielefeld das Heft in die Hand. Die Fortuna steht zwar noch recht sicher, aber es hagelt Standardsituationen für die Jungs von der Alm, die das Spiel immer besser in den Griff bekommen. Unsere Jungs bekommen kaum mal einen ordentlichen Angriff auf die Reihe, wieder mal zu viele Ungenauigkeiten und Fehler im Aufbauspiel. In der 34. Minute muss dann auch noch unser Kapitän mit Rippenprellung vom Platz, dafür schickt Köstner Ivan Paurevic auf’s Feld, dadurch übernimmt Lindl Lumpis Außenbahnrolle und „Paure“ rückt ins Zentrum. Nach sieben weiteren (eher unspektakulären)  Minuten gibt´s dann aus dem Nichts auf einmal Grund zum Jubeln! Der agile Hoffer steckt nach Fehler der „Biederfelder“ auf halblinks dem durchstartenden Benschop die Murmel zu –  perfekt in den Lauf – Charly nimmt den Ball an und zieht in einer Bewegung sofort ab – „Rubbeldibumms“ –  kein Strahl von einem Schuss, aber sehr platziert und schon rappelt’s  im Kasten der Arminia! Sehr schöne Vorarbeit von Jimmy und schon der 9. Saisontreffer von Benschop: so kanns weitergehen! Vor der Pause wird es aber noch mal kurz gefährlich, Gäste-Stürmer Klos knapp neben Giefers Gehäuse köpft. Doch die letzte Aktion gehört uns: Liendl zieht einen Freistoß aus spitzem Winkel scharf an den langen Pfosten, doch das Ding jagt vorbei. Jutes Jefühl – aber auch nur wegen der Führung. Sonst war es eine maue Halbzeit…

HZ2: Deckel drupp und ab zur Humba!

In der Halbzeitpause ging dann bei uns schon wieder die Sorge um: Führung zur Halbzeit = Angst vor der eigenen Courage für den Rest des Spiels! Aber diesmal sollte uns diese leidige Erfahrung (zur Freude aller Fortunen) erspart bleiben. Dem offensiven Unvermögen der Bielefelder sei es gedankt, dass diese im zweiten Durchgang wenig Gefährliches auf die Reihe bekommen sollten. Selbst Ecken und Freistöße bekamen sie nicht mehr. Immer wieder versucht die Elf von Norbert Meier Stürmer Klos mit langen Bällen in Szene zu setzen, da aber Soares und Bodzek beim Kopfballspiel ihre Stärken haben, sind die Angriffsversuche der Westfalen doch ziemlich harmlos. Besser noch, da das Defensivkonzept von Köstner aufgeht, verteidigt die komplette Mannschaft eng gestaffelt und diszipliniert, so dass die Bielefelder auf gute Distanz zu Giefer gehalten werden. Eigene Chancen spielen unsere Jungs zwar nicht wirklich heraus, trotzdem kontrollieren sie weitesgehend das Geschehen auf dem Rasen. In der 68. Minute wird es Norbert Meier dann entweder zu bunt oder zu langweilig. Auf jeden Fall bringt er mit Przybylko einen zweiten Stürmer, um an seiner alten Wirkungsstätte vielleicht doch noch etwas Zählbares mitzunehmen. Zu Chancen kommt der DSC aber trotzdem nicht.

Ganz im Gegenteil: In Minute 74 schnappt sich Hoffer auf der linken Seite einfach mal die Kugel und setzt zum Solo an. Mit nicht ganz so enger Ballführung zieht er im Tempodribbling nach innen und dabei an der überforderten Bielefelder Abwehrreihe vorbei. Am 16er angekommen, vollendet er seinen Lauf mit einem platzierten Flachschuss gegen die Laufrichtung des Keepers, der keine Chance zur Abwehr hat. Wieder ein Kullerball, aber platziert: 2-0. Nicht zu fassen: Die Fortuna macht mal den Deckel drupp! Die Gäste glauben wohl  wegen unserer Defensivstärke selbst nicht mehr an eine erfolgreiche Aufholjagd. So erleben wir eine recht enspannte Schlussphase ohne größere Höhepunkte und der Sieg wird in trockene Tücher gebracht. Tja… Und dann schallte auch endlich mal wieder „an Tagen wie diesen“ durch die Arena und eine ausgelassene Humba folgte: diesmal von Jimmy. Mit diesem Sieg hatten sich unsere Jungs dann auch ihre feucht-fröhliche Rosenmontagssause verdient!

Fazit & Ausblick

Und nochmal… Nee, nee, nee… Das war jetzt kein überzeugender Sieg. Fußball-Leckerli sehen anders aus. Letztlich haben zwei beherzte Aktionen unserer Stürmer gereicht, um Bielefeld zu besiegen. Aber nun gut – wir müssen das zu schätzen wissen. Denn immerhin hat unser Team nichts zugelassen. Und das, obwohl es gefühlt 15 gut getretene Standards in unseren Strafraum geregnet hat. Sicher, Bielefeld hat nix draus gemacht. Aber wir standen auch recht gut. Das Ziel, eine solide auflaufende Stammelf zu formieren – als Grundlage für ein selbstbewusst auftretendes Team – scheint in greifbarer Nähe. Nun hat sich Lumpi verletzt – wohlgemerkt, nach einem Faul am Gegner. Paurevic dürfte gute Chancen bekommen, ihn zu ersetzen. Beim Auswärtsspiel in Dresden wird LGK vermutlich nicht den offensiveren Halloran auf links aufstellen, während Liendl und Fink die Zentrale beackern und Hoffer und Benschop vorne stürmen. Aber man darf ja dennoch hoffen 🙂

Unter der Woche lasen wir von Trainingsverletzungen bei Weber und Bodzek. Richtig fies hat es Freund Balogun bei seinem Länderspieldebut für Nigeria getroffen: Diagnose „Mittelfußbruch“. Das gefährdet unter Umständen seinen Einsatz bei der WM. Hoffen wir für ihn das Beste. So könnte also in Dresden eine völlig neue Abwehrreihe auflaufen (von rechts nach links): Levels, Soares, Latka, Schmidtgal. Vielleicht werden die Herren Bodzek und Weber aber noch rechtzeitig fit – denn gerade bei Bodzek muss man sagen, dass der Gute sich wieder zu der Bank entwickelt, die er lange Zeit gewesen ist. Auch Fink war gegen Bielefeld mal wieder auf besserem Wege.

Schauen wir nun mal, was die Jungs am Sonntag bei Dünamö so zaubern – sicherlich eines der unangenehmeren Auswärtsspiele, denn die Dynamo-Fans sind zu Hause verdammt stimmgewaltig. Da heißt: Charakter zeigen, um die Kellerkinder der Tabelle weiter auf Distanz halten.

In diesem Sinne – 95Olé

Ingo & Adnan

Versöhnliche Punktlandung bei den Löwen

13 Feb

Unsere Jungs holen sich nach einem insgesamt soliden Auftritt einen Auswärtspunkt bei 1860 München. Nach einer voll auf Sicherheit ausgelegten 1. HZ traut sich unsere Fortuna etwas mehr und egalisiert einen Rückstand nach schönem Treffer von Ben Halloran.

Gute Güte… Diese gähnende Leere während der Winterpause. Ist das eigentlich noch zeitgemäß? In jedem Fall hat es unendlich lange gedauert. Aber nun geht es wieder los. Woche für Woche werden wir wieder das Spektakel um unsere Jungs verfolgen.

Spiele gegen 1860 sind immer unangenehm. Die Truppe ist stets ein Störenfried in den oberen Rängen der Zweiten Liga – auch wenn sie lange nichts mehr mit dem Aufstieg zu tun hatten. Ein „latenter Kandidat“ für das Aufstiegsrennen bleiben sie immer. Somit dürfte es Maßgabe gewesen sein, sich bei der Truppe von Friedhelm Funkel erst mal nach hinten zu sortieren, bevor überhaupt etwas nach vorne gewagt wird. Und es stand dabei die große Frage im Raum, was LGK in seinem Debut als Fortuna-Trainer personell vorhaben würde. Wir haben viel gelesen über die Notwendigkeit einer Hierarchie im Team. Gleichzeitig haben wir viel gelesen über die Notwendigkeit, junge Spieler heranzuführen. Doch schnell wird klar, für das eine braucht man das andere… Deshalb leuchtete schnell ein: LGK wird versuchen, unsere vermeintlichen Routiniers in die Pflicht zu nehmen. Und die Aufstellung bestätigte dies.

Aufstellung & taktische Ausrichtung

Mal wieder sehen wir eine komplett neue Abwehrreihe: Außen spielen Weber (LV) und Balogun (RV) und innen Latka (RIV) und Rückkehrer Bodzek (LIV). Besonders für Bodzek ist es sicher ein gutes Zeichen, dass Köstner ihn unmittelbar einsetzt, sobald er wieder fit ist. Er könnte durchaus ein Gewinn für den Spielaufbau sein – eine vermeintliche Schwäche von Malezas, der auf der Bank Platz nehmen musste. ZDM spielten Lumpi und Fink. Das war durchaus überraschend, da Christian Gartner sich sehr gut präsentiert hatte. Aber so stand bereits die komplette Fortuna-Routine auf dem Feld: Weber, Lumpi, Fink, Bodzek! Davor aber dann Jungspund-Alarm: Halloran und Erat wechselten sich auf den Flügeln ab. Debutant Liendl quasi als #10 und davor Charli Benschopp. Die Devise musste also lauten: In aller Ruhe hinten absichern – und aus der daraus resultierenden Sicherheit nach vorne agieren.

1. HZ:  Vorsicht ist die Mutter der Fortuna-Kiste

Sofort nach dem Anstoß wird deutlich, dass unsere Jungs erstmal darauf bedacht sind, in der Defensive nichts anbrennen zu lassen. Die Münchner beginnen ganz im Stile einer Mannschaft, die sich für Rückrunde eine Menge vorgenommen hat. Trotzdem ist beiden Teams auch erstmal die lange Pause anzumerken, denn Nervosität und Hektik im Spielaufbau ist beiden Teams in der Anfangsphase noch anzumerken. Für den neutralen Beobachter ein Albtraum von einem Fußballspiel…

Die Löwen sind aber in der ersten Hälfte eher zu einem ordentlichen Spielaufbau in der Lage; bei unseren Jungs geht es erstmal nach dem Credo: Die Null muss stehen! So kommt es dann auch, dass sich die 60er an unserer Abwehrreihe die Zähnchen ausbeißen. Wer hier aggressiver auftritt, ist jedoch sofort zu erkennen. Die Fortuna fightet – Lumpi ist mal wieder gut dabei; denn spielerisch geht nämlich zunächst gar nix. Unserem neu verpflichteten Spielmacher, Michael Liendl, ist sofort gute Ballbehandlung und Passsicherheit zu attestieren. So kommt es dann auch, dass unsere neue Nr. 5 in der 20. Minute zum ersten Mal den Schlabberbuxen-Routinier, Gabor Kiraly, mit einem beherzten Linksschuss vom 16er prüft. Der folgende Eckstoss wird dann in „altbewährter“ F95-Hinrunden-Manier abgeschlossen und endet mit einem Foul für 60, da Halloran den Gegenspieler umnietet. Das müssen wir einfach noch lernen.

Einige Minuten später wird es aber vor unserem Kasten gefährlich: Der neu Löwen-Japaner, Osako, wird in unserem 5er angespielt, aber Christian Weber grätscht den Ball mit der Rettungs-Aktion des Tages gerade noch ins Aus. Fabian Giefer beglückwünscht unser Außenverteidiger mit solch einer Inbrunst, dass ihm glatt die Sabber vom Kinn tropft! Sehr schön zu sehen, wie sich die Jungs gegenseitig stark machen. Ein paar Minuten später bekommt Bodze seine 5. Gelbe Karte gezeigt, da es dem Schiri mittlerweile zu viel geworden ist. Allerdings war der gute Herr Kampa doch sehr kleinlich in seiner Regelauslegung, denn beinahe jeder Körperkontakt wurde abgepfiffen, was bei unserer aggressiven und defensiven Spieleinstellung doch eher zum Nachteil wurde. Die erste Hälfte endet also 0:0. De Effümmenöinzisch stand in guter Ordnung und auf Sichern bedacht, sodass 1860 trotz besserer Spielanlage zu kaum nennenswerten Chancen gekommen ist.

2. HZ: Mehr Mut zum Risiko

In der Pause muss LGK bei den Jungs wohl die Handbremse gelöst haben, denn wir sehen sofort eine Fortuna, die jetzt nicht nur sicher verteidigt, sondern auch mutiger nach vorne spielt. Sofort gibt es in der 48. eine wirklich schöne Kombination über Balogun und Benschop zu sehen, die Erat aber leider übers Tor der Löwen jagt. Von den Münchnern ist in dieser Phase nach vorne nichts mehr zu sehen. Sie wirken gezähmt und wie leicht verschüchterte Schmusekätzchen. In der 55. Minute lässt unser Ösi-Regisseur Liendl seine technische Klasse mal wieder aufblitzen, zieht mehrer Münchner auf sich und schafft es trotzdem noch einen blitzsauberen Pass zu Benschop zu spielen. Der bedient direkt Lumpi und, auch wenn nur eine Ecke rausspringt, merkt man, dass sich da etwas regt im Team. Weitere fünf Minuten später ist es wieder Lumpi, der blank vor Kiraly auftaucht. Nach feinem Pass von Sturmtank Charli geht Monsieur Lambertz mittig aufs gegnerische Tor zu und verzieht aus aussichtsreicher Position leider mit seinem linken Schlappen recht kläglich rechts neben das Tor. Die beste Chance des Spiels bis jetzt…

Kurz darauf macht Löwen-Trainer Funkel beim Spielerwechsel in der 62. Minute alles richtig. Mit seinem ersten Ballkontakt schieß Moritz Stoppelkamp einen scharf angeschnittenen Flachschuss nach einem Eckball auf unser Tor. Giefer kann die fies angeschnittene Murmel nicht festhalten und 1860-Debütant Osako staubt am grätschenden Bodzek zur Führung ab! 0:1. Giefers Ding? Ja, eigentlich schon. Aber kein Fortune lässt den Kopf hängen – ganz im Gegenteil. Die Jungs scheinen zu wissen, dass hier was zu holen ist – vor allem in der 2. HZ. In der 66. vergeben wir die nächste Großchance, als Erat nach schöner Weber-Flanke von links frei im Strafraum zum Kopfball kommt. Den setzt er aber leider direkt in die Hände des Schlabberhosen-King Kiraly. Nur vier Minütchen später ist es aber soweit und wir können uns über das erste Fortuna-Tor 2014 freuen…

Halloran initiiert im Mittelfeld einen Vorstoß und passt den Ball auf die linke Seite. Während sich seine Mitspieler gekonnt die Kugel hin- und herpassen, startet er in die große Lücke des Münchner Strafraums. Am 16ner angekommen, flankt Liendl quer auf den nun frei stehenden Halloran, der die Kugel annimmt und dem anstürmenden Kiraly durch die Hosenträger spiel. Ausgleich! Voll verdient und obendrein noch schön gemacht. Unmittelbar danach zieht sich die Fortuna aber leider etwas mehr zurück und Köstners Auswechslungen bestätigen, dass man mit der Punkteteilung völlig zufrieden ist. In den letzten fünf Minuten geht das dann aber beinahe sogar noch in die Hose. 1860 möchte nun doch die drei Punkte haben und kommt zu mindestens zwei gefährlichen Abschlüssen. Doch es bleibt dabei. Ein Punkt bei den Löwen – kann man wohl machen…

Personelles & Ausblick

Ja, klar… Giefer sieht beim dem Schuss von Stoppelkamp blöd aus. Und jedes Mal, wenn seine Wechselgerüchte wieder aufkochen, geht die Fanschar sehr hart mit ihm ins Gericht. Das Ding ist definitiv sein Fehler. Den Ball fängt er wohl an anderen Tagen, aber bleiben wir fair: Er wirkte sonst im Spiel sehr sicher und kommunizierte viel mit seinen Teamkollegen. Er wirkt weit entfernt von der Aufgeregheit der Bundesliga-Rückrunde. Da braucht man sich keine Sorgen machen. Bodzek war in der ersten Halbzeit der Mann mit den meisten Ballkontakten und holte sich früh seine fünfte Gelbe Karte. Doch zusammen mit Lakta hatten sie die Defensive später gut im Griff. Balogun und Weber waren außen völlig unauffällig. Nix Tolles; nix Schlimmes! Lumpi und Fink waren für ihre Verhältnisse zuletzt wirklich verbessert. Vor allem Lumpi eroberte viele Bälle. Bei Fink bleibt es dabei: Er ist nicht der Gestalter, den einer der beiden 6er einfach markieren muss. Dazu ist er weiterhin zu langsam. Halloran und Erat haben etwas gebraucht, um ins Spiel zu finden. Doch in der offensiveren Zweiten Halbzeit kam auch über die beiden mehr. Unserer #23 wird das Tor sehr, sehr gut getan haben. Wenn die Außenverteidiger hinter ihnen etwas stärker werden, dürfte unser Flügelspiel wieder ein Kontergarant sein. Tja, und Liendl… Das war teilweise toll anzusehen. Ballbehandlung, Übersicht und Ruhe wirkten beeindruckend. Sein Assist war Zucker. Hoffen wir, dass er genau so weitermacht und in Fahrt kommt. Benschop blieb zwar insgesamt zu ungefährlich, besticht aber durch sein mannschaftsdienliches, laufstarkes Spiel. Er wird eine echte Säule für das Team bleiben.

Nach dieser Punktlandung in München darf man sich auf den nächsten starken Gegner freuen: Union Berlin. Die mischen weiterhin fröhlich in den oberen Rängen mit. Wir müssen schauen, dass wir durch weitere Punkte den Abstand nach unten vergrößern – es sind nur vier bedrohliche Punkte und ein mieses Torverhältnis. Auch gegen Union dürfte es erst mal um Sicherheit gehen. Das macht Sinn, da die Fehler in der bisherigen Spielzeit einfach zu „teuer“ waren…

Köstner muss auf Bodzek verzichten. Malezas dürfte somit wieder reinrücken. Levels hat die Gelbsperre abgesessen und wäre Kandidat für Rechts oder auch auf links. Da meldet aber auch Schmidtgal sicher Ansprüche an. Nach Gartners Verletzung dürfte klar sein, dass Lumpi und Fink wieder zentral auflaufen. Vielleicht festigt sich endlich mal eine Startformation.

Naja, warten wir’s ab – dauert ja gar nicht mehr so lange.

In diesem Sinne – 95 OLÉ

Ingo & Adnan