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Ein Sieg ist ein Sieg ist ein Sieg!

19 Okt
Unseren Jungs gelingt endlich wieder ein Heimsieg. Keine Gala, nein. Aber vom Spirit her 100%ig bei der Sache überzeugt unser Team gegen harmlose und limitierte Bielefelder.
Der Krampf hatte uns längst eingeholt. Wieder mussten wir während einer Länderspielpause hoffen, dass sich etwas tut bei der Forteng und endlich Wege gefunden werden, Lockerheit, Zuversicht und Teamgeist in diese Mannschaft zu impfen. Doch dann ist da dieser Lärm im Vorstand des Vereins. Kaum einer blickt da noch durch und wir erleben den klassischen Fall, dass ein unruhiges Umfeld in der Vereinsführung sich negativ auf die Saison auswirkt. Die Stimmung unter den Fans ist angespannt, und auf dem Platz will der Knoten einfach nicht platzen. Schon wieder so unendlich viele Dinge, um die man sich Gedanken machen muss, statt sich einfach nur auf 34 Saisonspiele zu freuen. Nun denn – das ist Fortuna; auch 2015. Da müssen wir jetzt durch. Ein Blick auf die Aufstellung machte deutlich, dass Kramer sich ebenfalls ein paar Gedanken gemacht hatte…
Aufstellung und Taktik
Für die dringend nötigen Optimierungen zauberte Coach Kramer einige Änderungen in der Startaufstellung aus dem Hut. Bereits in der Viererkette gab es ersten Änderungen. Als RV begann Julian Koch und Schauerte wurde auf die linke Seite verschoben; die Innenverteidigung bildeten die Routiniers Haggui und Bodzek, der nun erst mal Strohdiek verdrängt zu habe scheint. Auf der Bank fand man keinen Lukas Schmitz – hier wird gerüchteweise gemunkelt, dass es zwischen Schmitz und Kramer gekracht hatte! Im Mittelfeld wurden unsere Fortunen auch ordentlich durcheinandergewürfelt; zentral standen Sobottka und Dermirbay und auf den Außenpositionen kehrten die beiden Tempomacher Bolly und Sararer zurück. Durch die Aufstellung der beiden Stürmer Pohjanpalo und Ya Konan ergab sich somit eine 4-4-2 Formation – ohne 10er, mit zwei Stürmern. Und wir erlauben uns zu schreiben, dass wir genau diese Formation zuletzt gefordert hatten 🙂 Unser Ex-Trainer Norbert Meier – mit Applaus begrüßt – und seine Aufsteigertruppe aus Bielefeld bot keine allzu bekannten Namen auf. Außer dieser Riese Klos vorne, der schon die ein oder andere Bude gemacht hatte. Auf dem Papier also mal wieder eine eindeutige Sache.
 
HZ1: Der Selbsttunnel
Der Spielstart ist dann wirklich keine große Überraschung – Bielefeld zieht sich weit zurück, überlässt der Fortuna mehr oder weniger das Spielfeld und hofft darauf, dass unsere Jungs wie in den Spielen zuvor gegen „Maurer“ verzweifeln und die Gäste somit selbst durch Konter zum Erfolg kommen können. Die Fortönn macht aber zunächst erstmal selbst einen gemächlichen Eindruck und rennt nicht wie in den letzten Spielen krampfhaft nach vorne, um sofort den Sieg erzwingen zu wollen. Daraus ergeben sich erstmal 20 Minuten Mittelfeldgekicke ohne nennenswerte Chancen. Zumindest ist aber zusehen, dass sich die Jungs ins Zeug legen und konzentriert sind. Beide Teams werden nach und nach wacher. Innerhalb von zwei Minuten bollert erst Linksfuß Demirbay zum ersten Mal nennenswert auf den Kasten von Gästekeeper Hesl und im direkten Gegenzug muss auch Rensing zum ersten Mal in diesem Spiel einen Kopfball aus kurzer Distanz parieren.
Wenig später gibt es dann endlich Dank Ballkünstler-Sercan Grund zum Jubeln! Zusammen mit Julian Schauerte setzt sich der Deutsch-Türke auf der linken Seite durch und zwei Bielefelder beteiligen sich freundlicherweise  (aber wohl unfreiwillig) am Kombinationsspiel, da ihre Klärungsversuche wie perfekte Zuspiele auf die beiden Fortunen wirken. Am Ende dieser etwas kuriosen Kombination tankt sich Sararer bis zur Grundlinie durch und läßt ein flaches Zuspiel in die Mitte folgen; der Winkel ist für einen gefährlichen Pass in den Rücken der Abwehr eigentlich schon viel zu spitz aber wir können uns über die freundliche Beihilfe des gegnerischen Keepers bedanken, da sich Hesl nach der Hereingabe Sararers mit der eigenen Hacke irgendwie selbst tunnelt und die Kirsche im Tor versenkt. So was nennt man: Tor erzwingen. Bravo, Sercan!
Ein paar Minuten später „feiern“ wir den obligatorischen Alu-Treffer des Spiels, als Schauerte deftig aus der 2.Reihe drauf pöhlt. Leider schmettert das Pfund gegen die Latte – schade! Die Gäste probieren es nun hin und wieder auch mal mit einem Torabschluss aber Rensing ist auf dem Posten und auch die Feldspieler schmeißen sich im Kollektiv zum Blocken bereitwillig in die abgegebenen Schüsse der Gäste. So passiert dann bis zum Pausenpfiff nicht mehr besonders viel Erwähnenswertes, da auch die Offensivbemühungen (besonders durch Unruheherd Sararer) der Fortuna nicht Zählbares mehr hervorbringen.
HZ2: Als Team die Führung verteidigt
Die Teams kommen unverändert aus der Kabine; zumindest was des Personal betrifft, denn in puncto taktischer Marschroute kann man schon die ein oder andere Änderung wahrnehmen. Bielefeld versucht nun selbst, das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen, während die Fortuna auf Konterspiel setzt. Bis aber mal gefährliche Konterattacken durch Demirbay und unseren Didi zu Ende gespielt werden, dauert es bis zur 70. Minute. Dass diese dann nicht von Erfolg gekrönt sind, liegt am guten Gästekeeper Hesl. Auf der anderen Seite verteidigt die Fortuna als Team und macht es diesmal richtig gut. Zwar kommen die Bielefelder ein paar Mal zum Torabschluss, aber spätestens bei Rensing ist Schluss – der Mann ist wirklich konstant eine Bank. Die beste Chance der zweiten Hälfte sollte dann unser „Iceman“-„Palimpalim“ Pohjanpalo beisteuern, der in der 86. Minute nach einem dynamischen Lauf aufs Gästetor zimmert, aber Torhüter Hesl nicht überwinden kann.
Da eine Ein-Tore-Führung immer eine gewisse Unruhe in der Schlussphase mit sich bringt, sind wir heilfroh darüber, dass die Fortuna sich diesmal eben NICHT den Schneid am Ende abkaufen lässt, sondern genau das zeigt, was wir sehen wollen – leidenschaftlichen Kampf! Die Jungs unterstützen sich gegenseitig und bügeln etwaige Fehler des Mitspielers bereitwillig aus! Coach Kramer entschließt sich in der Schlussphase dann dazu die Kampfkraft des Teams zu erhöhen und den Fortuna-Beton zu kräftigen und bringt mit Akpoguma und Strohdiek weitere Absicherungen. Auch Fink soll das defensive Mittelfeld stärken und macht es diesmal wieder richtig klasse. Wie wichtig dieser dreckige Sieg für den Teamspirit und die Ruhe in der Mannschaft und im Verein ist, kann man jedem einzelnen Spieler am Gesicht ablesen. Dass dies aber nur EIN Schritt in die richtige Richtung ist, scheint diesmal jedem klar zu sein, da Aussagen über Siegesserien etc. nicht getätigt wurden!
Szene des Spiels
Diesmal hat Ballkünstler-Sercan die Szene des Spiels geliefert. In der ersten Hälfte – es war nach seinem Tor – bekam er ein weites Zuspiel aus dem rechten Flügel. Der Ball kam hoch und war lange unterwegs. Während die Kugel auf dem Weg zu ihm war und er sich auf die Annahme vorbereite, winkte er in derbst cooler Manier Schauerte aus der Außenverteidigung zu sich heran, damit dieser ihn direkt überlaufen kann. Nach gelungener Annahme rechnete so ziemlich JEDER (inkl. uns) mit einem Pass in den Lauf von Schauerte. Doch Sercan schob die Kirsche in die Mitte, wo sowohl Pohjanpalo als auch Ya Konan, wenn sie denn bloß aufmerksam gewesen wären, frei in Szene gesetzt worden wären. Dies ist so ein genialer Moment, der nur dann funktioniert, wenn das im Team jemand antizipiert. Wir können hoffen, dass das noch kommt. Aber es macht auf ein Neues deutlich: Sercan ist immer für ein geiles Ding gut.
Personelles & Fazit
In diesem Spiel konnten eigentlich alle überzeugen. Rensing auf der Linie bärenstark. Koch machte seine Sache als RV unauffällig. Dass über rechts nicht viel ging, hat aber natürlich auch mit ihm zu tun. Bodzek bot eine ordentliche Partie und hat teilweise gute lange Bälle auf Sararer gespielt. In dieser Form, dürfte er Strohdiek auf die Bank verweisen. Schauerte war zusammen mit Sercan Aktivposten auf Links. Sobottka gehörte zu den Gewinnern dieser Partie. Gutes Auge, unauffällig, aber beherzt ging er zur Sache. Der wird in seine Rolle reinwachsen. Demirbay defensiver aufzustellen, hat sich ausgezahlt. Er konnte wesentlich früher im Spielaufbau das Spiel an sich reißen. Sein Wechselspiel mit Sobottka funktionierte gut. Bolly war unauffällig, hat aber fleißig hinten ausgeholfen. Ihm hat nach vorne der Druck des RV gefehlt – sehen wir es Koch als RV-Debüttanten nach. Pohjanpalo und Ya Konan waren beide sehr viel unterwegs. Sie verteidigten sehr gut mit, ließen nach vorne bis auf wenige Szenen jedoch Torgefahr missen. ABER – auch sie beteiligten sich am kompakten Defensivspiel, was diesmal ein Erfolgsgarant war. Von den Einwechselspielern möchte wir Fink hervorheben. Er packte zwei Mal seine unnachahmliche Grätsche aus und leitete bei einer Szene auch eine gute Torchance ein, indem er einen Traumpass auf Pohjanpalo spielte, der jedoch von den Verteidigern gestellt wurde.
Es gab sehr viel Positives und nur wenig zu meckern. Das ist ein erheblicher Fortschritt. Ein Sieg ist und bleibt ein Sieg. Egal, ob es nun ein Eigentor war, Bielefeld harmlos spielte, oder was auch immer… Solche Spiele haben unsere Jungs auch schon verloren. Daher sagen wir: einfach nur stolz auf diesen Sieg und die Mannschaft sein. Und weil es so schön ist, dann bitte Freitag Abend gegen den letzten Rotz von einem Reagenzglasclub aus Leipzig auswärts punkten.
In diesem Sinne – 95 Olé,
Ingo & Adnan

Viel Aufwand, kein Ertrag

25 Aug

Unsere Fortuna verwöhnt uns leider wieder nicht mit den nötigen Punkten. Trotz wirklich ansprechender Leistung in der zweiten Hälfte, zeigt uns das Glück derzeit die kalte Schulter und läßt unsere Jungs links liegen. Beim Heimspiel gegen Bundesliga-Absteiger SC Freiburg hätten wir gerechterweise  einen Punkt verdient gehabt, mindestens.

Tja, aber mit der Gerechtigkeit beim Fußball  ist das so eine Sache, denn es gibt sie einfach nicht! Vor dem Spiel wurde in der kompletten Kurve die etwas verspätete Geburtstags-Choreo zelebriert – was für ein Anblick! Der Support für unsere Jungs war wieder großartig, trotzdem sollte die Fortuna wieder die gleichen Probleme offen zur Schau stellen, wie in den letzten Begegnungen – fehlende Präzision!  Dazu noch weit und breit kein Glück in Sicht, aber eins nach dem anderen.

Aufstellung und Formation

Nachdem sich Herr Liendl offenbar dazu entschieden hat zu den Blauen nach München zu wechseln, fehlte er beim zweiten Heimspiel der Saison in der Aufstellung der Fortuna. Im Tor begann wieder Rensing; die Abwehrkette bildeten Schauerte, Haggui, Strohdiek und Schmitz – hier gab es also keine Änderungen. Im zentralen Mittelfeld liefen Bodzek und Koch auf und die rechte Seite wurde von Flitzer Bolly beackert, links machte Axel den Axel. Somit verschob sich Sararers Aufgabenbereich also mehr in Mitte, als falsche Neun, richtige Zehn oder was auch immer, auf jeden Fall sollte er van Duinen in Szene setzen, der als Sturmspitze begann. Bei Freiburg saß Torgarant Petersen auf der Bank, trotzdem standen aber einige Jungs in der Startelf, deren Namen dann doch ein Begriff sind,  zusätzlich schickte Gästetrainer Streich auch einige Greenhorns auf den Platz.

HZ1: ….und immer die gleiche Leier

Bei schönstem Bade-Wetter geht´s also los; nach dem Anpfiff bekommen wir von beiden Teams erstmal zögerliches Abtasten und wenig Risiko zu sehen, man merkt beiden Mannschaften den gegenseitigen Respekt an. Zudem gibt´s es immer wieder die typischen ich-schlag-mir-mit–der-flachen-Hand-vor-die-Stirn-Momente, da es viele unnötige und fast schon dämliche Fehlpässe in Reihen der Fortuna gibt. So dauert es also eine gewisse Zeit, bis wir in den Genuss der ersten Chance kommen. In der 18. Minute bollert Sararer nach schönem Zuspiel einfach mal drauf, aber SCF-Keeper Schwolow hält problemlos. Das Spiel wird nun munterer und unserer Jungs scheinen die Anfangs-Nervosität abzulegen, leider kommt aber nun auch Freigurk ins Rollen und die Partie wird intensiver. In der 33. Minute schaut es dann zuerst ganz gut aus, da wir einen Freistoß in Strafraumnähe zugesprochen bekommen. Was dann passiert, haben wir in unseren Spielberichten leider schon zu oft beschreiben müssen: Freiburg fängt den Freistoß ab und leitet blitzschnell den Konter ein. Bodzek hat noch die Chance das zu tun, was er am besten kann, nämlich den Gegner unsanft abzuräumen und sich wegen taktischen Fouls die Gelbe Karte abzuholen. Diese Chance läßt er aber leider verstreichen, so dass das Unglück seinen Lauf nimmt. Da sonst fast alle Fortunen aufgerückt sind, haben unsere verbliebenen Abwehrrecken in der Rückwärtsbewegung gegen die schnellen Freiburger keine Schnitte. Unsere rechte Seite ist komplett frei und Grifo knallt die Kugel zum 1:0 für die Gäste in die Maschen.

Nach der Ernüchterung macht uns aber die Körpersprache unsere Jungs Mut! Zwar ist deutlich zu sehen, dass sie sich über den Gegentreffer ärgern, aber keiner läßt den Kopf hängen. Freiburg will aber anscheinend den Sack zumachen und drückt auf den zweiten Treffer. Da die Breisgauer nette Gäste sind, wiederholen sie unsere Fehler vor dem 1:0 und interpretieren dies auf ihre Weise. In der 37. Minute gibt es nämlich eine Ecke für den SCF, die aber dann im Ausgleichstreffer für uns endet. Nach dem mißglückten Eckstoß kommt Sararer ans Spielgerät, dieser sieht, dass Mathis Bolly den Turbo zündet und schickt den norwegischen Ivorer mit einem schönen Steilpass auf die Reise gen Freiburger-Tor. Bolly nutzt seinen Geschwindigkeitsvorteil und rennt mit Ball der kompletten Freiburger Hintermannschaft davon. Schön auch, dass Mathis den Konter perfekt abschließt und es nun 1:1 steht. Wir schöpfen Hoffnung! Aber nur drei Minuten später brechen wir ins Essen, da Freiburg erneut die Führung gelingt da Höfler vom Strafraumeck die Kugel einfach mal an Rensing vorbei in den Winkel schlenzt. Eigentlich ´ne schöne Bude, wenn sie nicht gegen uns gefallen wäre! Hinzu kommt noch, dass kurz vor der Halbzeit Julian Koch ganz böse umknickt und ausgewechselt werden muss. Dann ist Pause und wir sind genervt!

HZ2: Außer Spesen nix gewesen!

Zur zweiten Hälfte stellt Kramer erstmal einiges um und macht dabei vieles richtig. Es ist schon eine recht mutige Entscheidung, die Doppel-Sechs aus Neuling Sobottka und Lukas Schmitz zu bilden, denn Bodzek wird nach seiner wenig überzeugenden Leistung ausgewechselt. Dafür kommt Ya Konan ins Spiel, Sararer wechselt auf den linken Flügel und Axel übernimmt die nun vakante Position des LVs. Der weitere Spielverlauf sollte dem Trainer Recht geben, dass diese Umstellungen genau richtig sind. Unsere Jungs machen nun ordentlich Alarm und dominieren die Gäste, die sich kaum noch befreien können. Bellinghausen axelt weiter wie ein Bekloppter, Sararer spielt die Gegner schwindelig und die neue Doppel-6 bestimmt den Rhythmus des Spiels, als würden die Zwei schon seit Jahren zusammen spielen.

Der Sturmlauf der Fortuna trägt dann in der 58. Minute auch endlich Früchte, Sararer geht in den Strafraum, legt sich den Ball auf den rechten Fuß und sein Gegenspieler läßt den halbspanischen Deutsch-Türken über die Klinge springen – klarer Elfer! An dieser Stelle hätten wir uns nun den ferngebliebenen Liendl als sicheren Elferschützen gewünscht. Aber der Gefoulte tritt selber er und belegt die alte Fußball-Weisheit. Der Schuss von Sararer wirkt, als wolle er gar kein Tor erzielen und das tut er dann auch nicht. Die große Chance auf den Ausgleich ist erstmal dahin!

Es ist aber toll zu sehen, dass sich unsere Jungs nicht beeindrucken lassen und weiter Gas geben, sie ziehen ein richtiges Powerplay auf und lassen die Freiburger kaum Luft holen. Sie erspielen sich einige Halbchancen, richtig zwingend wird es dann aber erst wieder in der 75. Minute, als nach einem Eckball Strohdiek an die Latte köpft; nur zwei Minuten später legt van Duinen dann unserem Didi den Ball perfekt im 16er auf, der Ivorer gehrt volles Risiko und ballert volle Möhre drauf – wieder Latte! MAAAAAAAAHHHHN! Es ist zum Mäuse melken, dass sich unsere Jungs nicht für ihren Aufwand belohnen! Sie spielen Freiburg an die Wand, Kramer bringt mit Pohjanpalo noch Stürmer #3 auf den Platz aber der Ausgleichstreffer will einfach nicht gelingen!

Szene des Spiels

Mhm, das war wohl leider der vergebene Elfer. Sercan Sararer hat den Strafstoß super rausgeholt und wenn er getroffen hätte, wäre der Ausgleich wohl nur der Auftakt zu weiteren Buden gewesen, aber hätte, hätte, Fahrradkette und wenn das Wörtchen wenn das Wörtchen wenn nicht wär´, dann wär mein Papa Millionär, blablablupp….

Fazit

Wir hoffen, dass die Fortuna den gezeigten Spirit der zweiten Hälfte aufrecht halten kann, denn was wir da geboten bekommen haben, macht Mut für die restlichen 30 Saisonspiele. Einsatzbereitschaft, Leidenschaft und Moral haben absolut gestimmt, ebenso wie die konditionellen Grundlagen, denn unsere Jungs konnten bis zum Ende der Partie Vollgas geben. Auch das spielerische Element ist bisweilen schon richtig ansprechend. Leider fehlt aber noch genau das, was wir schon seit Wochen bemängeln: fehlende Präzision und Konzentration bei der letzten Aktion. Aber: dies kommt leider auch nicht von ungefähr, denn man merkt den Jungs einfach an, dass diverse Automatismen einfach noch fehlen, bzw. noch nicht richtig sitzen. Sei es beim Umschaltspiel, dem Halten und belegen von Positionen oder auch dem Kombinationsspiel. Dass es hier noch das ein oder andere Problem gibt, ist aber auch nicht verwunderlich, denn zu vieles ist neu; der Trainer, inklusive Spielphilosophie sowie die knappe Hälfte des Kaders. Das muß sich erstmal alles finden und neue Abläufe müssen im Training einstudiert werden, damit sie zu Automatismen werden können, die dann während der Spiele greifen. So schwer es auch fällt, aber alle Fortunen brauchen nun Geduld, die Jungs auf dem Platz, die Entscheider im Vorstand und Aufsichtsrat, das Trainer-Team auf der Bank, die Presse und natürlich auch wir Fans, denn Umbruch braucht Zeit!

Das hat uns nicht gefallen

Langsam werden wir müde, es immer wieder zu erwähnen…. Die Mannschaft muss sich mehr belohnen und Tore erzielen. Dieser Neuaufbau unter Kramer zeigt sehr viele gute Ansätze, aber wenn die Erfolgserlebnisse fehlen, schlägt die Stimmung irgendwann um und das kann wirklich keiner gebrauchen.

Das hat uns gut gefallen

Ganz klar, die Einstellung in der zweiten Hälfte! Alle haben gefightet bis zum Umfallen – so sollte es sein. Axel Bellinghausen ist das beste Beispiel für diesen Spirit, darum sind wir hier mal ganz klar für die Aufnahme des Verbs „axeln“ in den Duden, mit der Bedeutung, sich wie von Sinnen kämpferisch auf dem Platz zu zerreißen, zlatanisieren gibt es ja immerhin auch schon 😉

Darum bitte, bitte, bitte: Macht die Buden, Jungs! Belohnt Euch für Eure Arbeit!

So am kommenden Sonntag stehen Nürnberger Rostbratwürstchen auf dem Speiseplan – macht se doch einfach ma feddich!

95 Olé!

Adnan & Ingo

PS: Ach ja, die causa Liendl… Boah, echt kein Bock, dieses Fass auch noch aufzumachen… Uns ist nur wichtig, dass auf diese seltsam anmutende Geschichte ein SCHRITT NACH VORNE folgt. So, das war’s jetzt aber!

Erst Last-Minute-Frust, dann Last-Minute-Lust

23 Dez

Während unsere Fortuna in Braunschweig in letzter Sekunde die Niederlage eingeschenkt bekommt, beschert sie sich selbst und uns allen vorweihnachtlichen Siegesjubel in letzter Sekunde gegen Union.

Was es bedeutet, Fortuna-Fan zu sein, durften wir in den letzten Tagen des Fußballjahres 2014 mal wieder leibhaftig erleben. Frust und Enttäuschung wechseln sich ab mit Freude und Stolz. Wir waren frustriert, dass unser Team in augenscheinlich leichtfertiger Manier einen soliden Tabellenplatz #2 einfach so hergab.

Wir waren enttäuscht darüber, dass unsere Mannschaft sich irgendwie gehen ließ und die vielen, vielen Patzer der Konkurrenz nicht dazu nutzte, sich auf einem Aufstiegsplatz festzusetzen. Ja, verdammt. Wir reden hier von Aufstieg. Denn die Mannschaft hat über weite Strecken der Hinrunde sehr ordentlichen Fußball geboten, der zumindest in der Zweiten Liga der absoluten Spitzengruppe zuzuordnen ist. Doch dann kamen eben erst holprige oder (positiver formuliert) „dreckige“ Siege und plötzlich setzte Punktverluste und gar Niederlagen nach 10 Spielen ohne Nullnummern.

Wir sind jedoch weiterhin froh darüber, dass unser Team oben mitspielt. Trotz der peinlichen Pleiten gegen Sandhausen und Aalen, und der durchaus vertretbaren Niederlage in Braunschweig bleiben wir auf zwei Punkte am direkten Aufstiegsplatz dran. Und wir können wirklich stolz sein auf eine Mannschaft, die in der letzten Partie gegen Union wirklich den Sieg erzwungen hat. Dabei war die Strategie nicht frei von Risiko.

Oliver Reck hat nach der 60. Minute voll auf Sieg eingewechselt. Er nahm Liendl raus, obwohl dieser zwei gute Torabschlüsse vollbracht hatte. Doch er wechselte mit Mathis Bolly den Matchwinner ein. Zwei Mal hat der junge nach sehenswertem Antritt fulminant mit links abgeschlossen. Das zeugt von gesundem Selbstbewusstsein und absoluter Entschlossenheit. Zudem spielte er ein, zwei richtig gute, Spiel eröffnende Pässe in seiner kurzen Einsatzzeit. Sein zweiter linker Hammer war leicht verdeckt und zudem diesmal aufs kurze Eck gezielt. Der ansonsten großartig parierende Haas war chancenlos – als er die Kirsche sah, war es schon zu spät. Der Torjubel entschädigte dann fast schon für all das Gegurke, das unsere Forteng in den vergangenen Wochen gerne mal aufbot. Die Spielertraube gehört einfach zu den schönsten Dingen im Fußball.

Überhaupt muss man sagen, dass die Mannschaft einen erstaunlichen Siegeswillen offenbarte. Sie haben offenbar von dem Spiel in Braunschweig gelernt. Denn da merkte man in der Schlussviertelstunde, dass die Heimmannschaft voll auf den Dreier geht. Und da wurde unsere Abwehr dann doch überrannt. So ähnlich war es auch gegen Union. Denn als dieser nicht zu bändigende Wille plötzlich da war – und nein, er kam nicht erst auf, als Liendl draußen war; er war Teil dieses Zugs zum Tor – wurde Union immer dichter hinten reingedrängt und unser Team erspielte sich endlich auch mal Chancen.

Genau diese Durchschlagskraft und Kreativität hat in den letzten Wochen absolut gefehlt. Völlig ohne Ideen versuchte unsere Truppe immer wieder mit langen Bällen das Mittelfeld zu überbrücken. Hoffer ist für so was zu klein. Benschop braucht bei der Ballannahme gefühlt 5 Meter Radius – einzig Pohjanpalo (BESTER Mann gegen Union) kann solche Bälle gut verwerten. Was uns gegen Braunschweig überhaupt nicht gelingen sollte, war immerhin in der letzten halben Stunde der Partie gegen Köpenick City dann im Minutentakt zu sehen. Bolly spielte hierbei eine beeindruckende Rolle. Sein Antritt ist wirklich nicht zu verachten. Schon bei seiner Einwechslung in Bochum brachte er enormen Druck rein. Bleibt zu hoffen, dass er das mal konstant abruft.

PERSONELLES & AUSBLICK

Wagen wir mal einen Rundumschlag aus den beiden Spielen und nehmen unsere Jungs im Einzelnen unter die Lupe:

Unnerstall sah gegen Braunschweig bei beiden Gegentoren nicht gut aus. Beim 0-1 steht er dermaßen breitbeinig vor dem Gegner, dass der Tunnel fast schon zwangsläufig passieren musste. Und beim 1-2 reagiert er gar nicht erst – schon klar, den mit dem Fuß zu parieren, wäre schon weltklasse, aber wir hatten schon mal einen 1,97m Goalie, der solche Dinger auch mal pariert hat. Gegen Union war er wenig gefordert. Aber als Fazit seiner Einsatzzeit würden wir dazu tendieren, zu sagen: Rensing sollte nach Genesung wieder rein. Wir sind on jedem Fall aber weit entfernt von einem Torwart-Problem.

Schauerte hat sich zu einer Konstante entwickelt und spielte auch gegen Braunschweig und Union so. Ihm fehlt aber nach wie vor der kongeniale Partner auf dem Flügel – einer, mit dem er sowohl nach vorne als auch nach hinten die Aufgaben verteilen kann. Und, der Junge braucht Konkurrenz. Sonst wird er sich nicht verbessern. Erat spielte nach seiner Einwechslung auf der Position. Vielleicht wäre es den Versuch wert, unsere #25 umzuschulen? Auf der offensiveren Flügelposition war er nämlich bislang diese Saison zu harmlos – nach hinten aber fleißig.

Soares hat nach seiner persönlichen Krise und der Rückkehr ins Team eigentlich nur noch überzeugt. Seine Partie gegen Braunschweig dürfte zu seinen stärksten gehört haben. Er gewinnt alle Kopfballduelle, steht meist goldrichtig. Nur das Aufbauspiel ist nicht seins. Aber da haben wir alle wohl insgesamt eine Sorgenfalte weniger. Mit ihm stabilisiert sich unsere Abwehr.

Tah wirkte auf der 6er-Position etwas verloren. Es leuchtet aber wohl jedem ein, dass das schlicht und ergreifend an der neuen Aufgabe lag. Seine Zweikampfwerte waren schon gegen Braunschweig sehr gut, obwohl er leider den einen entscheidenden vor dem 0-1 gegen Unsympath Nielsen verlor. Wir freuen uns auf die verbleibende Zeit mit ihm.

Bodzek hat sich glücklicherweise schon gegen Braunschweig – aber auch gegen Union – wieder gefangen. Es war ja schon zum Haare raufen, was er sich gegen Fürth, Aalen und Sandhausen geleistet hatte. Er kriegte die Aufgabe als Linksverteidiger (zumindest die Defensivaufgaben) gut hin und spielte auch wieder ordentlich in der Innenverteidigung. Trotzdem scheint derzeit das Duo Soares-Tah etwas stärker zu sein. Schwierig für Reck – immerhin ist Bodze unser Captain.

Axel bekam sehr viel zu tun, weil unsere Gegner ganz offensichtlich diese Abwehrseite seit der Verletzung von Schmitz als Schwachstelle ausgemacht haben. In Braunschweig war Axel nicht dabei (nur kurz zum Ende der Partie), aber gegen Union spielte er solide. Sein Volldampf nach vorne kam aber selten auf. Vielleicht tut ihm die Pause jetzt ganz gut. In jedem Fall war sein Spirit wieder voll zu spüren.

Pinto hat wegen der 5. Gelben Karte gegen Union gefehlt. Gegen Braunschweig ließ er wieder manche Qualitäten missen – im Passspiel, bei der Pflicht, Ruhe in den Spielaufbau zu bringen. Da fehlt auch noch bei ihm die Konstanz. Als Typ halten wir ihn aber für eine absolute Bereicherung. Und er hat in vielen Partien (den vielen Spielen, bei denen wir Rückstanden hinterherlaufen mussten) für den richtigen Kampfgeist gesorgt. Das tut dem Team gut.

Avevor dürfte insgesamt zu den absoluten Gewinnern der Hinrunde gehören. Gegen Braunschweig war er der Einzige, der wirklich überzeugen konnte. Viele Bälle erobert, sehr gut behauptet und manchmal auch gute Pässe gespielt – da gibt es aber noch Luft nach oben. Seine Verletzung war daher sehr schade – so musste sein Buddy Tah ran; und der konnte ihn natürlich nicht ersetzen. Unsere #5 ist ein echt guter Ty

Liendl ist schon eine Nummer für sich. Kann man sich leisten, so jemanden mal auf die Bank zu setzen? Ihn nicht spielen zu lassen? Er ist einfach der Typ Spieler, dem 9 von 10 Aktionen misslingen, doch die 1 kann ein Tor oder ein Assist sein. Sprich: wenn man ihn nicht bringt, wird man die 1 Szene eben nicht zu sehen bekommen. Davon haben wir aber zuletzt zweifelsohne zu wenig gesehen. Und deshalb musste er trotz seiner guten Abschlüsse auf die Bank und Bolly hat ihm dann gezeigt, wie es eben gehen kann. Reck wird sich um Liendl kümmern müssen. Jeder weiß, was unser #10er kann – er muss es nur wieder abrufen können.

Gartner spielte gegen Union wieder viel besser. Unvergessen, wie er nach seinem großen Bock im Mittelfeld (fürchterlicher Fehlpass) wie von der Tarantel gestochen, hinter dem Berliner hinterherrante und mit ein wenig Mithilfe seiner Abwehrreihe die soeben verlorene Pille zurück eroberte. Anspielbar ist er auch – bewegt sich unheimlich viel. Das Auge für die „großen“ Pässe hat er – in der Umsetzung scheint es aber noch zu hapern. Nun denn – mit 21 Jahren ist man zwar im Fußball heutzutage schon nicht mehr „Jungspund“, aber es ist jawohl klar, dass so einer noch sehr viel Entwicklungspotenzial hat. Auf datt da noch watt kütt!

Halloran wacht so langsam aber sicher aus seinem post-WM-Dornröschen-Schlaf auf. Er war sicher kein Highlight gegen Braunschweig trotz seiner Bude. Und gegen Union war er nicht mehr als „sehr bemüht“. Aber er wirkt nicht mehr apathisch und etwas entschlossener in seinen Aktionen – auf dass er in der Winterpause zu alter Form findet. Und er muss verdammt nochen’s mehr nach hinge donn…

Golley war Teil des Offensivwahnsinns, den Reck zum Ende der Partie gegen Union noch aufbot. Hoffentlich HOFFENTLICH haben ihm diese Einsatzminuten gut getan. Er hat doch zum Ende der letzten Saison so viel Alarm gemacht. Wir wünschen uns sehr, dass er dieses Talent in sich wiederfindet und auf den Platz bringt. Seine Überraschungsaktionen und genialen Momente könnte unser Team noch vorne gut gebrauchen.

Benschop zeigte sich zuletzt eher von seiner harmloseren Seite. Umständlich in der Ballbehandlung und daher leicht zu verteidigen. Ihm sollte weder nach der Einwechslung in Braunschweig noch gegen Union Nennenswertes gelingen. Da er aber viel unterwegs ist, macht er die Abwehr müde und schafft Freiräume. Gegen Union war das mit ein Grund, warum die Berliner Abwehr zum Ende hin nicht mehr hinterher kam. Kurzum: Er braucht wieder mehr Tore.

Pohjanpalo war für uns „man of the match“ gegen Union Berlin. Er hat viele hohe Zuspiele verwaltet (= erobert und abgelegt), Spiel eröffnende Pässe gespielt und auch mal drauf gehalten. Gegen Braunschweig konnte er nicht glänzen – machte aber deutlich, dass er da vorne gefährlicher ist als Hoffer. Somit ist das Stürmerduo Benschop-Pohjanpalo in vielerlei Hinsicht das Stärkste, was wir derzeit aufbieten können.

Wir sind gespannt, was es ausmachen wird, wenn Lukas Schmitz wieder fit ist. Ebenso die Frage nach der Rückkehr der Langzeitverletzten Fink und Schmidtgal. Letzterer wird es enorm schwer haben. Nicht nur seine Verletzunganfälligkeit, sondern auch die starken Leistungen von Schmitz und Axel jeweils alleine auf links oder aber als „LuXel“-Duo auf links sprechen nicht unbedingt für ihn – so sehr es einem um ihn leid tut…

So, jetzt läuten aber schon die Weihnachtsglocken. Das FUPPES95-Duo INGO&ADNAN wünscht Euch allen Rot-Weiße Weihnacht (sofern Ihr es feiert) und kündigt an, sich in der Winterpause mit einer generellen Bestandsaufnahme und Wünschen für die verbleibende Rückrunde zu melden. Da haben wir alle ja bekanntermaßen dezidierte Meinungen und Vorstellungen 🙂

In diesem Sinne – Ho ho ho & 95OLÉ

Adnan & Ingo

Mit 2:0 aus der Mini-Krise

16 Dez

Unsere Jungs holen einen Sieg, der von der Bedeutung wichtiger ist, als die drei Punkte, die er beschert.

Was hatten wir zuletzt schlechte Laune – und zwar völlig zurecht. Ganz seltsame Auftritte unserer Mannschaft hatten schon dazu geführt, dass manche aus der Fangemeinde unser Team für überschätzt hielten. Voreilige Schlüsse? Unnötige Panik? Wie sollen wir auch damit klarkommen, wenn unser Team plötzlich derartige Leistungsgefälle zeigt. Nach der Partie in Frankfurt scheint die Panik verflogen. Die Mannschaft hat sich zumindest mal stabilisiert. Dabei hatte Monsieur Chefcoach gar nicht sehr viel geändert – dafür aber offenbar chirurgisch präzise ein mal Schaltstellen neu justiert.

Aufstellung & taktische Ausrichtung

Nach der vollständigen Genesung seines Kieferbruches, kehrte der schmerzlich vermisste Sergio da Silva Pinto endlich wieder in die Startaufstellung zurück und beackerte mit Avevor das zentrale Mittelfeld; dafür nahm Gartner wieder mal auf der Bank Platz. Im Sturm begann Benschop als einzige Spitze, da Pohjanpalo leider verletzt passen musste. Liendl rückte dafür in die Mitte und die vakante linke Außenbahn übernahm Eigengewächs Erat; Halloran war das Pendant auf der anderen Seite. Die Abwehr wurde von Oliver Reck nicht durcheinander gewürfelt, so dass Bodzek nach zuletzt schwacher Leistung trotzdem den Vorzug vor Soares erhielt. Mutig. Aber es sollte sich auszahlen.

HZ1: Glücklich in die Halbzeit-Pause

Erstmal geht nach dem Anpfiff nicht besonders viel – der FSV steht extrem tief und lässt kaum Lücken zu – unternimmt aber dabei nicht allzu viel, um seinerseits etwas für das Spiel zu tun. Die Fortuna probiert es wenigstens, nur läuft sie sich erstmal in der vielbeinigen Frankfurter Abwehr immer wieder fest. Aber wir können von Beginn an eine Veränderung im Fortuna-Spirit erkennen, denn Leidenschaft und Einsatzwille scheinen mit der Rückkehr von da Silva Pinto ebenfalls in unser Spiel zurückgefunden zu haben. So sehen wir eine Halbzeit, die nicht gerade zu den fußballerischen Leckerbissen zählt; auf beiden Seiten gibt es vereinzelte Halb-Chancen, die man zusammengenommen an einer Hand abzählen kann. Dies ist aber erstmal nicht so wichtig, denn unsere Jungs zeigen zumindest, dass sie wollen! Dies ist dann auch der erste nötige Schritt, damit sich Erfolg auch einstellen kann. So kommt es dann, dass wir kurz vor dem Halbzeit-Pfiff das Glück erzwingen: Benschop schießt flach auf das gegnerische Tor; der Ball kommt ziemlich mittig und Torwart Klandt hätte die Kirsche wohl auf einem Bein hüpfend, mit verbundenen Augen und auf dem Rücken verschränkten Armen gehalten, wenn Ben Halloran nicht zufälligerweise im Weg gestanden hätte und der Ball nicht von seiner Hacke eine (vermutlich) ungewollte Richtungsänderung aufgezwungen bekommen hätte. Abgefälscht rollt das Spielgerät so am Frankfurter Torhüter unerreichbar vorbei und zappelt im Netz! Wer jetzt von den beiden endgültig den Treffer zugeschrieben bekommt, ist vollkommen wurscht! Kurz danach gibt´s auf jeden Fall den Halbzeit-Tee und wir freuen uns über die glückliche Führung, die aufgrund des betriebenen Aufwands und der kämpferischen Leistung der Fortuna so in Ordnung geht.

HZ2: Der Einsatz ist zurück

Der FSV Frankfurt versucht nach dem Anpfiff zur zweiten Hälfte das Heft des Handelns in die Hände zu nehmen, ist aber damit komplett überfordert. Man merkt unseren Jungs an, dass die erste Hälfte und die Dusel-Bude Balsam für die Seele war. Das Selbstbewusstsein ist wieder zurück und die Angriffsversuche der Hessen verpuffen wirkungslos an der Fortuna-Defensive. Avevor und da Silva Pinto machen das Mittelfeld der Hausherren alleine platt und fighten bis der Arzt kommt. Unsere Jungs warten dann geduldig auf die nächste Chance zum Einlochen, die allerdings ein Wenig auf sich warten lässt. In der 63. Minute ist es dann aber soweit. Im 16er der Gastgeber spielen Schauerte, Halloran und Benschop die gegnerische Abwehr mi Glück und Gestocher aus und passen sich gegenseitig die Kugel auf engstem Raum zu. Die Frankfurter kommen nicht hinterher und Charlie zieht trocken ab und netzt zur 2:0 Führung ein. Ein paar Minuten später kommt dann eine alte Fußballweisheit zum Tragen: Schauerte (vom Sky-Reporter liebevoll „Schnatterer“ genannt) rammt den FSVler Grifo im Strafraum zu ungestüm um. Klare Sache: Elfer! Tja, somit sind wir bei der besagten Weisheit: der gefoulte Spieler sollte nicht zum Strafstoss selbst antreten. Denn Grifo schnappt sich selbst das Leder und und schießt selbiges äußerst schwach halblinks und flach auf das Tor. Unnerstall hat mit dem Schüssken überhaubt kein Problem und kann die Murmel sogar festhalten. Hätten die Frankfurter dat Dingen versenkt, so wäre es wohl nochmal spannend geworden, aber Lars Unnerstall hat den Hausherren mit dem parierten Elfer den letzten Glauben an einen Punktgewinn geraubt. Danach spielt die Fortönn das Spiel locker runter und lässt nix mehr anbrennen. Die wichtigen drei Punkte sind nach einem glanzlosen Arbeitssieg im Sack und die Mini-Krise ist somit hoffentlich Geschichte.

Personelles & Ausblick auf das Spitzenspiel

Unnerstall bekam nicht sonderlich viel zu tun, unterlief ein Mal eine Flanke, bei der aber ein FSVler im Abseits stand. Doch er tat das, was Torhüter bisweilen zu Helden macht: Er hielt einen (wenn auch fürchterlich geschossenen) Elfmeter. Das pusht das Ego hoch und wir ihm gut tun. Unsere Abwehrreihe aus Schauerte, Bodzek, Tah und Axel spielte solide. Zwar war Frankfurt auch harmlos – aber unsere Verteidiger nahmen sie auch gut aus dem Spiel. Pinto und Avevor harmonierten sehr gut im zentral-defensiven Mittelfeld. Pinto ist eine wirklich wichtige Figur geworden – das hat man in den letzten Partien, in denen er fehlte, besonders gemerkt. Gut, dass er wieder da ist. Erat und Halloran außen müssen gemäß ihrer Positionen einfach etwas auffälliger sein. Waren sie aber nicht. Hallorans Tor war nicht wirklich Absicht – aber es wird ihm dennoch gut tun. Und immerhin stand er zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Liendl war verbessert im Vergleich zu den letzten Spielen. Doch auch er spielte nicht die Rolle, die ihm zugeschrieben wird. Aber das ist ein Charakterzug von „10ern“. Benschop bleibt vorne der fleißigste Aktivposten. Und er belohnte sich glücklicherweise mit einem „halben“ Tor zum 1:0 und einem „ganzen“ Tor zum 2:0. Obwohl er diesmal als echte Sturmspitze vorne spielte, verteidigte er wieder fleißig mit. Kurzum: Toller Typ. Und da darf ihm die Pille auch glücklich vor die Füße fallen vor dem 2:0.

Nun steht das Spitzenspiel gegen den erstarkten Tabellennachbarn Braunschweig an. Dies wird ein wichtiger Gradmesser dafür sein, wie schwer wiegend die letzten Enttäuschungen wirklich waren und wie stabil die Mannschaft insgesamt ist. Die Jungs hätten es nach dieser Hinrunde völlig verdient, auf einem Aufstiegs- oder Relegationsplatz zu überwintern. Dazu bedarf es aber noch zweier starker Auftritte diese Woche.

Lasst uns auf 4 bis 6 Punkte hoffen 🙂

In diesem Sinne – 95 Olé,
Ingo & Adnan

Ein seltsames Spektakel

26 Nov

Nach zweimaliger Führung und ein Mal Rückstand in einem turbulenten Spiel können unsere Jungs am Ende nur einen Punkt zu Hause behalten.

„Jaaaaaaa! Wie geeeeeil!“ – „Oooch näääääää!“ – „Alter, Neeeeeeein“ – „Jawooooohl!“ – „Jaahahahahaa!“ – „Oh Maaaaann!“. So lässt sich die Torabfolge in einem doch recht wahnsinnigen Spiel zusammenfassen. Wir hatten es mit einer beeindruckend starken Fürther Mannschaft zu tun, die phasenweise so spielte, wie in ihrem Aufstiegsjahr, als sie fernab der Konkurrenz die Tabellenführung verteidigte. Und unsere Jungs hatten mächtig Probleme, wirkten bisweilen sogar überfordert, fingen sich dann aber wieder.

Dabei war der große Wurf drin – ein deutlicher Sieg mit mindestens zwei Toren Abstand und wir hätten erstmalig von ganz oben gewunken. Doch bereits die Startaufstellung hat uns etwas stutzig gemacht – denn die sah nicht aus, als wenn man hier mit voller Kraft voraus auf Sieg und Tabellenführung setzt.

Aufstellung & taktische Ausrichtung

Unser Trainer war vor der Partie mit der Frage konfrontiert, wer denn nun in der Innenverteidigung beginnen sollte, da Kapitän Bodzek nach auskurierter Verletzung wieder fit für den Einsatz war. Allerdings hatte das Duo Tah / Soares in den letzten beiden Partien hervorragend harmoniert – was also tun? Da unser „aggressive Leader“ Pinto jedoch noch länger ausfällt, beorderte Olli seinen Kapitän in die zentrale Mittelfeldreihe neben Avevor und Lumpi um dort für Schwung und Stabilität zu sorgen. Dieser Wechsel bedingte dann auch den Platz auf der Bank für Gartner. Michael Rensing konnte nicht mal dort Platz nehmen, da ihm beim Aufwärmen vor dem Spiel seine Verletzung aus der Woche einen Strich durch die Rechnung machte und er somit verletzt für Lars Unnerstall das Feld, bzw. Tor räumen musste. Ansonsten begannen die gleichen Mannen wie beim Auswärtserfolg in München vor der Länderspielpause. Die taktische Grundordnung in einem 4-3-2-1 wurde ebenfalls genauso gewählt, wie gegen die Löwen.

HZ1: Bodycheck und Eumel-Tor

In der üblichen Abtastphase zu Beginn des Spiels wird direkt deutlich, dass Fürth was reißen will. Das wirkte direkt flüssig und ballsicher. Wir brauchen anfangs wesentlich länger, um ins Spiel zu finden, suchen aber ebenfalls den Weg nach vorne und zeigen das für Heimspiele übliche frühe Pressing. Das führt dann in der 10. Minute zum ersten Torjubler des Abends: Benschop setzt Caligiuri und Gästetorhüter Hesl im Spielaufbau so unter Druck, dass der Außenverteidiger seinen Keeper mit einem katastrophalen Querpass im eigenen 16er in arge Not bringt. Joel Pohjanpalo presst mit und prallt recht rustikal mit Hesl zusammen, der verzweifelt versucht noch an den Ball zu kommen. Schiedsrichter Drees läßt nach dem Zusammenprall weiterlaufen, Charlie kommt an die Kirsche und netzt vollkommen ungehindert zur 1:0 Führung ein. Da Hesl erstmal angeschlagen liegen bleibt, ist die Stimmung irgendwie verhalten und alle wundern sich, dass der Treffer gegeben wird. Da es aber von Pohjanpalo kein Foulspiel war, ist der Treffer wohl regelkonform… aber seien wir mal ehrlich, wäre das so auf der anderen Seite passiert, hätte der Baum gebrannt und „Schieber“ wäre wohl der harmloseste Kosename für Drees an diesem Abend gewesen… aber sei es drum – Führung im Sack, der Rest ist Wurscht!

Den Gedanken können wir genau für 2 1/2 Minuten genießen, denn Fürth bekommt nach unnötigem Soares-Foul einen Freistoß; das Spielgerät kommt in unseren Strafraum, Axel steht nicht bei Gegenspieler Gießelmann und der kann ungehindert zum Ausgleich einköpfen! Irgendwie ein Eumel-Tor und zu dem Zeitpunkt völlig unnötig! Unsere Jungs setzen das frühe Pressing aber weiter fort, aber Fürth macht das Spiel und verlagert gekonnt das eigene Angriffsspiel auf Konter. Richtig zwingende Chancen sind totzdem Mangelware, lediglich in der 31. Minute wird es mal kurz gefährlich, als Liendl Pohjanpalo hervorragend in Szene setzt, der aber leider seinen Schuss knapp neben das Tor der Gäste setzt. Ansonsten fällt leider nur auf, dass Lumpi und Axel an diesem Tag zusammen auf der linken Seite nicht das beste Pärchen bilden. Zahlreiche Ballverluste, verlorene Zweikämpfe und missglückte Zuspiele in Kombination mit der ausbaufähigen filigranen Finesse der Zwei, lassen die linke Seite zur schwächeren Fortuna Seite an diesem Abend werden. Das spürt Fürth natürlich. Trotzdem geht es dann erstmal mit dem Unentschieden in die Pause.

Eine kurze Anmerkung noch zum Halbzeitspiel im Stadion – also, mal abgesehen davon, dass diese Spiele seit jeher gähnend langweilig sind, werden jetzt auch noch einfach Spielregeln über Bord geworfen. Der Kandidat ignoriert einfach die vorgegebene Schussbahn und jagt die Pille quer über das mühevoll absteckte Spielfeld… Und unser André muss die Regularien wegen der Unsitten der Teilnehmer verbiegen und erlaubt den Schabernack… Wo kommen wir denn da hin?? Naja gut – das Beste am Halbzeitspiel ist, dass es schnell vorübergeht.

HZ2: Kein Zugriff, volle Möhre und der Stimmungsdämpfer

Die zweite Hälfte beginnt mit dem Wechsel Gartner für Soares (hatte bereits Gelb gesehen), dadurch rückt Bodzek in die Innenverteidigung und der junge Österreicher übernimmt den Platz im Mittelfeld. Das Match ist aber irgendwie seltsam; Spiel und  Stimmung sind recht emotionslos und die Fortunen haben auf dem Platz keinen richtigen Zugriff auf Ball und Gegner. Das nutzen die Gäste dann auch recht kühl zur eigenen Führung. In der 54.Minute bekommt Fürth die zweite Ecke in Folge, die aber an Freund und Feind vorbei zieht, Lumpi geht dem Leder nach und wir denken, hier ist der Drops gelutscht…. aber da haben wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht! Der Fürther mit dem schönen Namen „Przybylko“ setzt nach und drückt Lumpi im fairen Zweikampf weg, als wäre er ein 90-jähriger Opi mit Gehhilfe; Flanke in den Strafraum, Kopfball Zulj und die Gäste führen durch das nächste Dödel-Tor! Fürth kommt nun immer besser ins Spiel und die Fortunen sind etwas von der Rolle. Ein wenig erheiternd ist zu diesem Zeitpunkt lediglich Pele Wollitz, der auf Sport1 als Co-Kommentator einen philosophischen Classic nach dem anderen raushaut. Sätze wie „Boah, dat kann man aber besser ausspielen, ne?“ kommen wie aus der Pistole geschossen und beinahe durchgehend während der gesamten Übertragung. In der 60.Minute kommt Bolly für den leider wirklich schwachen Lumpi.

Um die 70. Minute gibt es dann endlich mal wieder eine Chance für uns zu sehen, aber Pohjanpalo kann (noch) nicht zum Ausgleich einnetzen, trotzdem beginnt durch diese Aktion das Feuer zu lodern, der Emotionsfunke ist entfacht. In der 77. Minute ist es dann der Schwung bringende Bolly, der nach einer schönen Balleroberung von Schauerte, die Kirsche flach in den Strafraum flankt und Pohjanpalo findet, der seinem 8. Saisontreffer und den Ausgleich erzielt. Nun ist Feuer unterm Dach und die Fortuna endlich im Spiel. Zwei Minuten später folgt dann ein perfekter Pass von Pohjanpalo in den gegnerischen Strafraum auf Charlie. Der legt den Ball an Keeper Hesl vorbei und dieser räumt den karibischen Holländer einfach mal ab – Pfiff – Elfmeter! Benschop nimmt sich selbstbewusst das Spielgerät, obwohl eigentlich Liendl wollte, und tritt zum Strafstoß an. Was folgt, ist ein „Voll-auf’s-Maul-Elfer“ par excellance! Anlauf, Vollspann und volle Möhre in den Winkel!  …wäre das eine Szene aus einem Comic gewesen, hätte daneben ein fettes „Boom“ gestanden! Aber genug geschwelgt, denn in der euphorisierten Stimmung der letzten Minuten, müssen wir dann doch noch den Stimmungsdämpfer „Ausgleich“ erleben. Wieder kriegen wir hinten die spielstarken Fürhter nicht in  den Griff und werden überrannt. Aber nun gut – so geht dieses seltsame Spiel dann auch leider irgendwie verdient, mit 3:3 Unentschieden zu Ende.

PERSONELLES

Unnerstall hat uns kurz vor Schluss den Punkt gerettet. Ansonsten war er bei den Toren zwar weitestgehend fehlerfrei, sah aber besonders beim 1-2 etwas unglücklich aus. Auf seine Kappe muss er aber sicher nichts nehmen. Das sieht bereits bei Linksverteidiger Axel anders aus. Beim 1-1 lässt er seinen im 16er einfach machen und beim 1-2 weiß er nicht, wo rechts oder links ist. Insgesamt ein Spiel zum Vergessen. ABER: Dafür hat er bisher auch mit großen Leistungen brilliert. Insofern: Schwamm drüber. Soares stand eigentlich stets ganz gut, foult aber einfach zu häufig und ungeschickt. Er kriegte deshalb früh Gelb und wurde deswegen zur Halbzeit ausgewechselt und Bodzek rückte nach schwachem Auftritt im Mittelfeld zurück in die Innenverteidigung. Da gehört er auch hin. Mittelfeld kann er nicht (mehr). Tah war wieder brilliant. Neben seiner aberwitzigen Zweikampfsstärke ließ er unter großen Jubel auch noch zwei Fürther bei einem Minidribbling alt aussehen. Immer wieder groß der Bursche.

Schauerte war nach hinten stabil, aber nach vorne harmlos. Sowohl bei ihm als auch bei Axel lag das aber daran, dass die beiden keine offensiven Flügelleute im Mittelfeld hatten. Lumpi war leider Gottes eine Vollkatastrophe. So fies es klingt: Ihn hat seine Presse-Lobby in Express, RP und B*** in die Startelf geschrieben – doch da hat er sich auch ganz schnell wieder rausgespielt. Kaum Zweikämpfe gewonnen und viele Fehlpässe. Schade. Es gab Applaus, als er gegen Bolly ausgewechselt wurde. Der wiederum hat richtig Alarm gemacht – wenn der nur eine engere Ballführung drauf hätte… Aber sein Assist könnte ein gutes Argument für einen Startelfeinsatz am Samstag sein.

Avevor war solide und störte mehrmals sehr effektiv das schnelle Fürther Aufbauspiel. Gartner war in der zweiten Halbzeit, als er für Soares kam, eine echte Bereicherung. Der Junge hat Übersicht und kann spieleröffnende Pässe spielen. Das konnten vorher Avevor-Bodzek-Lumpi absolut nicht. Liendl hat fast immer nur die verrückten Pässe versucht. Es hätte auch mal der einfache, sichere Ball etwas gebracht. Doch er lebt nun mal für den Überraschungsmoment – und sein unfassbar geiler Pass auf Pohjanpalo in der ersten Halbzeit verzeiht ihm manchen Fehler. Benschop war wieder ein absoluter Aktivposten. Die beiden Tore werden ihm sehr gut tun. Pohjanpalo war ebenfalls einer der stärkeren. Trotz seiner schlanken Statur zweikampfstark und mit genialen Torriecher ausgestattet. Startelfplatz verteidigt.

AUSBLICK

Wir sind jetzt nur noch zwei Punkte hinter Rang #2 – aaaaber auch nur noch drei Punkte vor Platz #8. Das ist mal wieder eine enge Kiste in der zweiten Liga. Als beste Auswärtsmannschaft und weiterhin seit 11 Spielen ungeschlagen reisen wir Samstag nach Aalen – zum Tabellenletzten. Da dürfte er Reck ruhig dann mal wieder etwas offensiver aufstellen – denn wir hatten in der Startformation von Montag lediglich drei Offensivkräfte in der Startelf.

Bolly und Gartner haben sich beide empfohlen. Besonders Gartner dürfte dabei helfen, ein etwas überzeugenderes Offensivspiel zu gestalten. Vermutlich bedeutet das aber wieder die Bank für Soares. Denn auch wenn er zuletzt stark spielte, führt wohl kein Weg an Kapitän Bodzek vorbei – zumindest derzeit. Samstag, 13.00, wissen wir mehr.

Aber hierzu würden wir auch gerne Eure Meinung wissen in unserer Frage der Woche zu Innenverteidigung und defensivem Mittelfeld. Wer sind die „passenden Pärchen“?

 

In diesem Sinne, 95 OLÉ

Adnan & Ingo

Punktlandung auf’m Betze

28 Okt

Unsere Jungs nehmen nach einem intensiven Spiel gegen druckvolle Belzebuben einen wichtigen Auswärtspunkt mit. 

Ungefähr 17.18h oder 17.19h wird es gewesen sein, als Schiri Stark das Spiel abfiff. Und noch hatten wir uns alle nicht davon erholt, dass unsere in Gelb auflaufende Forteng kurz vor Schluss noch einen Treffer hinnehmen musste. Ausgerechnet Ex-Fortune Marcel Gaus egalisierte in der Nachspielzeit unsere hoooooch schmeichelhafte Führung. Aber egal, wie schmeichelhaft eine Führung auch sein mag, sollte man sie natürlich nicht wieder hergeben. Doch, hey, wir haben bei einer Mannschaft gepunktet, die ihre Gäste bis dato in fünf Spielen fünf Mal „ohne alles“ nach Hause geschickt hatte.

Vor der Partie bangten wir um einige angeschlagene Spieler. Die umkämpfte Nummer zu Hause gegen Pauli ist auf die Knochen gegangen. Drum waren wir gespannt, welches Team denn nun Olli Reck würde aufbieten können – Wechsel gab es aber nicht nur verletzungs- oder leistungsbedingt. Lars Unnerstall bekam gemäß Recks Aussage zu Beginn der Saison, er habe keine wirkliche Nummer 1, den Vorzug vor Rensing. Was die ätzende B!LD-Zeitung (nein, wird nicht verlinkt!) zum Eklat aufbauschen wollte, war so abgesprochen und lief ganz fair und sportlich-professionell ab.

AUFSTELLUNG & TAKTISCHE AUSRICHTUNG

Also, Unnerstall für Rensing. Ein gewagtes Unterfangen – schließlich wirkt sich das auch auf die Organisation in der Abwehr aus und besonders auf die Abwehrspieler. Aber: Dieses Risiko wollte Reck eingehen. Die Abwehrreihe blieb mit Schmitz, Soares, Bodzek und Schauerte ebenso unverändert wie das defensive Mittelfeld mit Pinto und Avevor. Da Charlie Benschop angeschlagen war, probierte Reck es mal wieder mit Liendl auf der #10 und schickte Erat auf die rechte Seite. Vorne gab Reck Jimmy wieder eine Chance – immerhin hatte er bei der letzten Partie gegen die „Toifel“ ja noch getroffen. Links peste wieder Axel, der seine angeschlagenen Knochen nach dem Pauli-Spiel zum Glück wieder fit kriegte. Mit nur einer echten Spitze stellte sich die Formation also als 4-2-3-1 dar. Es war klar, dass man gegen die heimstarken Lauterer erst mal dicht machen würde – so sah das Ganze auch eher nach einem tief gestaffelten 4-5-1 aus.

1. HZ: Hühnerhaufen und Dusel deluxe!

Kaum war angepfiffen, ging’s direkt rund. Freund Soares unterläuft/unterschätzt einen hohen Ball, sodass Marcel Gaus plötzlich allein vor Lars Unnerstall steht. Dieser macht sich aber so unendlich groß, dass Marcel Gaus gar ein wenig Angst bekommt und überhastet abschließen will. Kriegt er nicht hin und Unnerstall pariert grandios. Watt’n Beginn!! Man wusste nicht so recht, ob man sich jetzt über Soares ärgern, oder über Unnerstall freuen soll. Wir entschieden uns für Letzteres.

Doch diese Anfangsminute stärkte die Lauterer, während unsere Jungs total verunsichert wirkten. Nach vorne sollte nicht ein vernünftiger Pass gelingen. In den Zweikämpfen waren wir jedes Mal entweder zu langsam oder zu zaghaft. Und so spielten die Betzenberger munter auf. Deren „Alpen-Maradona“ Stöger auf links sollte unsere Truppe echte Probleme bereiten. Immer anspielbar und immer mit gefährlicher Idee. Entweder bediente er seine Mannschaftskollegen im 16er oder hielt selber aus der Distanz drauf. Zu stoppen war er nicht – außer von Unnerstall. Der parierte später einen super ausgeführten, flachen Freistoß von Demirbay und stieß sich dabei – im wahrsten Sinne des Wortes – um ein Haar den Kopp am Pfosten. Aber: nix passiert. Kein Gegentor, keine Beule.

Unsere Mannschaft stand super tief und ließ den technisch starken Lauterern viel zu viel Platz. Zum Glück hat der FCK keinen Knipser da vorne. Sie spielten gefährlich auf unser Tor, konnten aber unsere Unzulänglichkeiten hinten nicht ausnutzen. Naja, uns soll’s recht sein. Auffallend schwach waren… öhm… Alle außer Axel und Lars Unnerstall!

2. HZ: Erst Torjanpalo, dann der kollektive Sekundenschlaf

Wir hatten eigentlich mit einem Wechsel gerechnet. Aber wahrscheinlich waren zu viele zu schwach, als dass man da als Trainer hätte einen sinnvollen Wechsel tätigen können. Also hieß es an alle: Aufwachen, besser machen. Und eigentlich wurde es auch besser. Nicht unbedingt spielerisch, aber unsere Mannschaft ließ nicht mehr so viel zu. Das Rote-Teufel-Tempo war natürlich auch sehr hoch im ersten Durchgang, sodass da auch weniger Bissigkeit, Schnelligkeit und Frische zu sehen waren. Wir gewannen mehr Zweikämpfe und konnten den Lauterer Spielaufbau effektiver bremsen. Was unsere Jungs aber nach vorne spielten, war fürchterlich. Keinem wollte ein guter Pass gelingen.

Reck wechselte: Gartner für Pinto. Das sollte etwas mehr Ballsicherheit bringen, aber richtige Gefahr kriegten wir trotz mehr Ballbesitz nicht hin. Währenddessen verletzte sich nach Demirbay (Ende der 1. HZ) auch Ring beim FCK – sah böse aus; auch wenn uns ein geschwächter Mitkonkurrent zugute kommt: Beste Besserung! Die Partie blieb intensiv, aber ohne Höhepunkte. Tja, und dann kam er: Pohjanpalo aka Palimpalim aka Iceman aka Torjanpalo.

Sieben Minuten nach seiner Einwechslung fuhren die Lauterer einen schnellen Angriff; Überzahlsituation mit Tempo und einer wackeligen Fortuna-Hintermannschaft. Doch der spielführende Lauterer (keine Ahnung, wer es war) hätte links seinen mitgelaufenen Kollegen (auch keine Ahnung, wer es war) perfekt einsetzen können, spielte aber rechts rüber zu dem im Abseits düsenden „Toifel“ (guess what? keine Ahnung, wer es war) – da hammse eine echte Konterchance vergeigt. Und genau das ist die Vorgeschichte unseres Führungstores: Unnerstall jagt die Kirsche in des Gegners Hälfte, Liendl verlängert als Erster, Erat als Zweiter und plötzlich startet Pohjanpalo in den Sechszehner und schießt mit beeindruckender Entschlossenheit im Fall mit leichtem Vorsprung vor dem Verteidiger flach und präzise ins lange Eck: Ausrasten angesagt! Watt’n Typ!!!

Sollte dies der zweite d(RECK)ige Sieg in Folge werden? Leeeeider nein. Lautern gibt Gas und will es wissen. Und wir kriegen es nicht hin, das Ding zu sichern. In den Worten unseres Super-Buddies, Oliver, passierte das Gegentor wiefolgt: Unser Iceman traut sich nicht den Konter zu gehen und verliert den Ball unnötig an der Seitenlinie. Anschließend schafft es unser „Fußballgott“ Soares, den Ball per Querschläger ins Seitenaus statt nach vorne zu hauen. Und dann können sich Schauerte und Tugrul nicht einigen – obwohl das eher Tugruls Mann war – und greifen nicht rechtzeitig an. Das war eine geschlossene ‚Mannschaftsleistung‘. Wir fügen hinzu, dass auch Captain Bodzek mal wieder den entscheidenen Schritt zu spät kam und sich in diesen Reigen einfand.

Naaaaaja. Der Punkt geht schon in Ordnung, aber ärgerlich war es trotzdem.

PERSONELLES & AUSBLICK

Da die Truppe geschlossen keinen sonderlich guten Tag erwischte, nur einige positive Punkte: Unnerstall nutzte seine Chance. Super zu wissen, dass wir zwei richtig gute Keeper haben. Das tut dem Konkurrenzkampf gut und Reck zeigt, dass er solche Situationen auf gute Weise nutzen kann und beiden Keepern eine Chance gibt. Top! Pohjanpalo ist einfach beeindruckend. Das Tor war mit Leidenschaft erzielt – die Bude wollte er unbedingt. Axel ist endlich der verlässliche Leistungsträger, der selbst in einem Spiel, in dem alle schwächeln, seine Leistung bringt.

Und eines wurde besonders deutlich: Wie sehr BENSCHOP fehlt. Der Junge ist so viel unterwegs, dass er a) immer anspielbar ist und b) Räume öffnet, indem er Verteidiger auf sich zieht. Zudem gehört er zu den aktivsten Spielern im frühen Pressing. Bei unserer #35 ist es so ein wenig wie mit dem Bass in der Musik: den wahren Wert merkt man erst dann, wenn er fehlt. Darum ist es super zu lesen, dass sowohl er als auch Tah wieder mit der Mannschaft trainieren. Am Freitag gegen den in dieser Saison noch komplett ungeschlagenen Tabellenführer aus der Audi-Stadt werden wir aus dem Vollen schöpfen müssen.

Mit Reck als Trainer dürfte klar sein, dass die Fortuna in diesem Heimspiel auf Sieg setzen wird. Wir scheinen gut darin zu sein, Serien anderer Teams zu beenden. Dann machen wir doch einfach jetzt weiter damit und beißen uns oben weiter fest. Jemand was dagegen? Na also 🙂

In diesem Sinne – 95 OLÉ und bis Freitag.

Ingo & Adnan

Ein d(RECK)iger Sieg gegen Pauli

23 Okt

Unsere Jungs bleiben im siebten Spiel in Folge ungeschlagen und fahren den fünften Sieg in dieser Serie ein. Dank eines wieder erstarkten Michael Liendl steht es am Ende 1-0.

Iss dat geil… Da spielt unsere Mannschaft gar nicht mal soooo geil und halunkt sich durch die Partie und gewinnt trotzdem. Was daran so geil ist? Na, weil unsere Truppe gleich mehrer Mittel zum Siegen kennt: (1) Schönen Fußball, (2) Effizienz vor’m Tor, (3) schnelles Umschaltspiel, (4) Kampfbereitschaft, (5) Cleverness beim Schwächen des Gegners. Und gegen Pauli war es ein kleines Bisschen (1), eine Prise (2), gut eingesetztes, aber nicht zuendegespieltes (3), eine ordentliche Portion (4) und jeeeeeeeede Menge (5). Als unsere Mannschaft merkte, dass spielerisch vieles nicht so recht klappen will, wusste sie zumindest, wie sie den Gegner effektiv uneffektiv machen kann. Diese Vielseitigkeit hat Reck hervorragend herausgearbeitet. Deshalb eben ein d(RECK)iger Sieg. Und so liefen die Jungs auf…

AUFSTELLUNG & TAKTISCHE AUSRICHTUNG

Durch den verletzungsbedingten Ausfall vom jungen Defensiv-Brecher Tah rückte Bruno Soares wieder neben Captain Bodzek in die Innenverteidigung; ansonsten begann die mittlerweile gut eingespielte Truppe wie beim herrlichen Auswärtssieg in Darmstadt. Nach gut zwei Jahren (Hinrunde Bundesligasaison) ist es wieder einem Trainer gelungen, eine richtig funktionierende Startelf zu formen, die maximal auf 1-2 Positionen umgestellt wird. Das gibt Sicherheit und macht das gespielte 4-4-2 solide und stabil.

1. HZ: 

Nachdem nicht nur F95, sondern auch der Gegner aus Hamburg mit der Strömung des Aufwindes zum Kick in die Arena einfuhren, konnten sich die ca 36000 Zuschauer im Stadion auf ein interessantes Match freuen. St. Pauli lässt auch sofort erkennen, dass sie gerne das ein oder andere Pünktchen mitnehmen wollen. Den ersten Ansatz einer Möglichkeit haben zwar wir, aber Pauli spielt munter mit. Richtig schön sollte das Spiel zu keinem Zeitpunkt werden, aber Ansätze zu gutem Passspiel zeigten beide Teams. Wenn die Fortuna im Vorwärtsgang ist, zieht sich Pauli weit zurück und verteidigt mit sieben Leuten am eigenen Strafraum. Fortuna spielt wieder das mittlerweile typische frühes Pressing bei Heimspielen und unterbindet so effektiv Kombinationen des Gegners im Ansatz. In der 7. Minute haben wir jedoch die erste dicke Chance im Spiel: Liendl macht Keeper Tschauner das Leben mit einem flachen Schuss das Leben schwer; doch im Nachfassen hat er die Kugel. Im Gegenzug kündigt Enis Alushi aber an, dass das hier kein Selbstläufer wird und jagt einen gefährlichen Abschluss nach schnellem Angriff über unser Tor. Danach geht s erstmal hin und her. Der Platz ist super rutschig – viele Spieler rutschen aus. Teilweise entstehen Slapstickeinlagen. Daran mag es auch liegen, dass uns die finale Präzision fehlt, um den Hamburger Abwehrriegel zu knacken. Doch auch die Gästen können ebenfalls keinen strukturierten Angriff zu Ende spielen. So sehen wir erstmal viel Kampf und wenig Zwingendes.

Es dauert bis zur 26. Minute, bis es wieder gefährlich wird: der bärenstarke Avevor fängt einen Fehlpass der Kiez-Kicker ab und schickt Liendl in des Gegners Strafraum; der legt in die Mitte auf Pohjanpalo ab, doch der rutscht in den Keeper statt den Ball ins Tor zu befördern. Sah heftig aus, ist aber nix passiert. Wir merkten: Es bahnt sich was an! Nur sechs Minuten später passiert es dann auch: Liendl bekommt den Ball und eine Spielverlagerung im One-Touch-Style nimmt ihren Lauf. Vom rechten Mittelfeld gibt unsere Nummer #10 gibt das Leder weiter zu Benschop, der gibt sie weiter an da Silva Pinto, der wiederum spielt in einer Bewegung den startenden Schmitz losschickt. In Null-Komma-Nix ist also der Ball quer über das Spielfeld befördert worden und unser Linksverteidiger findet endlich die besagte Lücke im Abwehrriegel: flache Flanke in den Rücken der Abwehr und Spielzug-Initiator Liendl nimmt die Kirsche elf Meter vor der Hütte direkt und netzt zur Führung ein. Übrigens schon die dritte direkte Torvorlage von Schmitz und die dritte Bude von Liendl. Gerade Liendl hat nach 3-4 schwachen Spielen ein Erfolgserlebnis gebraucht. Das Tor tat ihm merklich gut. Die Halbzeit geht dann ohne weitere große Höhepunkte zu Ende.

2. HZ:

Nach dem Halbzeit-Tee sehen wir vor dem erneuten Anpfiff erstmal einen Fortuna-Huddle, in dem Liendl die Ansprache hält und das Team auf die zweiten 45 Minuten einschwört. Dies läuft zwar nicht ganz so martialisch ab wie hier, zeigt aber trotzdem, dass die Jungs motiviert und überzeugt sind. Motiviert sind die Gäste aber auch… und dazu noch ziemlich hitzig, denn das Spiel wird eindeutig härter. Nachdem es Axel in der 53. Minute mit halben Truppe der Paulianer aufnimmt, kassieren die Gäste innerhalb von 10 Minuten drei Gelbe Karten. Es ist diese Anfangsphase der 2. HZ, in der Pauli Druck macht, unsere Jungs aber mit Agressivität und Härte dagegen halten. Das treibt die Paulinesen in den Wahnsinn. Alushi übertreibt es ein wenig und wird von Pauli-Trainer Meggle vorsichtshalber vom Platz genommen, bevor dies der Schiedsrichter per Gelb-Roter Karte erledigt. Der neu eingewechselte Verhoek bringt eine Systemänderung mit sich, denn Pauli versucht’s nun mit zwei Spitzen. Diese Maßnahme bringt beinahe sofort Erfolg, denn der neue Stürmer köpft nach einem Freist0ss den Ball in unser Tor… allerdings steht er dabei im Abseits, so dass es bei der Führung bleibt… Schwein gehabt!

In der 78.Minute hat Charlie seine beste Chance des Spiels, nachdem er zwei Gegner vernascht und auf einmal gut postiert im 16er steht; den Schuss zieht der Niederländer aber am langen Pfosten vorbei. In der 80. Minute nimmt Olli Reck dann „Kampfschwein“ Axel vom Platz und unser Dynamiker stapft mit hoch-roter Birne vom Platz und schreit jedem seiner Mitspieler dabei noch Motivierendes zu… watt fürn Typ! 🙂  Wir sind bereits in der 86.Minute, als es eigentlich angebracht gewesen wäre, einen 11er zu bekommen. Es läuft ein starker Konter, Charlie bekommt im Strafraum den Ball und wird von Thy getackelt. Leider hat’s der Schiri anscheinend nicht richtig gesehen. Wir sehen ansonsten noch zwei, drei wirklich gute Chancen der Fortuna, die aber nicht verwertet werden – Stichwort: fehlende Präzision. In der Schlussphase entscheidet sich unser Trainer aber dafür das Ergebnis zu halten und wechselt Dustin Bomheuer für Benschop ein und vorher Gartner für Pohjapalo. Es entwickelt sich eine nervenaufreibender Endfight, in dem Pauli nochmal alles nach vorne wirft. Unsere Jungs schaukeln das Ding aber gut über die Zeit und die Fortuna geht als verdienter Sieger vom Platz!

PERSONELLES

Unser Goalie Rensing wirkte in ein, zwei Situationen zu unentschlossen, herauszupreschen und die Kirsche zu pflücken. Das besserte sich zum Ende der Partie und der Fairness halber muss man sagen, dass es auch an den Verteidigern liegen könnte, mit dem Torwart ausreichend zu kommunizieren, damit Bälle die hoooch in Richtung 16er kommen, schnell entschärft werden. Passiert ist nix – aber es hätte, wäre, könnte… Soares war zurecht glücklich mit seiner Partie – so glücklich, dass er nach Abpfiff ausgelassen weinte. Er war in jedem Fall besser und sicherer als Captain Bodzek. Der leistete sich hier und da wieder Schwächen bei Laufduellen und im direkten 1 gegen 1. Da war er schon mal stärker. Schauerte und Schmitz haben richtig starke Partien gespielt. Besonders Schauerte war diesmal zu keinem Zeitpunkt hinten zu wackelig. Und wieder mal hat ein Außenverteidiger – diesmal Schmitz – das entscheidende Tor vorbereitet. So muss es sein. Avevor war einsame Spitze. Der Junge ist super bullig und weiß das zu nutzen. Wie er seinen Körper zwischen Gegner und Ball platziert, beeindruckt ein ums andere Mal. Und er ist sauschnell. Im Sprint hat er zwei, drei Mal gefährliche Angriffe der Paulinesen entschärft und den Gegner gestellt. Pinto war genial darin, dem Gegner die Freude am Spiel zu nehmen. Gerade dann als Pauli zu Beginn der 2. HZ stark anfing, hat er fiese Zweikämpfe geführt, viel gemeckert und Unterbrechungen nach Fouls schööööön in die Länge gezogen. Für den Gegner und seine Fans zum Brechen; für uns super. Liendl war richtig spitze. Vom Anpfiff weg sah man eine ganz andere Körpersprache bei ihm – er hat geile Pässe gespielt und das ein oder andere Schmankerl mit der Hacke fabriziert. Er ließ sich zudem nicht aus dem Spiel knicken – bravo und weiter so. Benschop wollte, konnte aber diesmal fast gar nichts. Unruhe hat er verursacht, aber nichts richtig hinbekommen. Pohjanpalo hat ungeahnte Qualitäten im Erobern und Weiterleiten/Verarbeiten hoher Bälle (Abschläge & Co.) gezeigt – da ist er, obwohl er viel schmaler ist, wesentlich besser als sein Sturmkollege Charlie. Abschließend Worte zu Axel, die Ihr nun alle laut mitsingen werdet, da sie einfach alles über ihn aussagen: „AK SÄLL BÄ LING HAU SÄN – SCHAALA LA LA LALA LALA LAAA LALA“. Die Kampfsau hat zusammen mit Pinto enorm viel für die richtige Stimmung auf dem Platz getan und ist gerannt wie auf Duracell. Großartig.

AUSBLICK

Unsere Forteng macht gerade richtig Bock. Und so freuen wir uns einfach auf die kommenden Partien gegen die Drittplatzierten „Toifel“ und dann zu Hause gegen den derzeitigen Tabellenführer aus der Audi-Stadt. Das Ego ist intakt. Der Spirit der Unschlagbarkeit massiv gestärkt und die letzten Spiele auf dem Betze waren eigentlich immer großartig. Darauf lässt sich bauen, oder?

In diesem Sinne – 95 OLÉ

Adnan & Ingo