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Die Löwen zum Ego-Fraß gemacht!

15 Sep

Unsere Jungs legen einen rundum zufriedenstellenden Auftritt hin und schicken kriselnde 1860er mit einem satten 3-0 wieder nach Hause. Der längst fällige, erste Saisonsieg ist gesichert!

Ja Mensch, Jongens… Et jeeeeeht doch! Was war das schön, eine 1-0 Führung zu sehen, die zunächst auf 2-0 ausgebaut wird, um dann nicht nur noch 3-0 zu sehen, sondern auch noch hinten die Null zu halten. Souverän nennt man solche Siege. Und in der Tat hatten die Münchner bis auf erschreckend gute Chancen in den ersten 6-7 Minuten absolut nichts zu melden. Wie oft waren wir schon Aufbau-Gegner für schwächelnde Teams – hah, diesmal haben wir uns am Gegner aufgebaut. Und so haben wir’s gemacht:

Aufstellung und Taktik
Die Ruhe der Länderspielpause hatte Frank Kramer dazu nutzen wollen, die Abläufe und Automatismen einzustudieren. Im Vergleich zum letzten Spiel in Nürnberg wechselte unser Trainer auf drei Positionen das Personal. Mit freudiger Überraschung erblickten wir auch den Namen „Bebou“ in der Aufstellung, der den angeschlagenen Bolly auf dem rechten Flügel ersetzen sollte – schön, dass der Junge nach der „Backpfeife von Nürnberg“ sofort von Kramer die Chance bekam zu zeigen, was er drauf hat! Im offensiven Mittelfeld kam zusätzlich Demirbay zu seinem ersten Startelfeinsatz, wodurch Sararer wieder auf den linken Flügel rückte, wo er unserer Meinung nach ohnehin besser aufgehoben ist. Neben Koch durfte nicht erneut Sobottka, oder Fink oder Bodzek, sondern Lukas Schmitz ran – wollte er ja immer schon. Jetzt durfte er. Als einziger Stürmer wurde Didi Ya Konan ins Rennen geschickt. Kramer griff diesmal wieder auf die beliebte 4-2-3-1-Grundordnung zurück. Bei den Löwen kam unser ehemaliger 10er Liendl zum Einsatz – dass sein Bild bei der Aufstellung der Fortuna auf der Anzeigetafel erschien, kann man entweder als Versehen, Verbundenheit oder Inkompetenz werten – sucht Euch was aus! 😉

HZ1:
Früh im Spiel kriegen wir einen Freistoß aus dem Halbfeld. Demirbay tritt an und es geschieht das, was uns in in unserer Bundesligarückrunde auszeichnete: Aus eigenen Standards entstanden Chancen des Gegners. Schlimme, schlimme flache Hereingabe von Demirbay und der Konter läuft. Es ist gerade erst die 4. Minute als Neu-Löwe Liendl von rechts flankt und Rensing nach einem gefährlichen Kopfball großartigst reagieren muss. Erste großen Chance des Spiels, und nur drei Minuten später wird Rensing bereits erneut geprüft – eieiei, wenn unser Keeper hier genauso geschlafen hätte wie seine Vorderleute, wären unsere Jungs zum sechsten Mal im sechsten Saisonspiel in Rückstand geraten und die Negativspirale hätte wieder Fahrt aufgenommen. Diesmal ist aber das „Hätte-hätte-leck-mich-fette“ auf unserer Seite, denn Rensing ist auf der Höhe! Und dann? Wir können es fast gar nicht glauben: Axel schaltet sich auf seiner linken Seite mit in den Angriff ein und lässt ein perfektes und butterweiches Flänkchen folgen. Rehabiliteur Bebou nutzt seine gefühlten 35kg Körpergewicht ideal ein und setzt sich nach seinem Sprint in die Mitte des gegnerischen 16ers im Sprungduell gegen zwei Löwen durch. Er wuchtet die axelsche Hereingabe per Kopf in die Maschen! Wir sind in Führung – watt is denn hier los? Dass sich Ilhas die Pille dabei irgendwie an den eigenen Arm köpft, ist vollkommen Wurscht und der Protest von Gäste-Keeper Eicher wird zurecht von Schiri Gräfe müde lächelnd abgeblockt.

Nun macht die Fortuna wieder Spaß und man spürt förmlich das Platzen sämtlicher Selbstbewußtseins-Knoten. Mutig und überzeugt spielen unsere Fortunen, die Maschine kommt langsam ins Rollen. Die Pässe kommen besser an, die Jungs trauen sich wieder etwas und die Defensive steht auch gut. Die Münchner werden von Rensings Arbeitsplatz ferngehalten und unser zentrales Mittelfeld übernimmt die Regie des Spiels. Auf Links gefällt das Duo Sararer / Axel, die zusammen die 60er vor das ein oder andere Problemchen stellen. Kein Wunder also, dass genau diese beiden dann auch für die Vorbereitung des nächsten Paukenschlags sorgen: Sararer geht auf dem Flügel ins Dribbling, fällt dabei hin und wir denken uns mhhmmm – aber, Kollege Sercan steht wieder auf und holt sich den Ball in der gleichen Bewegung zurück – mittlerweile hat Axel seinen Mitspieler und zwei Löwen-Verteidiger hinterlaufen und wartet auf den Pass, der aber erstmal nicht kommt. Wir denken uns wieder mhhmmm, denn Sararer spielt nicht ab und bindet den dritten Löwen mit seinem Dribbling. Dabei fällt er wieder hin und wir denken uns erneut mhmmm; als dann der vierte Gegner dazu kommt, erkämpft sich der türkische Deutsch-Spanier die Kirsche wieder zurück und passt sie auf den wartenden Axel. Bellinghausen nimmt in gewohnter Manier Fahrt auf und passt flach in den Strafraum auf Sturmspitze Didi, der kompromisslos draufhält. Keeper Eicher bekommt zwar noch seine Wurstfinger an den Ball, kann diesen jedoch nicht mehr abwehren! Die Fortuna führt 2:0! Schalalalahhhh. In bester Inzaghi-Manier war Ya Konan genau so lange im Abseits, bis der entscheidene Pass kam. Das verrafften die Verteidiger auch damals schon beim pathologischen Schwalbenkönig des AC Mailand.

Zwischenzeitlich haben die Münchner zwar die ein- oder andere Halb-Möglichkeit, aber man merkt den Gästen an, dass bei  ihnen nun Hektik herrscht und die Nerven blank liegen. Zum einen daran, dass im Sturm nicht wirklich was zusammen passt aber auch, dass es gerade auf der linken Seite zwischen Axel und Gegenspieler Claasen immer wieder rappelt. Dann ist aber Halbzeit und wir genehmigen uns endlich mal wieder mit richtig guter Laune den Halbzeittee.

HZ2: Deckel drupp und feddich!

Herrlich, dass unsere Jungs nach dem Wiederanpfiff genaaaauso weitermachen, wie sie vor der Pause aufgehört hatten! Schade nur, dass Axel angeschlagen draußen bleiben muss, denn so wie er wieder die Linie runtergeaxelt ist, hätten wir ihm in diesem Spiel noch mindesten 2 Hattricks und 15 weitere Vorlagen zugetraut! 😉 Für Bellinghausen bringt unser Chefcoach Akpoguma von der Bank und bietet somit dem nächsten Jungspund die Möglichkeit, seine Sache besser zu machen, als bei vorherigen Einsätzen. Gut so, Trainer! Kramer scheint zudem in der Kabine die richtige Ansprache gewählt zu haben, denn unsere Fortunen machen deutlich, dass sie nicht die Absicht haben, sich hier noch die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Schmitz macht auf der 6 ein richtig gutes Spiel, bestimmt das Tempo und leitet immer wieder gute Angriffe ein; sein Nebenmann Koch fällt eher durch körperliche Präsenz und gutes Defensivspiel auf, was in Kombination dem Gegner echt zu schaffen macht. Demirbay bringt in dieser zweiten Spielhälfte das auf den Rasen, was man von einem 10er erwartet – Dynamik, Kreativität, und auch Torabschlüsse. Es funktioniert zwar nicht alles, aber die Ansätze sind doch sehr vielversprechend. In der 66. Minute ist es dann nämlich genau so ein Torabschluss des Linksfußes, der die Führung der Fortuna weiter ausbaut. Demirbay bollert nach tollem Zusammenspiel mit Ya Konan schön von der Strafraumgrenze drupp, Keeper Eichner hat erneut ärgste Mühe das Spielgerät zu kontrollieren, lässt es nach vorne abprallen und unser Didi steht genau da, wo ein Torjäger zu stehen hat und köpft den Abpraller per Aufsetzer zum 3:0 ins Tor! Herrlich, viel zu lange mussten wir auf so einen Moment warten! Aber dies sollte noch nicht alles sein, denn unsere Jungs wollen einen torreichen Befreiungsschlag aus der misslichen Tabellensituation und vorherigen Stimmungslage! Wie in den Spielen zuvor hat aber das Torgestänge etwas dagegen und Pfosten und Latte verhindern weitere gute Tormöglichkeiten von Sararer und Ya Konan.

Ein bisschen mulmig wird uns, und wohl allen anderen auch, als der eingewechselte Okotie in der 73.Minute im Strafraum zuckend zusammenbricht und kurze Zeit später bewußtlos vom Feld transportiert wird. Gut, dass es hier wohl keine gesundheitlichen Folgen für den österreichischen Stürmer gibt, da er nach einer Untersuchung im Krankenhaus die Heimreise antreten konnte. Voraus gegangen war ein Zusammenstoß mit Rensing bei einem Eckball, als unser Keeper beim Wegfausten der Murmel den Stürmer mit dem Ellenbogen am Kopf getroffen hatte. Das Wechselkontingent der Münchner ist erschöpft.
Nachdem also die Löwen nur noch neun Feldspieler auf dem Spielfeld haben und noch genügend Spielzeit übrig ist, hoffen wir natürlich noch darauf, dass noch das ein oder andere Törchen zu unseren Gunsten fällt. Da dies aber dann doch nicht passiert, geht das Spiel vollkommen verdient mit 3:0 für die Fortuna aus und wir können endlich mal wieder einen gelungenen Auftritt unserer Jungs feiern. Dies machen dann die Spieler auch und kommen zur HUMBA in die Kurve. Wir können froh sein, dass Ya Konan an diesem Tag das Toreschießen besser drauf hatte, als Buchstabieren, denn in seinem „Job“ als Humba-Vorsänger fabrizierte der Ivorer einen Buchstabensalat aller erster Sahne! Hoffentlich bringt er sich selbst noch öfter in die Lage, die richtigen Buchstaben in die Kurve zu schmettern und läßt noch ein paar Doppelpacks folgen! 😉

Szene des Spiels: Gipfel der Unverantwortlichkeit nach Okotie-Zusammenprall

Vieles war super in diesem Spiel, aber auch eine Sache wirklich fürchterlich: Es ist absolut unverantwortlich, dass die medizinische Abteilung der Münchner Okotie nach dem Zusammenstoß mit Rensing wieder aufs Feld geschickt hatte. Denn am leeren Blick des Stürmers konnte selbst ein Laie am TV erkennen, dass er ordentlich einen mitbekommen hatte und immernoch benebelt war. Hier sollte die Gesundheit der Spieler doch klar vorgehen und nicht das bereits ausgeschöpfte Wechselkontingent Priorität haben. Da darf sich auch ruhig mal Löwen-Trainer Fröhling hinterfragen, anstatt im Anschluss für den Zusammenprall einen Elfer zu fordern. So sieht’s aus!

Fazit

Dieses Spiel hat richtig Hoffnung gemacht. Wie WICHTIG der Sieg in dieser Höhe war, zeigte die Spielertraube nach dem 3-0, zu der sogar Rensing rauseilte. Es wäre so wichtig, wenn sich jetzt ein Team einspielen würde. Wenn Sararer-Demirbay-Bebou-YaKonan unsere „Offensivachse of Doom“ bilden würden.

Es wäre toll, wenn Koch und Schmitz weiterhin so gut Aufgabenverteildung im zentralen Mittelfeld hinbekämen. Hinten wird es Wechsel geben müssen. Axel fällt eine Weile aus. Hat nun die Stunde von Holthaus geschlagen? Akpoguma war ja leider erneut nicht sehr überzeugend – so könnte Schauerte zurück nach Rechts und Holthaus könnte Freitag direkt mal gegen seine alten Kollegen ran. Bochum hat leichte Federn gelassen und ist doch eigentlich genau am kommenden Spieltag fällig für die erste Saisonniederlage, oder?? Aber hey, selbst ein Punkt in Bochum, die super in die Saison gestartet sind, wäre schon was.

Jedenfalls kann man sich endlich wieder auf die Fortuna freuen – und das ist sehr viel wert.

Auf dass es so bleibt, 95 OLÉ

Euer Adnan & Ingo

Souverän die Löwen gebändigt!

17 Nov

Unsere Jungs bleiben im Aufwärtstrend. Ein souveräner, wenn auch minimalistischer Sieg bei 1860 führt uns noch ein wenig näher an die Tabellenspitze.

Ist es nicht herrlich, sich wirklich Woche für Woche auf ein Fortuna-Spiel freuen zu können? Ist es nicht herrlich, dass unser Team derzeit imstande ist, höchst flexibel zu agieren und auf verschiedenen Wegen erfolgreichen Fußball spielt? Ist es nicht richtig herrlich, wenn das eigene Team das völlig berechtigte – wenn auch temporäre – Image der Unbesiegbarkeit mit sich trägt? Ist es nicht herrlich, dass unser Coach nicht einfach nur stumpf mit einer Formation agiert, sondern je nach Personallage taktisch umkrempeln kann und TROTZDEM gewinnt? So, genug gefragt – hier kütt die Antwocht: Ja, es ist herrlich!

Die Verletzungen von Lukas Schmitz und da Silva Pinto, so war zu vermuten, würden schwer wiegen. Immerhin gehören die beiden zu den fast schon erschreckend großartig etablierten Neuzugängen dieser Saison. Dazu noch das Verletzungselend von Heinrich Schmidtgal und die aberwitzige Formschwäche von Ben Halloran; also damit der fast Komplettausfall des gesamten für die linke Seite vorgesehenen Personals. Watt würde Reck nun machen, war die Frage. Mit seiner Lösung hatten selbst die Kabinenschnüffler der RP nicht gerechnet…

Aufstellung & taktische Ausrichtung

Hatten wir nach dem Kick gegen Ingolstadt noch gemutmaßt, wen unser Trainer denn anstelle von Schmitz und da Silva Pinto bringen würde, zauberte Olli Reck doch tatsächlich Fortuna-Ikone Lumpi Lambertz aus dem Hut und stellte gleichzeitig auch noch die taktische Grundordnung um. Axel rückte neben Schauerte, Soares und Tah in die Viererkette; Avevor, Lumpi und Gartner, der „Kampfschwein“ Pinto ersetzte, bildeten einen zentralen Dreifach-Mittelfeldblock, der die Zentrale mit Kampfkraft gegen die Löwen dicht machen sollte. Davor spielten Liendl und Benschop auf offensiveren Halb-Positionen und in der Spitze begann mal wieder Finnen-Knipser Pohjanpalo aka Torjanpalo aka Iceman aka Palimpalim für Jimmy Hoffer. Auf dem Tableau also ein 4-3-2-1. Der SKY-Kommentator nannte es „Tannenbaum“ – kann man machen…

HZ1: Mörder-Start und dann zwei Gänge zurück 

Olli Reck’s Griff in die taktische Trickkiste scheint die Hausherren ab dem Anpfiff  komplett zu überfordern, denn die Fortuna legt los, wie von der Tarantel gestochen! Die 60er werden erstmal gnadenlos überrannt und wissen nicht wo oben und unten ist. Unsere drei 6er blocken die Mitte komplett und machen dazu noch das Spiel schnell. So bekommen wir in der 4.Minute eine Ecke; naja, denken wir… Ecke… Hauptsache jetzt kein Konter-Gegentor… Mancher nutzt die Zeit, um datt „Kloser“ aufzusuchen, andere bestellen sich einen Drink oder suchen nach dem Selfie, den sie den Buddies noch unbedingt zeigen wollten.

Aber dann? Fortuna-Eckball-Totengräber? Weit gefehlt! Der junge Gartner schnappt sich die Murmel und tritt zur Standardsituation an; er bringt den Ball zwar etwas zu flach in den Strafraum, aber sein Landsmann Okotie kommt zu Hilfe und verlängert das Spielgerät unfreiwillig auf den langen Pfosten, dort steigt Soares höher als sein Gegenspieler und nickt aus nächster Nähe zur 1:0 Führung ein. Er markiert seinen ersten Treffer für die Fortuna! Watt für’n Start!

Die F95-Maschinerie läuft nun wie geschmiert und unsere Jungs spielen kampf- und spielstark auf den 2. Treffer hin – 1860 hat echt mal keine Schnitte und rennt hilflos hinterher. In Minute 9 ist Schauerte sichtlich überrascht, als er auf einmal (fast) allein mit Pohjanpalo im gegnerischen Strafraum steht; unser RV schaut sich erstmal um, ob es nicht doch Abseits ist und verpasst so das winzige Zeitfenster, um die Kirsche ideal auf Pohjanpalo abzulegen. Er hätte eigentlich auch selber draumzimmern können – doch so bleibt es bei der 1:0 Führung.

Fünf Minuten später hat Lumpi dann die Möglichkeit seine Rückkehr in die Startelf mit einem Traumtor zu krönen. Nach einem wahrhaftigen Traumpass von Liendl in den Strafraum, fliegt Lambertz in den Fünfmeterraum, nimmt den Ball direkt und knallt ihn an die Unterkante der Latte! Riesengeschepper, aber leider keine Bude. Mit der totalen Dominanz geht es dann noch ein paar Minuten weiter, danach ziehen sich die Fortunen aber weiter zurück und lassen die bisher absolut zahnlosen Löwen erstmal kommen. Die Hausherren (oder besser Hauskätzchen?) stellen sich auch besser auf Fortunas Taktik ein und bekommen mehr Spielanteile. Damit können die Gastgber aber nicht viel anfangen, denn unsere Abwehr steht sattelfest.

Das Spiel beginnt nun etwas zu dümpeln, denn die Blauen schaffen es nicht wirklich, gefährlich zu werden und bei unseren Jungs kommt es immer häufiger zu Konzentrationsmängeln, so dass die Konter meist schon im Aufbau scheitern. Das Einzige, was erwähnenswert ist, ist die wieder mal beeindruckende Souveränität im Spiel von Jonathan Tah. Die Coolnes in Person. Ach ja, und der Schiri hat wieder genervt! Lässt ein klares Foul an Liendl laufen, um Sekunden später, Soares‘ Grätsche, bei der er den Ball spielt, zu pfeiffen. Aber egal – die vielen Fouls in durchaus gefährlichen Positionen sollten für uns nicht gefährlich werden.

HZ2: Gezähmte Löwen ohne Schnitte

Wie so oft nutzt der Gegner die Zeit in der Kabine, um mit frischem Mut wieder auf’s Spielfeld zu kommen. Die Blauen versuchen mit all ihren Mitteln unsere Jungs in die Bredouille zu bringen. So in etwa gestaltet sich die gesamte zweite Halbzeit. Die Löwen kommen aber nur ein einziges Mal in der 50.Minute gefährlich voran, als Okotie im Strafraum Rensing prüft. Unsere Nummer #1 ist aber zur Stelle. Kurz darauf stellt unser Trainer personell um und nimmt Benschop vom Platz, der wirklich nicht sein bestes Spiel im Fortuna-Dress gezeigt hatte. Erat nimmt seinen Platz auf dem Spielfeld ein. Unsere Jungs rühren weiter den Abwehr-Beton an, der für ideenlose Hausherren undurchdringlich ist. Nicht wirklich schön anzusehen, aber was den Kräfteverzehr betrifft, durchaus effizient. Immer wieder stoßen die Blauen an ihre spielerischen Grenzen. Selbst aus den zahlreichen Standardsituationen können sie kein Kapital schlagen. Die Fortuna hat mittlerweile ihre Passsicherheit wiedergefunden und lässt den Ball recht souverän in den eigenen Reihen kreisen oder raubt den Münchnern mit geballter Zweikampstärke den letzten Nerv. Ein zweites Tor wäre natürlich schön gewesen, war aber irgendwie bei diesem Spiel nicht nötig, denn die Forteng bringt den Sieg ziemlich abgeklärt über die Zeit und nimmt als verdienter Sieger gerechterweise die drei Punkte mit an den Rhein.

Personelles & Ausblick

Rensing musste nicht viel tun – war aber, wenn man ihn brauchte. Er hatte lediglich bei einer Flanke von der linken Seite Probleme, wurde hierbei aber auch von Okotie im Fünfmeter-Raum angegangen und bekam daher Schiri-Rückendeckung. Axel links und Schauerte rechts erfüllten ihre Außenverteidiger-Rolle glänzend. Unbezahlbar sind die Nahaufnahmen der verbalen Scharmützel, die Axel gern mit seinen Gegnern führt. Soares und Tah harmonieren richtig gut. Für Soares ist es nach der so schwierigen Zeit unendlich wichtig, mit einem Tor seine Bedeutung für’s Team aufzuzeigen. Zu Tah fällt einem nicht mehr viel ein, außer, dass man immer wieder erwähnen muss, dass der Junge 18 ist! Natural Born Defender, der nach Worten Olli Recks nach dem Spiel gegneüber SKY eigentlich in der 2. BL nix verloren hat. Avevor war wieder grundsolige, schnell, agil und zweikampfstark. Gartner zeigte eindrucksvoll, dass er nur auf er Bank sitzt, weil Avevor und Pinto einfach noch einen Tick stärker sind. Aber gerade defensiv wusste der 20-Jährige absolut zu überzeugen. Tja, und Lumpi? Auch er zeigte, dass er da ist, wenn man ihn braucht. Er foulte zwar einige Male zu häufig und passte dann und wann ins Leere, aber insgesamt reihte auch er sich ein in das unüberwindbare Defensiv-Bollwerk. Es wurde aber auch klar, dass er wieder als Erster auf der Bank Platz nimmt, sobald Schmitz oder „Pinte“ wieder fit sind. Benschop sollte das Spiel einfach abhaken. Ihm gelang gar nix. Punkt. Liendl leitete Passstaffetten ein und zeigte den ein oder anderen von Reck verlangten Risikopass, der ihm natürlich nicht immer gelang. Dennoch starke Partie. Pohjanpalo war immer anspielbar und sorgt für mächtig Unruhe. Richtige Torgefahr strahlte aber auch er nicht aus.

Nach dem Montagsspiel ist vor dem Montagsspiel… So werden wir nach der elend langen Länderspielpause erneut zu Flutlichtzeiten antreten und diesmal Kräuter Furz empfangen. Wie schon eingangs erwähnt: Man kann sich einfach nur freuen, denn auch dieses Spiel wird uns mit sehr großer Wahrscheinlich  Freude bereiten. So ist unsere Forteng nämlich derzeit drauf.

In diesem Sinne – 95OLÉ

Ingo & Adnan

Die Eisernen wieder aus dem Sack gelassen…

16 Feb

Unsere Jungs geben ein Spiel, das sie mit cleverer Taktik in der ersten Hälfte dominierten aus der Hand. Das 1-1 ist leider ein gerechtes Ergebnis; und wieder wurden Punkte verschenkt.

Mit dem Punkt aus München konnte man eigentlich allseits gut leben. Und der Auswärtspunkt zu Beginn des Restprogramms der Saison 2013/14 war ein guter Start – naja, aber vielleicht auch nur, wenn man dann auch ordentlich nachlegen würde. So hofften wir darauf, dass uns gegen Union Berlin wieder ein deutliches Zeichen zur Überwindung der 2013er Fortuna-Tristesse gezeigt werden würde. Die „Köpekicker“ spielen mal wieder oben mit und waren daher auf dem Papier favorisiert. Und was hatten wir dagegenzusetzen…?

Aufstellung & taktische Ausrichtung

Chefcoach Köstner nahm nur dort eine Änderung vor, wo er dies auch tun musste: In der Innenverteidigung. Dort kehrte der zuvor gelbgesperrte Levels zurück und ersetzte den nun gelbgesperrten Bodzek. Sonst sahen wir die selbe Truppe wie bei 1860. Es macht durchaus Sinn, den Versuch zu unternehmen, eine stabil, Woche für Woche auftretende Startelf zu formen – Verletzungen und gravierende Leistungsschwankungen hatten dies zuletzt unmöglich gemacht. Und man muss durchaus sagen, dass dies aufzugehen schien…

HZ 1: Souveränes Bollwerk mit Traumtor

Wie schon gegen die 60er überlassen unsere Jungs dem Gegner das Spiel und sehen zu, sortiert zu stehen und nichts zuzulassen. Hierbei wurde der Gegner – bekanntlich fußballerisch keine Übermannschaft der Liga – zu erstaunlich vielen Abspielfehlern gezwungen. Durch sehr gutes Stellungsspiel und Einsatzwillen wird unterbunden, was Union aufzubauen versucht. Gleichzeitig verstehen es unsere Jungs, schnelles Umschaltspiel zu betreiben und einige erste, gefährliche Angriffe zu fahren. Noch in den ersten 10 Minuten kommen wir zu guten Chancen: Ein Mal kommt Benschop einen Schritt zu spät nach Flanke von Erat; und später kann Halloran den Abpraller nach einem Benschop-Freistoß nicht nutzen. Da hätte es durchaus schon klingeln können.

Ab der der 20. Minute wird die Gangart merklich härter. Es wird auf beiden Seiten beherzt „zugegrätscht“, sodass der bereits gelbverwarnte Berliner Antisympathikus Köhler bereits in der 22. Minute von seinem Trainer vom Feld geholt wird, bevor dies der Schiedsrichter mit einem Platzverweis veranlasst. Unsere Jungs stehen weiter diszipliniert und geordnet in zwei Viererketten auf dem Platz. Der Ballführende Gegner wird sofort gedoppelt. Kein Durchkommen für Union, das recht planlos gegen unsere Defensive anrennt. Dafür wird die Fortuna aber immer wieder durch schnell vorgetragene Konter gefährlich. Liendl verteilt die Bälle in gutem Tempo und mit Präzision; Halloran und besonders Erat machen das Spiel an der Seitenlinie schnell. In der 32. Minute gibt´s dann eine schöne Doppelchance der Fortuna: Zuerst versucht es „Tuggi“ Erat mit einem schönen Schuss, der jedoch nach vorne abgewehrt wird. Unmittelbar danach ledert Lumpi ab, aber der gute Gästekeeper Haas kann leider den mittlerweile verdienten Torerfolg unserer Jungs vereiteln. Nur drei Minuten später gibt es dann aber Grund zum jubeln.

Union-Verteidiger Schönheim versucht am 16er kläglich die Kirsche aus der Gefahrenzone zu befördern und legt dabei dem schlitzohrigen Erat das Spielgerät fast auf den Fuß. Unsere Nr. 25 nimmt (gefühlt zu lange) Maß und schlenzt die Murmel unhaltbar in den rechten oberen Torwinkel: Ein Traumtor! Bei seinem Jubel läuft er an allen ausgebreiteten Armen der Trainerbank vorbei und herzt statt dessen den auf der Bank schmorenden Hoffer! Was ein toller Junge, dieser Erat. Und wieder so ein kleines Indiz dafür, dass es in der Truppe stimmt. Bis zur Pause geht es dann eigentlich ohne weitere große Höhepunkte weiter, Fortuna steht hinten sicher, sorgt bei Kontern immer wieder für Gefahr und Union bekommt nix gebacken. Wir haben die Unioner schlichtweg im Sack!

HZ 2: Umgedrehtes Déja vu

Hatte am Montag noch LGK die Handbremse seines Teams in der Pause gelöst, übernimmt Gästetrainer Neuhaus diesmal diesen Job. Denn die „Eisernen“ kommen wie verwandelt aus der Kabine und schnüren die Fortuna erstmal in der eigenen Hälfte ein. In der 50. Minute senkt sich eine verunglückte Flanke gefährlich und landet auf der Latte – Giefer wäre wohl zu spät gekommen. Die Fortuna bekommt in dieser Phase irgendwie kein Bein auf die Erde, statt Spielaufbau, wird der Ball nur noch unkontrolliert nach vorne gebolzt. Ecken bleiben völlig harmlos. Berlin nimmt jetzt Fahrt auf und in der 54. Minute haben wir Glück, dass Latka gerade noch seinen Schlappen in den Schuss von Mattuschka hält und das Leder gerade noch an den Außenpfosten lenkt. Nur vier Minuten später wird aber die Passivität der Fortuna bestraft: namentlich durch Sören Brandy (na dann Prost!), der in unserem Fünfmeterraum einen von Fink unglücklich verlängerten Ball gekonnt annimmt und für Giefer unhaltbar zum Ausgleich in die Maschen versenkt.

Kurzzeitig gibt es nun ein Aufbäumen unserer Jungs, Latka köpft nach einer Ecke nur knapp am Tor vorbei. Unser Trainer wechselt nun offensiv und bringt Hoffer für Liendl. Obwohl wir die Einwechslung von Jimmy begrüßen, finden wir es doch schade, dass gerade unser neuer Ballverteiler vom Platz muss. Liendl hatte zwar nicht so einen starken Auftritt wie in München, doch hatten wir uns von seiner Passsicherheit für die Schlussphase noch einiges erwartet und erhofft. Die Auswechslung verpufft auch erstmal völlig und Berlin ist weiterhin am Drücker. Gerade über unsere rechte Seite kommt Union immer wieder gefährlich in die Nähe von Giefers Kasten. In der 74. Minute gibt es aber doch nochmal einen sehr kurzen Freudentaumel, als Erat zum zweiten Mal einnetzt – Pustekuchen, Abseits. Bei unserer Fortuna fehlt in dieser Phase der absolute Wille, dieses Ding zu gewinnen. Und die weiteren Einwechslungen von Köstner deuten leider auch darauf hin: Paurevic für Halloran und später Schmidtgal für Lumpi.

In den letzten zehn Minuten scheint den Berlinern etwas die Puste auszugehen, aber leider können unsere bei Konter spritziger wirkenden Jungs daraus kein Kapital schlagen. In der Nachspielzeit hätte Hoffer zum Helden werden können. Er leitet von der Mittellinie aus einen gefählrlichen Konter ein, läuft in gutem Tempo auf den Gästekasten zu. Doch man merkt schnell, dass er nicht so recht weiß, wie er das Ding jetzt abschließen will. Er verzettelt er sich dann in ein Dribbling, und statt den Ball auf den frei stehenden Benschop zu legen, tritt er zum Schlussakkord noch einen Berliner um – in short: Stürmerfoul statt Torchance! Dann ist auch sehr bald Schluss und man muss eher enttäuscht die Arena verlassen.

Fazit

Unsere Fortuna schien genau wieder den Fußball spielen zu wollen – und zu können – der sie vor allem in der Bundesligahinrunde so stark gemacht hatte: Gegner ausgucken, sicher stehen, zu Fehlern zwingen und dann schnelles Umschalt- und Konterspiel. So hatten sie Union über 45 Minuten im Sack. Und es sah tatsächlich nach einem richtigen Spielkonzept aus – etwas, das wir so lange nicht mehr erleben durften… Tja, und was ist dann passiert? Okay, wir sehen ein: Es gehören zwei Mannschaften zu einem Spiel und Union kam echt verwandelt aus der Kabine. Aber warum bekamen wir den nichts mehr in den Griff? Warum verloren wir plötzlich die Zweikämpfe, die wir in der 1HZ noch in einer Vielzahl für uns entschieden? Genau dies war der Schlüssel – denn plötzlich konnte Union das Mittelfeld spielerisch überbrücken statt wir. Es gab wieder Phasen und Minuten, in denen unsere Jungs schlichtweg nicht an den Ball kamen. Waren sie platt? Überrascht? Beeindruckt?? Schwer zu sagen – in jedem Fall war es unendlich schade, denn die erste Halbzeit hatte Hoffnung und sogar Spaß gemacht. Hoffen wir, dass es wertvolle Erkenntnisse für LGK gegeben hat.

Personelles & Ausblick

Giefer bekam kaum etwas auf’s Tor, sah bei der Bogenlampe von Mattuschka unglücklich aus, konnte aber das Tor nicht verhindern. Unsere Abwehrreihe stand eigentlich gut. Ab und zu passierten vor allem Balogun im Spiel nach vorne unnötige Fehler. Doch die Defensive hatten sie im Griff. So auch Lumpi und Fink, die aber beide in der zweiten Halbzeit stark nachließen – vor allem Fink. Halloran und Erat sind durchweg offensiv gefährlich und sorgen mit ihren Rochaden für Verwirrung. Liendl bewies wieder seinen Wert im Spielaufbau und wurde nach seiner Auswechslung durchaus vermisst. Benschop blieb erneut ungefährlich vor dem Tor – leider. Dies traf aber auch völlig auf den eingewechselten Hoffer zu. Generell ließen die Wechsel einige Fragen offen – man muss aber auch bedenken, dass Wechsel nicht nur dazu da sind, einen Spieler zu ersetzen, der nachlässt. Wechsel dienen auch dem Zweck, anderen Spielern eine Chance zu geben, sich zu präsentieren. Diese Chance haben Hoffer, Paurevic und Schmidtgal (kurzer Einsatz) nicht wirklich genutzt.

Man vermisst ein wenig das Gefühl, dass die Mannschaft auf Sieg spielt. Sie scheinen da wirklich nicht dran zu glauben – oder der Trainer tut es nicht. Anders sind diese eher defensiven Wechsel nicht zu deuten.

Nun denn – schauen wir, was in Bochum so geht. Mit Blick nach unten muss man da durchaus punkten. Drin ist es allemal.

Bis nächste Woche – 95 OLÉ,
Ingo & Adnan

Versöhnliche Punktlandung bei den Löwen

13 Feb

Unsere Jungs holen sich nach einem insgesamt soliden Auftritt einen Auswärtspunkt bei 1860 München. Nach einer voll auf Sicherheit ausgelegten 1. HZ traut sich unsere Fortuna etwas mehr und egalisiert einen Rückstand nach schönem Treffer von Ben Halloran.

Gute Güte… Diese gähnende Leere während der Winterpause. Ist das eigentlich noch zeitgemäß? In jedem Fall hat es unendlich lange gedauert. Aber nun geht es wieder los. Woche für Woche werden wir wieder das Spektakel um unsere Jungs verfolgen.

Spiele gegen 1860 sind immer unangenehm. Die Truppe ist stets ein Störenfried in den oberen Rängen der Zweiten Liga – auch wenn sie lange nichts mehr mit dem Aufstieg zu tun hatten. Ein „latenter Kandidat“ für das Aufstiegsrennen bleiben sie immer. Somit dürfte es Maßgabe gewesen sein, sich bei der Truppe von Friedhelm Funkel erst mal nach hinten zu sortieren, bevor überhaupt etwas nach vorne gewagt wird. Und es stand dabei die große Frage im Raum, was LGK in seinem Debut als Fortuna-Trainer personell vorhaben würde. Wir haben viel gelesen über die Notwendigkeit einer Hierarchie im Team. Gleichzeitig haben wir viel gelesen über die Notwendigkeit, junge Spieler heranzuführen. Doch schnell wird klar, für das eine braucht man das andere… Deshalb leuchtete schnell ein: LGK wird versuchen, unsere vermeintlichen Routiniers in die Pflicht zu nehmen. Und die Aufstellung bestätigte dies.

Aufstellung & taktische Ausrichtung

Mal wieder sehen wir eine komplett neue Abwehrreihe: Außen spielen Weber (LV) und Balogun (RV) und innen Latka (RIV) und Rückkehrer Bodzek (LIV). Besonders für Bodzek ist es sicher ein gutes Zeichen, dass Köstner ihn unmittelbar einsetzt, sobald er wieder fit ist. Er könnte durchaus ein Gewinn für den Spielaufbau sein – eine vermeintliche Schwäche von Malezas, der auf der Bank Platz nehmen musste. ZDM spielten Lumpi und Fink. Das war durchaus überraschend, da Christian Gartner sich sehr gut präsentiert hatte. Aber so stand bereits die komplette Fortuna-Routine auf dem Feld: Weber, Lumpi, Fink, Bodzek! Davor aber dann Jungspund-Alarm: Halloran und Erat wechselten sich auf den Flügeln ab. Debutant Liendl quasi als #10 und davor Charli Benschopp. Die Devise musste also lauten: In aller Ruhe hinten absichern – und aus der daraus resultierenden Sicherheit nach vorne agieren.

1. HZ:  Vorsicht ist die Mutter der Fortuna-Kiste

Sofort nach dem Anstoß wird deutlich, dass unsere Jungs erstmal darauf bedacht sind, in der Defensive nichts anbrennen zu lassen. Die Münchner beginnen ganz im Stile einer Mannschaft, die sich für Rückrunde eine Menge vorgenommen hat. Trotzdem ist beiden Teams auch erstmal die lange Pause anzumerken, denn Nervosität und Hektik im Spielaufbau ist beiden Teams in der Anfangsphase noch anzumerken. Für den neutralen Beobachter ein Albtraum von einem Fußballspiel…

Die Löwen sind aber in der ersten Hälfte eher zu einem ordentlichen Spielaufbau in der Lage; bei unseren Jungs geht es erstmal nach dem Credo: Die Null muss stehen! So kommt es dann auch, dass sich die 60er an unserer Abwehrreihe die Zähnchen ausbeißen. Wer hier aggressiver auftritt, ist jedoch sofort zu erkennen. Die Fortuna fightet – Lumpi ist mal wieder gut dabei; denn spielerisch geht nämlich zunächst gar nix. Unserem neu verpflichteten Spielmacher, Michael Liendl, ist sofort gute Ballbehandlung und Passsicherheit zu attestieren. So kommt es dann auch, dass unsere neue Nr. 5 in der 20. Minute zum ersten Mal den Schlabberbuxen-Routinier, Gabor Kiraly, mit einem beherzten Linksschuss vom 16er prüft. Der folgende Eckstoss wird dann in „altbewährter“ F95-Hinrunden-Manier abgeschlossen und endet mit einem Foul für 60, da Halloran den Gegenspieler umnietet. Das müssen wir einfach noch lernen.

Einige Minuten später wird es aber vor unserem Kasten gefährlich: Der neu Löwen-Japaner, Osako, wird in unserem 5er angespielt, aber Christian Weber grätscht den Ball mit der Rettungs-Aktion des Tages gerade noch ins Aus. Fabian Giefer beglückwünscht unser Außenverteidiger mit solch einer Inbrunst, dass ihm glatt die Sabber vom Kinn tropft! Sehr schön zu sehen, wie sich die Jungs gegenseitig stark machen. Ein paar Minuten später bekommt Bodze seine 5. Gelbe Karte gezeigt, da es dem Schiri mittlerweile zu viel geworden ist. Allerdings war der gute Herr Kampa doch sehr kleinlich in seiner Regelauslegung, denn beinahe jeder Körperkontakt wurde abgepfiffen, was bei unserer aggressiven und defensiven Spieleinstellung doch eher zum Nachteil wurde. Die erste Hälfte endet also 0:0. De Effümmenöinzisch stand in guter Ordnung und auf Sichern bedacht, sodass 1860 trotz besserer Spielanlage zu kaum nennenswerten Chancen gekommen ist.

2. HZ: Mehr Mut zum Risiko

In der Pause muss LGK bei den Jungs wohl die Handbremse gelöst haben, denn wir sehen sofort eine Fortuna, die jetzt nicht nur sicher verteidigt, sondern auch mutiger nach vorne spielt. Sofort gibt es in der 48. eine wirklich schöne Kombination über Balogun und Benschop zu sehen, die Erat aber leider übers Tor der Löwen jagt. Von den Münchnern ist in dieser Phase nach vorne nichts mehr zu sehen. Sie wirken gezähmt und wie leicht verschüchterte Schmusekätzchen. In der 55. Minute lässt unser Ösi-Regisseur Liendl seine technische Klasse mal wieder aufblitzen, zieht mehrer Münchner auf sich und schafft es trotzdem noch einen blitzsauberen Pass zu Benschop zu spielen. Der bedient direkt Lumpi und, auch wenn nur eine Ecke rausspringt, merkt man, dass sich da etwas regt im Team. Weitere fünf Minuten später ist es wieder Lumpi, der blank vor Kiraly auftaucht. Nach feinem Pass von Sturmtank Charli geht Monsieur Lambertz mittig aufs gegnerische Tor zu und verzieht aus aussichtsreicher Position leider mit seinem linken Schlappen recht kläglich rechts neben das Tor. Die beste Chance des Spiels bis jetzt…

Kurz darauf macht Löwen-Trainer Funkel beim Spielerwechsel in der 62. Minute alles richtig. Mit seinem ersten Ballkontakt schieß Moritz Stoppelkamp einen scharf angeschnittenen Flachschuss nach einem Eckball auf unser Tor. Giefer kann die fies angeschnittene Murmel nicht festhalten und 1860-Debütant Osako staubt am grätschenden Bodzek zur Führung ab! 0:1. Giefers Ding? Ja, eigentlich schon. Aber kein Fortune lässt den Kopf hängen – ganz im Gegenteil. Die Jungs scheinen zu wissen, dass hier was zu holen ist – vor allem in der 2. HZ. In der 66. vergeben wir die nächste Großchance, als Erat nach schöner Weber-Flanke von links frei im Strafraum zum Kopfball kommt. Den setzt er aber leider direkt in die Hände des Schlabberhosen-King Kiraly. Nur vier Minütchen später ist es aber soweit und wir können uns über das erste Fortuna-Tor 2014 freuen…

Halloran initiiert im Mittelfeld einen Vorstoß und passt den Ball auf die linke Seite. Während sich seine Mitspieler gekonnt die Kugel hin- und herpassen, startet er in die große Lücke des Münchner Strafraums. Am 16ner angekommen, flankt Liendl quer auf den nun frei stehenden Halloran, der die Kugel annimmt und dem anstürmenden Kiraly durch die Hosenträger spiel. Ausgleich! Voll verdient und obendrein noch schön gemacht. Unmittelbar danach zieht sich die Fortuna aber leider etwas mehr zurück und Köstners Auswechslungen bestätigen, dass man mit der Punkteteilung völlig zufrieden ist. In den letzten fünf Minuten geht das dann aber beinahe sogar noch in die Hose. 1860 möchte nun doch die drei Punkte haben und kommt zu mindestens zwei gefährlichen Abschlüssen. Doch es bleibt dabei. Ein Punkt bei den Löwen – kann man wohl machen…

Personelles & Ausblick

Ja, klar… Giefer sieht beim dem Schuss von Stoppelkamp blöd aus. Und jedes Mal, wenn seine Wechselgerüchte wieder aufkochen, geht die Fanschar sehr hart mit ihm ins Gericht. Das Ding ist definitiv sein Fehler. Den Ball fängt er wohl an anderen Tagen, aber bleiben wir fair: Er wirkte sonst im Spiel sehr sicher und kommunizierte viel mit seinen Teamkollegen. Er wirkt weit entfernt von der Aufgeregheit der Bundesliga-Rückrunde. Da braucht man sich keine Sorgen machen. Bodzek war in der ersten Halbzeit der Mann mit den meisten Ballkontakten und holte sich früh seine fünfte Gelbe Karte. Doch zusammen mit Lakta hatten sie die Defensive später gut im Griff. Balogun und Weber waren außen völlig unauffällig. Nix Tolles; nix Schlimmes! Lumpi und Fink waren für ihre Verhältnisse zuletzt wirklich verbessert. Vor allem Lumpi eroberte viele Bälle. Bei Fink bleibt es dabei: Er ist nicht der Gestalter, den einer der beiden 6er einfach markieren muss. Dazu ist er weiterhin zu langsam. Halloran und Erat haben etwas gebraucht, um ins Spiel zu finden. Doch in der offensiveren Zweiten Halbzeit kam auch über die beiden mehr. Unserer #23 wird das Tor sehr, sehr gut getan haben. Wenn die Außenverteidiger hinter ihnen etwas stärker werden, dürfte unser Flügelspiel wieder ein Kontergarant sein. Tja, und Liendl… Das war teilweise toll anzusehen. Ballbehandlung, Übersicht und Ruhe wirkten beeindruckend. Sein Assist war Zucker. Hoffen wir, dass er genau so weitermacht und in Fahrt kommt. Benschop blieb zwar insgesamt zu ungefährlich, besticht aber durch sein mannschaftsdienliches, laufstarkes Spiel. Er wird eine echte Säule für das Team bleiben.

Nach dieser Punktlandung in München darf man sich auf den nächsten starken Gegner freuen: Union Berlin. Die mischen weiterhin fröhlich in den oberen Rängen mit. Wir müssen schauen, dass wir durch weitere Punkte den Abstand nach unten vergrößern – es sind nur vier bedrohliche Punkte und ein mieses Torverhältnis. Auch gegen Union dürfte es erst mal um Sicherheit gehen. Das macht Sinn, da die Fehler in der bisherigen Spielzeit einfach zu „teuer“ waren…

Köstner muss auf Bodzek verzichten. Malezas dürfte somit wieder reinrücken. Levels hat die Gelbsperre abgesessen und wäre Kandidat für Rechts oder auch auf links. Da meldet aber auch Schmidtgal sicher Ansprüche an. Nach Gartners Verletzung dürfte klar sein, dass Lumpi und Fink wieder zentral auflaufen. Vielleicht festigt sich endlich mal eine Startformation.

Naja, warten wir’s ab – dauert ja gar nicht mehr so lange.

In diesem Sinne – 95 OLÉ

Ingo & Adnan

Gastbeiträge: „11-0 Ecken, 1-2 Tore“ & „Tagesablauf 3. Spieltag“

11 Aug

Da weder Ingo noch Adnan die Gelegenheit hatten, das Spiel gegen 1860 live zu sehen, haben wir unsere werte Leserschaft gebeten, diesmal fuer einen Spielbericht fuer uns einzuspringen. Der hoch geschaetzte Luis Frias hat uns sein Stadionerlebnis fuer diese Woche zur Verfuegung gestellt. Und der gute Fortuna-Micha liefert uns seinen wunderbar nachempfindbaren Spieltagsablauf. Wir danken beiden herzlich dafuer.

11-0 Ecken, 1-2 Tore

Ungläubig habe ich das Stadion verlassen. Ungläubig ob so viel Dummheit? Oder war es Unvermögen? Oder zahlen wir Lehrgeld für unsere offensive Ausrichtung?

Fassen wir die Geschehnisse zusammen. In den ersten 10 Minuten hatte ich Angst, unsere Mannen wollen die Löwen auffressen. Dem Feuerwerk an permanentem Pressing konnte man kaum folgen. Man hatte phasenweise das Gefühl, wir hätten 2-3 Spieler mehr auf dem Platz.

Dann aus dem Nichts ein weiter Einwurf, Kopfballverlängerung, Lauth steht mutterseelenalleine, drin ist die Kirsche. Unglaublich. Während Teile der Zuschauer noch nach Knochen von gefressenen Löwen auf dem Rasen suchen, reiben sich andere immer noch ungläubig die Augen. Was war das denn?

Unsere Jungs schütteln sich ein paar Mal und weiter geht’s. Weiter gibt es nur eine Richtung, die in Richtung des Fussball-Rentners in seinen Uncle-Sam-Gedächtnishosen. Was jedoch dem stillen Beobachter auffällt, einige Spieler bringen keine Normalform. Das Mittelfeld findet kaum statt. Die extrem hoch stehenden Aussenverteidiger werden meistens aus der Innenverteidigung angespielt. Bodzek, sonst eine Bank an Zuverlässigkeit, spielt in der ersten Halbzeit kaum einen Ball, der einen Mitspieler findet. Was war los Bodze? Katzenallergie? Lumpi, heute durchgehend müde wirkend, versucht wieder all die Dinge, die er leider nicht kann, Abspiele diagonal über den Platz, Doppelpässe, Pässe in die Tiefe. Lumpi, hör auf deinen Trainer, Ball erobern und abspielen, das kannst du und dann bist du wertvoll für die Mannschaft. Axel, wie immer als Duracell-Häschen unterwegs, ab und an unglücklich im Abspiel, dann glänzend, wenn er direkt mit Ramirez kombinieren kann.

Bolly, für mich enttäuschend bisher. Gute Aktionen, seiner überragenden Schnelligkeit geschuldet, macht er sich selber kaputt. Wenn schon seine Augen seinem Tempo nicht folgen können, so sollten seine Ohren, trotz des „Laufwindes“, das Rufen seiner Mitspieler hören. Vielleicht ist aber unser Kenia ganz einfach nur zu klein und zu leise und man muss ihn übersehen. 4 Mal hat er damit aussichtsreiche Möglichkeiten ausgelassen. Bolly, du bist sicher ein Rennpferd, aber nimm bitte die Scheuklappen runter.

Das 1-1, längst überfällig, wird gut herausgeholt von Kenia. Sein Mut zum Dribbling wird hier belohnt. Wenn der Junge fitter und spritziger wird, bereitet er uns noch sehr viel Freude. Benschop, die Kante, hämmert das Ei vom Punkt trocken hoch ins rechte Eck.

Apropos Benschop, wirkt für manch geneigten Betrachter unauffällig, ist aber immer präsent. Immer anspielbar, den Ball gut abdeckend, Räume machend mit seinem wuchtigen Body, nicht vom Ball zu trennen und einen mächtigen Bums im rechten Fuß. Kurz vor Schluss leider am Tor vorbei.

Die zahnlosen Löwen weiter beeindruckt, kriegen kurz vor der Pause fast noch das 2-1. Bolly ist leider kein Knipser, somit ein sehr schmeichelhaftes 1-1 für die zahnlosen Löwen. Die müssen beim Pausentee sehr ungläubig dreingeschaut haben.

Nach der Pause versuchen unsere Mannen weiter auf Sieg zu spielen. Ein verbesserter Bodzek bringt mehr Bälle an den Mann, aber irgendwie kriegt man das Gefühl, hier passiert nichts mehr. Die zahnlosen Löwen haben über das gesamte Spiel nicht den Anschein gemacht, das sie hier überhaupt was holen wollen. Defensiv eingestellt, schon in der ersten Halbzeit das Spiel verzögernd, hier passiert nichts mehr.

Und dann, wieder aus heiterem Himmel, der zweite Torschuss der Miezen, Tor. Unfassbar. Was war das denn jetzt wieder? Reise verlängert einen Abschlag von Uncle Sam unglücklich in den Lauf einer Mietze, Tobi stellt sich im Zweikampf etwas dämlich an (Wiedenbrück noch im Kopf?) und drin ist das Ding. Man schaute sich um und sah noch mehr ungläubige Blicke als nach dem 0-1. Man war anscheinend im falschen Film.

Danach nicht mehr viel Berichtenswertes, weiter Druck nach vorne, aber auch MB hat heute nicht seinen besten Tag. Keine der Auswechslungen war von Glück behaftet, waren sie überhaupt sinnig? Reise fiel kaum auf, war er wirklich auf dem Platz? Genki lief mit seinen kurzen Teckelbeinen von Löwe zu Löwe, aber eigene Aktionen blieben in der vielbeinigen Löwenabwehr hängen. Gerrit kam zu spät um noch was zu reißen.

So kommt, was heute wohl kommen musste, wir verlieren ein Spiel, dass man nach dem Spielverlauf eigentlich gar nicht verlieren kann. Kommt vor, darf aber nicht häufiger passieren.

Noch die Kurzkritik zu den nicht erwähnten Akteuren, Balogun sehr schwach, Ramirez wieder Extraklasse, Giefer arbeitslos, man hätte heute auch ohne Torwart nicht mehr als 2 Tore bekommen, Bomheuer zuverlässig, wie auch Levels, der sich am Ende noch gegen die Niederlage gewehrt hat.

Schliesslich: Fans, die ihren eigenen Spieler auspfeifen, sind keine Fans. Geht nachhause, kommt nicht wieder und schaut den FC Bayern.

95 Ole

Euer Luis (Fuppes95 Gast)

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Tagesablauf 3. Spieltag!

Freitag Morgen 7 Uhr: Ich werde wach und sofort schiesst es mir in den Kopf…Heute: FOOOORTUUUUUNNNAAAA !!!
7.30 Uhr.:Unter der Dusche werden die ersten Fortuna-Lieder gesummt.
7.40 Uhr: Aus dem Summen wird langsam ein lautes Singen.
8.15 Uhr: Ich streife mir mein Trikot über und beschliesse nicht ins Büro zu fahren und von zu Hause aus zu arbeiten.
12.30 Uhr: Es macht sich ein mulmiges Gefühl breit…(Mann…Hoffentlich gewinnen wir heute)
13.15 Uhr: Ich stelle gerade fest,dass ich mulmige Gefühle hasse und ich mal unter Gleichgesinnten muss.
13.30 Uhr: Lappy heruntergefahren…Auf gehts zum „SCHLÜSSEL“ !!!
14.30 Uhr: Da es mir in letzter Zeit immer schwerer fällt unsere „Launische Diva“ bei klarem Verstand und klarer Sicht zu betrachten
                 treffe ich die notwendigen Vorkehrungen und order in kurzen bestimmten Zeitabständen die „Tränen Gottes“….BIER !!!
15.00 Uhr: Sämtliche Freunde,Bekannte und Fortunen sind eingetroffen.
15.30 Uhr. Das mulmige Gefühl weicht einem noch nicht ganz so breitem Dauergrinsen.
16.30 Uhr: Aufbruch zur Arena…das Grinsen breiter.
17.15 Uhr: Das übliche Stelldichein vorm Block kommt in Fahrt. 0,25l Gläser werden nun durch 0,5 liter Becher ersetzt.
18.15 Uhr: Ab in den Block…Sieges-und Biertrunken schreie ich die Mannschaftsaufstellung mit und freue mich meines Lebens.
18.30 Uhr: Es geht los und es sieht gar nicht schlecht aus.Zufriedenstellend bis Gut.Dann trifft 60 aus dem Nichts zum 0:1.
                 Na ja…es ist ja noch früh und unsere Tuna spielt alles andere als schlecht…Mittlerweile hab ich auch schon meinen 6. Humpen drinne
                 und vielleicht die Altbierbraune Fortuna-Brille auf.
                 Nöööö…hab ich nicht…Schöne Aktion von Kenia…ELFMETER !!!…Benshop macht das 1:1 !!!…Prima…darauf erst mal ein Bier !!!
19.15 Uhr: Ich bin im Geiste schon bei der Ehrenrunde…bei der HUMBA und bei „An Tagen wie Diesen“ und male mir gerade aus wie hoch unser
                 Kantersieg ausfallen wird…Wir sind ja soooooo überlegen.
19.30 Uhr: 2. Halbzeit beginnt.Ist ja nur eine Frage von Minuten bis wir in Führung gehen…denke ich mir mit meinem 9. Humpen in der Hand.
19.55 Uhr: das Spiel plätschert dahin….genau wie das Bier in meinem Wanst….Mein Grinsen hat nun Optimabreite !!!
20.00 Uhr: Machen wir die Sache rund und greifen Humpen Nummer 10 an.Während ich auf mein Bier warte (man war so nett und hat mir immer
                 geholt) kam ich zur Überlegung,dass es mit dem Kantersieg wohl nix mehr wird.
20.03 Uhr: Mein Bier ist da !!!…und dachte mir:WENN WIR NOCH 5 ELFER BEKOMMEN,KÖNNTEN WIR DAS DING VIELLEICHT NOCH 3:1
                 GEWINNEN.
                 Aber dann kam alles anders:
                 Effektive 60er kommen das 2.Mal in 90 Minuten vor das Tor und machen dann auch die Hütte
                 Von der Überlegenheit der Fortuna war ja eh schon nichts mehr zu sehen.Es kam einem vor als findet das Spiel
                 im Mittelkreis statt.
                 Na ja…die Jungs werden sich wohl nochmal aufbäumen…Sind ja noch so ca. 13,14,15 Minuten.
                 Allerdings hatten die Spieler mal wieder andere Überlegungen als ich.
                 Die etwas anderen Überlegungen bestätigten sich auch.
                 Mein mittlerweile 12.Humpen konnte mich auch nicht mehr trösten…allerdings kam jetzt zum überbreiten Dauergrinsen
                 ein hysterisches Kichern dazu.
                 Wie auch schon in beiden Spielen zuvor.
20.25 Uhr: Und wieder verliess ich die Arena ohne Ausbeute…Selbst der Becherpfand wanderte in den Sammelsack.
                 Also…wieder mehr Promille als Punkte…aber da muss man sich ja bei mir nicht wundern…..!!!!
                 Ausserdem hatte ich ja noch mein Grinsen und mein Kichern…Beides habe ich mir während des Spieltags hart erkämpft.
                  Also ging es nach diesem anstrengenden Spiel zum lockeren „AUS-SAUFEN“ !!!
Samstag-Morgen 16.00 Uhr: Ich wurde wach…natürlich noch das Trikot an.
16.05 Uhr: Nachdem ich dem Nachdurst Paroli geboten habe kam mir wieder der Gedanke an das Spiel. Ich dachte mir mal wieder…MUND ABWISCHEN UND WEITER !!!…Nächste Spiel!!! UND WIEDER FING DIESES HYSTERISCHE KICHERN AN !!!
16.30 Uhr: Man denkt über seinen Verein nach und überlegt was man besser machen kann. Dann keimte Hoffnung auf : Sollten wir in dieser Saison ca. 90 Elfmeter bekommen kann es für einen einstelligen Tabellenplatz reichen. Trotz allen Ärgernissen und Fortunabedingten erhöhtem Alkoholkonsum sehen wir uns natürlich in Berlin. Ich kann jetzt nicht anfangen meiner „DIVA“ die kalte Schulter zu zeigen.  Und ausserdem würde es meinen Ablauf stören. Wollen wir mal hoffen,dass die 90 Minuten Fussball bald nicht mehr das störende und nervende Element bei einem schönen Fussballabend-oder nachmittag sind.
Das war mal ein kleiner Einblick von einem Spieltag von Fortuna Opa Micha !!!
Lg Micha