Archiv | Oktober, 2015

Ein Sieg ist ein Sieg ist ein Sieg!

19 Okt
Unseren Jungs gelingt endlich wieder ein Heimsieg. Keine Gala, nein. Aber vom Spirit her 100%ig bei der Sache überzeugt unser Team gegen harmlose und limitierte Bielefelder.
Der Krampf hatte uns längst eingeholt. Wieder mussten wir während einer Länderspielpause hoffen, dass sich etwas tut bei der Forteng und endlich Wege gefunden werden, Lockerheit, Zuversicht und Teamgeist in diese Mannschaft zu impfen. Doch dann ist da dieser Lärm im Vorstand des Vereins. Kaum einer blickt da noch durch und wir erleben den klassischen Fall, dass ein unruhiges Umfeld in der Vereinsführung sich negativ auf die Saison auswirkt. Die Stimmung unter den Fans ist angespannt, und auf dem Platz will der Knoten einfach nicht platzen. Schon wieder so unendlich viele Dinge, um die man sich Gedanken machen muss, statt sich einfach nur auf 34 Saisonspiele zu freuen. Nun denn – das ist Fortuna; auch 2015. Da müssen wir jetzt durch. Ein Blick auf die Aufstellung machte deutlich, dass Kramer sich ebenfalls ein paar Gedanken gemacht hatte…
Aufstellung und Taktik
Für die dringend nötigen Optimierungen zauberte Coach Kramer einige Änderungen in der Startaufstellung aus dem Hut. Bereits in der Viererkette gab es ersten Änderungen. Als RV begann Julian Koch und Schauerte wurde auf die linke Seite verschoben; die Innenverteidigung bildeten die Routiniers Haggui und Bodzek, der nun erst mal Strohdiek verdrängt zu habe scheint. Auf der Bank fand man keinen Lukas Schmitz – hier wird gerüchteweise gemunkelt, dass es zwischen Schmitz und Kramer gekracht hatte! Im Mittelfeld wurden unsere Fortunen auch ordentlich durcheinandergewürfelt; zentral standen Sobottka und Dermirbay und auf den Außenpositionen kehrten die beiden Tempomacher Bolly und Sararer zurück. Durch die Aufstellung der beiden Stürmer Pohjanpalo und Ya Konan ergab sich somit eine 4-4-2 Formation – ohne 10er, mit zwei Stürmern. Und wir erlauben uns zu schreiben, dass wir genau diese Formation zuletzt gefordert hatten 🙂 Unser Ex-Trainer Norbert Meier – mit Applaus begrüßt – und seine Aufsteigertruppe aus Bielefeld bot keine allzu bekannten Namen auf. Außer dieser Riese Klos vorne, der schon die ein oder andere Bude gemacht hatte. Auf dem Papier also mal wieder eine eindeutige Sache.
 
HZ1: Der Selbsttunnel
Der Spielstart ist dann wirklich keine große Überraschung – Bielefeld zieht sich weit zurück, überlässt der Fortuna mehr oder weniger das Spielfeld und hofft darauf, dass unsere Jungs wie in den Spielen zuvor gegen „Maurer“ verzweifeln und die Gäste somit selbst durch Konter zum Erfolg kommen können. Die Fortönn macht aber zunächst erstmal selbst einen gemächlichen Eindruck und rennt nicht wie in den letzten Spielen krampfhaft nach vorne, um sofort den Sieg erzwingen zu wollen. Daraus ergeben sich erstmal 20 Minuten Mittelfeldgekicke ohne nennenswerte Chancen. Zumindest ist aber zusehen, dass sich die Jungs ins Zeug legen und konzentriert sind. Beide Teams werden nach und nach wacher. Innerhalb von zwei Minuten bollert erst Linksfuß Demirbay zum ersten Mal nennenswert auf den Kasten von Gästekeeper Hesl und im direkten Gegenzug muss auch Rensing zum ersten Mal in diesem Spiel einen Kopfball aus kurzer Distanz parieren.
Wenig später gibt es dann endlich Dank Ballkünstler-Sercan Grund zum Jubeln! Zusammen mit Julian Schauerte setzt sich der Deutsch-Türke auf der linken Seite durch und zwei Bielefelder beteiligen sich freundlicherweise  (aber wohl unfreiwillig) am Kombinationsspiel, da ihre Klärungsversuche wie perfekte Zuspiele auf die beiden Fortunen wirken. Am Ende dieser etwas kuriosen Kombination tankt sich Sararer bis zur Grundlinie durch und läßt ein flaches Zuspiel in die Mitte folgen; der Winkel ist für einen gefährlichen Pass in den Rücken der Abwehr eigentlich schon viel zu spitz aber wir können uns über die freundliche Beihilfe des gegnerischen Keepers bedanken, da sich Hesl nach der Hereingabe Sararers mit der eigenen Hacke irgendwie selbst tunnelt und die Kirsche im Tor versenkt. So was nennt man: Tor erzwingen. Bravo, Sercan!
Ein paar Minuten später „feiern“ wir den obligatorischen Alu-Treffer des Spiels, als Schauerte deftig aus der 2.Reihe drauf pöhlt. Leider schmettert das Pfund gegen die Latte – schade! Die Gäste probieren es nun hin und wieder auch mal mit einem Torabschluss aber Rensing ist auf dem Posten und auch die Feldspieler schmeißen sich im Kollektiv zum Blocken bereitwillig in die abgegebenen Schüsse der Gäste. So passiert dann bis zum Pausenpfiff nicht mehr besonders viel Erwähnenswertes, da auch die Offensivbemühungen (besonders durch Unruheherd Sararer) der Fortuna nicht Zählbares mehr hervorbringen.
HZ2: Als Team die Führung verteidigt
Die Teams kommen unverändert aus der Kabine; zumindest was des Personal betrifft, denn in puncto taktischer Marschroute kann man schon die ein oder andere Änderung wahrnehmen. Bielefeld versucht nun selbst, das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen, während die Fortuna auf Konterspiel setzt. Bis aber mal gefährliche Konterattacken durch Demirbay und unseren Didi zu Ende gespielt werden, dauert es bis zur 70. Minute. Dass diese dann nicht von Erfolg gekrönt sind, liegt am guten Gästekeeper Hesl. Auf der anderen Seite verteidigt die Fortuna als Team und macht es diesmal richtig gut. Zwar kommen die Bielefelder ein paar Mal zum Torabschluss, aber spätestens bei Rensing ist Schluss – der Mann ist wirklich konstant eine Bank. Die beste Chance der zweiten Hälfte sollte dann unser „Iceman“-„Palimpalim“ Pohjanpalo beisteuern, der in der 86. Minute nach einem dynamischen Lauf aufs Gästetor zimmert, aber Torhüter Hesl nicht überwinden kann.
Da eine Ein-Tore-Führung immer eine gewisse Unruhe in der Schlussphase mit sich bringt, sind wir heilfroh darüber, dass die Fortuna sich diesmal eben NICHT den Schneid am Ende abkaufen lässt, sondern genau das zeigt, was wir sehen wollen – leidenschaftlichen Kampf! Die Jungs unterstützen sich gegenseitig und bügeln etwaige Fehler des Mitspielers bereitwillig aus! Coach Kramer entschließt sich in der Schlussphase dann dazu die Kampfkraft des Teams zu erhöhen und den Fortuna-Beton zu kräftigen und bringt mit Akpoguma und Strohdiek weitere Absicherungen. Auch Fink soll das defensive Mittelfeld stärken und macht es diesmal wieder richtig klasse. Wie wichtig dieser dreckige Sieg für den Teamspirit und die Ruhe in der Mannschaft und im Verein ist, kann man jedem einzelnen Spieler am Gesicht ablesen. Dass dies aber nur EIN Schritt in die richtige Richtung ist, scheint diesmal jedem klar zu sein, da Aussagen über Siegesserien etc. nicht getätigt wurden!
Szene des Spiels
Diesmal hat Ballkünstler-Sercan die Szene des Spiels geliefert. In der ersten Hälfte – es war nach seinem Tor – bekam er ein weites Zuspiel aus dem rechten Flügel. Der Ball kam hoch und war lange unterwegs. Während die Kugel auf dem Weg zu ihm war und er sich auf die Annahme vorbereite, winkte er in derbst cooler Manier Schauerte aus der Außenverteidigung zu sich heran, damit dieser ihn direkt überlaufen kann. Nach gelungener Annahme rechnete so ziemlich JEDER (inkl. uns) mit einem Pass in den Lauf von Schauerte. Doch Sercan schob die Kirsche in die Mitte, wo sowohl Pohjanpalo als auch Ya Konan, wenn sie denn bloß aufmerksam gewesen wären, frei in Szene gesetzt worden wären. Dies ist so ein genialer Moment, der nur dann funktioniert, wenn das im Team jemand antizipiert. Wir können hoffen, dass das noch kommt. Aber es macht auf ein Neues deutlich: Sercan ist immer für ein geiles Ding gut.
Personelles & Fazit
In diesem Spiel konnten eigentlich alle überzeugen. Rensing auf der Linie bärenstark. Koch machte seine Sache als RV unauffällig. Dass über rechts nicht viel ging, hat aber natürlich auch mit ihm zu tun. Bodzek bot eine ordentliche Partie und hat teilweise gute lange Bälle auf Sararer gespielt. In dieser Form, dürfte er Strohdiek auf die Bank verweisen. Schauerte war zusammen mit Sercan Aktivposten auf Links. Sobottka gehörte zu den Gewinnern dieser Partie. Gutes Auge, unauffällig, aber beherzt ging er zur Sache. Der wird in seine Rolle reinwachsen. Demirbay defensiver aufzustellen, hat sich ausgezahlt. Er konnte wesentlich früher im Spielaufbau das Spiel an sich reißen. Sein Wechselspiel mit Sobottka funktionierte gut. Bolly war unauffällig, hat aber fleißig hinten ausgeholfen. Ihm hat nach vorne der Druck des RV gefehlt – sehen wir es Koch als RV-Debüttanten nach. Pohjanpalo und Ya Konan waren beide sehr viel unterwegs. Sie verteidigten sehr gut mit, ließen nach vorne bis auf wenige Szenen jedoch Torgefahr missen. ABER – auch sie beteiligten sich am kompakten Defensivspiel, was diesmal ein Erfolgsgarant war. Von den Einwechselspielern möchte wir Fink hervorheben. Er packte zwei Mal seine unnachahmliche Grätsche aus und leitete bei einer Szene auch eine gute Torchance ein, indem er einen Traumpass auf Pohjanpalo spielte, der jedoch von den Verteidigern gestellt wurde.
Es gab sehr viel Positives und nur wenig zu meckern. Das ist ein erheblicher Fortschritt. Ein Sieg ist und bleibt ein Sieg. Egal, ob es nun ein Eigentor war, Bielefeld harmlos spielte, oder was auch immer… Solche Spiele haben unsere Jungs auch schon verloren. Daher sagen wir: einfach nur stolz auf diesen Sieg und die Mannschaft sein. Und weil es so schön ist, dann bitte Freitag Abend gegen den letzten Rotz von einem Reagenzglasclub aus Leipzig auswärts punkten.
In diesem Sinne – 95 Olé,
Ingo & Adnan
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The Verkrampfung is back!

5 Okt

Die Fortuna verliert das zweite Spiel in Folge und läßt sich am Betzenberg drei Tore einschenken, ohne selbst auch nur einen Treffer zu produzieren und das, obwohl drei gelernte Stürmer von Beginn an den Roten Teufeln das Fürchten lehren sollten. Trainer? Ratlos! Spieler? Ratlos! Alle anderen irgendwie auch…

Wieder so ein Spiel, was keinen Spaß gemacht gemacht hat. Davon hatten wir in den vergangenen Jahren wahrlich genug. Nur mit viel Frust kann man im Moment als Fortune den Blick auf die Tabell der 2.Liga ertragen. Wir stehen punktgleich mit dem Vorletzen nach 10 Spieltagen auf dem Relegationsplatz – das hatten wir und alle Beteiligten sich wohl anders vorgestellt. Klar, die Fortuna steckt mitten im Umbruch und da gehören Rückschläge leider dazu. Das Problem hierbei ist aber, dass der besagte Umbruch bereits drei Jahre dauert und der Geduldsfaden langsam wirklich extrem dünn wird. Dies belegen auch ziemlich offensichtlich die Zuschauerzahlen in der Arena. Die Parallelen zu den vorherigen Spielzeiten sind da leider auch nicht wegzudiskutieren, obwohl das komplette Personal (bis auf wenige Ausnahmen) ausgetauscht wurde. Auch unter Mike Büskens ging es damals ähnlich los wie jetzt: ein neuer Trainer mit offensivem Konzept und zahlreiche neue Spieler kamen – Aufbruchstimmung in da House! Die Saison geht los; spielerisch überzeugt die Mannschaft, spielt erfrischenden Fußball, zwar nicht über 90 Minuten aber in jedem Spiel wird zu Saisonbeginn deutlich, was in der Truppe steckt. Was fehlt sind Konstanz und vor allem eins: Siege und die dazugehörigen Punkte! In der gleichen Situation stecken wir nun wieder: die letzten beiden Spiele ausgenommen, waren unsere Jungs in jedem Spiel mindestens ebenbürtig. Freiburg und Bochum, die beiden Spitzenreiter, wurden zu großen Teilen sogar an die Wand gespielt. Was aber komplett fehlt, ist der Ertrag in Form von Toren und Punkten. Fußball ist nun mal ein Ergebnissport und wenn die entsprechenden Ergebnisse fehlen wird dies zu einem Problem. Für die hieraus resultierende Verkrampfung, war das Spiel in Kaiserslautern leider ein allzu bezeichnendes Beispiel:

Aufstellung und Taktik

Wieder wählte Coach Kramer die 4-2-3-1 Variante, allerdings sollte diesmal die personelle Brechstange die nötigen Punkte herbeiführen. Mit van Duinen, Ya Konan und Pohjanpalo standen direkt drei Mittelstürmer auf dem Platz, der Holländer in der Mitte und die anderen Zwei sollten (hierauf liegt die Betonung) über die Flügel Alarm machen. Demirbay begann auf der „10“ und die Doppelsechs wurde erstmals von Startelf-Rückkehrer Fink und Julian Koch besetzt. Somit rückte Mr.Schmitz wieder auf seine angestammte Position als LV und wie schon zuletzt komplettierten Haggui, Strohdiek und Schauerte die Viererkette. Rensing begann wie gewohnt im Tor. Bei den Gastgebern war Ex-Fortuna Gaus in der Startelf und irgendwie fürchteten sich alle davor, dass der dritte Ex-Fortune in Folge gegen seine alte Mannschaft treffen würde, wenigstens dies sollte uns aber erspart bleiben.

HZ1: Wiederholter Antrag auf Ecken-Verzicht

Minutiös werden wir dieses Spiel bestimmt nicht aufarbeiten, dafür gibt es einfach zu wenig Positives zu berichten! Wir legen mal damit los, wie wir uns zum wiederholten, wiederholten, wiederholten, wiederholten Male ein Gegentor nach einer eigenen Ecke einhandeln. Jetzt mal ganz ohne Ulk, es ist in den letzten zwei Jahren bestimmt schon das 10. Mal, dass wir die gleiche Spielszene beschreiben: wir haben einen Eckball, der Gegner blockt diesen ab, schaltet schnell um, unsere Hintermannschaft ist unsortiert und wird überlaufen und am Ende zappelt die Murmel in unserem Gehäuse! Wie kann das sein? Passiert dies 1-2 mal, gut, blöd gelaufen! Aber so? Die Fortuna ist seit Ewigkeiten komplett ungefährlich bei eigenen Eckbällen, an mehr als ein eigenes Tor nach einer Ecke können wir uns beim besten Willen nicht erinnern; dafür aber an zahlreiche Kontergegentore! Eckbälle, die ja eigentlich zu guten Chancen des eigenen Teams werden sollen, sind bei der Fortuna einfach nur kontaproduktiv und gefährlich – also, liebe Fortunen, bolzt beim nächsten Eckball das Spielgerät einfach direkt ins Seitenaus und lasst die Abwehrkette hinten in Formation bleiben! Der von uns vor einigen Monaten geforderte Antrag beim DFB auf Eckenverzicht, wäre auch immer noch eine Option…

Das Spiel selbst ist Chaos pur: beide Teams ackern und kämpfen, Spielfluss und geordneter Aufbau sind dafür absolute Mangelware. Unsere Jungs wollen zwar, rennen sich aber andauernd in der defensiven Ausrichtung der Gastgeber fest. Gute Einfälle und Zuspiele auf die drei Stürmer finden nicht statt. Hier liegt auch zumindest ein Teil des Hundes begraben, denn eigentlich war in den vorherigen Partien das Spiel über die Außenpositionen ein wichtiger Bestandteil der F95-Offensive, da hier aber nun „gelernte“ Mittelstürmer stehen und Linien-Flitzer wie Axel, Sararer und Bolly fehlen, funktioniert das Flügelspiel überhaupt nicht. Ernüchtert geht es in die Halbzeitpause.

 

HZ2: Schneid zu verkaufen!

Hatte sich Lautern in der ersten Hälfte noch so ziemlich darauf konzentriert defensiv gut zustehen, die Fortuna-Angriffe abzublocken und gelegentlich zu kontern, kam der Gastgeber mit forschem Offensivdrang aus der Kabine. Sofort brennt es lichterloh in Rensings Strafraum. So dauert es dann auch nur neun weitere Minuten, bis nach einem Freistoß irgendein pfälzer Verteidiger die Kirsche per Kopf zum 2:0 in unserem Tor versenkt. Wir haben zu diesem Zeitpunkt überhaupt keinen Bock mehr auf das Spiel und glauben (leider, leider, leider) nicht daran, dass unsere Jungs das noch umbiegen können. Darin bestärken sie uns dann auch, denn die Offensiv-Bemühungen unserer Jungs bleiben leider genauso uninspiriert und erfolglos wie zuvor. Die Fortunen kämpfen zwar, aber die Gastgeber eben auch und die tun dies leider effektiver. Kaiserlautern hat dann noch ein paar Chancen den Sack komplett zuzumachen; nutzen tun sie dann erst die letzte Chance des Spiels in der Nachspielzeit und stellen den 3:0 Endstand her.

Fazit des Spiels

Verkrampfung macht sich breit. Dies begann bereits beim Heimspiel gegen Sandhausen, wo man unseren Jungs den Willen zu Siegen nicht absprechen konnte, die Mittel um diesen herbeizuführen aber gefehlt haben. In der Pfalz wurde dies nun fortgesetzt, kopf- und ideenlos wird angerannt, um den Sieg zu erzwingen. Leider haben unsere Kontrahenten aber auch immer Scouting-Abteilungen oder zumindest Fernsehgeräte, so dass sie sich gut auf die Fortuna in misslicher Lage vorbereiten können. Jedem ist klar, dass bei uns derzeit der Baum brennt. Nach dem Ausbleiben von Erfolgen, sei es durch Pech (bereits 12 Aluminium-Treffer) oder Unvermögen (dämliche Gegentore), ist jedem klar, dass sie Fortuna unter Druck steht. Aufgrund der offensiven Ausrichtung des Teams und der dazugehörigen Philosophie von Kramer, ist selbst dem debilsten Gegner bewußt, dass man sich gegen die Fortuna derzeit nur hinten reinstellen und mauern muss – denn Tore schießen wir eh zu wenige bis gar keine und hinten sind wir immer für mindestens einen dämlichen Lapsus zu haben. Die spielerische Leichtigkeit, die uns gegen Freiburg, Bochum und 1860 noch begeistert hat, ist komplett weg und alles ist bereits wieder genauso negativ verkopft wie im letzten Jahr. Ratlosigkeit wo man hinschaut.

Ausblick

Nun ist erstmal Länderspielpause und die Fortuna kann hoffentlich etwas durchatmen und sich neu sammeln, aber bringt das noch was? Wir hoffen schon, denn die Ansätze waren teilweise doch sehr gut anzusehen. Wichtig ist, dass die Verkrampfung gelöst wird, denn sie ist der Todfeind des Spiels. Die Querelen um Vorstands-Chef Kall und Aufsichtsrat sind bestimmt auch nicht hilfreich um wieder in die Spur zu finden, ebenso wenig wie mediale Panikmache (vielen Dank hier an die Herren „Journalisten“ von Bild, Express, RP und wie sie alle heißen!) oder Spieler-Bashing bei diversen sozialen Netzwerken. Hierzu noch ein kleiner Zusatz, da man, wenn es nicht läuft, immer wieder Stänkereien über die bösen Fußball-Söldner in den diversen Sozialen Netzwerken lesen kann: Leute, wacht doch bitte mal auf! Das ist PROFI-Fußball!!! Die Spieler verdienen damit ihren Lebensunterhalt, es ist ihr Beruf. Wenn man hier und da noch so Typen wie den Axel dabei hat, der Identifikation mit jeder Faser seines Seins vorlebt, dann kann man sich als Fußballromantiker glücklich schätzen, so jemanden in seinem Verein zu haben. Alles andere ist nostalgischer Irrsinn. Auch die „bösen Söldner“ wollen aus diversen Gründen gewinnen – denn verlieren ist auf so viel Ebenen total für den Allerwertesten!

Ein Trainer-Rausschmiss wäre aus unserer Sicht (noch) nicht die richtige Entscheidung. Bis zur Winterpause sollte das Trainer-Team noch Zeit bekommen das Ruder rumzureißen. Hoffen wir darauf, dass die Länderspielpause dazu genutzt werden kann die Verkrampfung zu lösen und das die Truppe wieder in die Spur findet. Wichtig ist es, dass die Fortuna zumindest aus den unteren Regionen der Tabelle herausfindet und sich in sicheren Gefilden der Tabelle wiederfindet, damit wieder Ruhe einkehren kann. Wenn das gelingt, dann können vielleicht in der nächsten Saison wieder andere Ansprüche formuliert werden.

Also, liebe Herren Profis und liebes Trainer-Team, krempelt die Ärmel hoch und gebt Vollgas, bevor der Druck auf dem Kessel nicht mehr zu regulieren ist!!

 

Hoffen wir das Beste gegen Bielefeld, denn viel mehr bleibt leider derzeit nicht übrig!

In diesem Sinne,

Adnan & Ingo

 

P.S. …das mit Kall hat sich ja wohl dann schonmal erledigt! 😉